{"id":3126,"date":"2017-10-30T07:00:00","date_gmt":"2017-10-30T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/10\/30\/st-galler-kantonalbank-die-ezb-muss-aufpassen-nicht-in-eine-sackgasse-zu-geraten\/"},"modified":"2020-02-04T09:00:04","modified_gmt":"2020-02-04T08:00:04","slug":"st-galler-kantonalbank-die-ezb-muss-aufpassen-nicht-in-eine-sackgasse-zu-geraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-die-ezb-muss-aufpassen-nicht-in-eine-sackgasse-zu-geraten\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Die EZB muss aufpassen, nicht in eine Sackgasse zu geraten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die EZB muss aufpassen, nicht in eine Sackgasse zu geraten Die Europ\u00e4ische Zentralbank wird ihr Anleihenkaufprogramm ab Januar auf monatlich 30 Mrd. Euro halbieren, jedoch mindestens bis Ende September 2018 fortf\u00fchren&#8230;&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Offen ist, ob dann wirklich Schluss ist. Das bedeutet, dass die EZB die Leitzinsen in der Eurozone fr\u00fchestens im Fr\u00fchjahr 2019 erstmals anheben wird. Dies wirkt sich auf andere Zentralbanken wie die Schwedische Riksbank und die Schweizerische Nationalbank aus. Diese m\u00fcssen nun noch l\u00e4nger zuwarten, bis sie ihrerseits an der Zinsschraube drehen k\u00f6nnen, ohne ihre W\u00e4hrung in Aufwertungsgefahr zu bringen. Wir werden in der Schweiz also durch den EZB-Entscheid noch l\u00e4nger mit den Negativzinsen und ihren verzerrenden Effekten leben m\u00fcssen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Z\u00f6gern der EZB passt nicht in die geldpolitische Landschaft. In den USA ist die Fed seit zwei Jahren daran, die Zinsen graduell anzuheben und wird im Dezember wahrscheinlich die n\u00e4chste Zinserh\u00f6hung beschliessen. Die Bank of England steht kurz davor, trotz Brexit die Zinswende nach oben zu starten. Die offenen Geldschleusen passen auch nicht zur wirtschaftlichen Lage in der Eurozone. Das BIP-Wachstum ist mit 2.3% auf Jahresbasis sehr solide und verteilt sich zunehmend auf mehr Regionen. Die Arbeitslosenrate ist mit 9.1% zwar hoch, sinkt jedoch stetig. In verschiedenen L\u00e4ndern, unter anderem in Deutschland, befindet sie sich schon auf einem Rekordtief.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wo ist die \u00abrichtige\u00bb Inflationsrate?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Immobilienpreise steigen dank den tiefen Zinsen und der guten Wirtschaftslage stark an und sind ein Zeichen daf\u00fcr, dass die Nullzinspolitik auch in der Eurozone zu gef\u00e4hrlichen Verzerrungen f\u00fchrt. Dennoch betonen die EZB und ihr Pr\u00e4sident Mario Draghi, lieber noch mehr als weniger Geld ins System zu pumpen. Begr\u00fcndet wird diese Haltung mit der Inflation in der Eurozone, welche nicht steigen will und mit 1.5% unter dem Zielwert von 2% liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Haltung ist gef\u00e4hrlich. Was macht die EZB, wenn der Inflationsdruck aus strukturellen Gr\u00fcnden langfristig effektiv weniger stark ist als in der Vergangenheit und die 2% nicht erreicht werden? L\u00e4sst sie dann die Zinsen auf ewig bei null oder wie begr\u00fcndet sie eine argumentative Kehrtwende? Dazu kommt: je mehr Anleihen die EZB kauft und je l\u00e4nger die Zinsen extrem tief bleiben, desto st\u00e4rker wird die Abh\u00e4ngigkeit der verschuldeten L\u00e4nder von der EZB. Der politische Druck auf die EZB wird dadurch zunehmen. Sie muss in ihren Entscheiden immer mehr R\u00fccksicht auf die Finanzen der L\u00e4nder nehmen und verliert zunehmend ihre geldpolitische Unabh\u00e4ngigkeit.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Wert des guten Rufs Die EZB gilt als Garant f\u00fcr die Stabilit\u00e4t in der Eurozone.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dadurch ist es ihr gelungen, auf dem H\u00f6hepunkt der Eurokrise mit ihrem beherzten Vorgehen die Spekulationen der Finanzm\u00e4rkte gegen den Euro zu stoppen und so die Einheitsw\u00e4hrung zu retten. In dieser Zeit war die EZB die einzige Institution in der Eurozone, die handlungsf\u00e4hig war und das Vertrauen der M\u00e4rkte besass. Seither besteht eine positive \u00abZusammenarbeit\u00bb zwischen der EZB und den Finanzm\u00e4rkten, die zur wirtschaftlichen Wiederbelebung beigetragen hat. Nun ist die Zeit gekommen, wo sich die EZB wieder von den W\u00fcnschen der Finanzm\u00e4rkte l\u00f6sen muss, ansonsten wird sie zur Geisel der Spekulation und verliert das wichtigste Gut einer Zentralbank: ihre Unabh\u00e4ngigkeit und ihre Reputation.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EZB muss aufpassen, nicht in eine Sackgasse zu geraten Die Europ\u00e4ische Zentralbank wird ihr Anleihenkaufprogramm ab Januar auf monatlich 30 Mrd. 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