{"id":3145,"date":"2017-11-09T23:00:00","date_gmt":"2017-11-09T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/11\/09\/mehr-fruehling-als-herbst\/"},"modified":"2020-02-04T08:59:43","modified_gmt":"2020-02-04T07:59:43","slug":"mehr-fruehling-als-herbst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/mehr-fruehling-als-herbst\/","title":{"rendered":"\u201eMehr Fr\u00fchling als Herbst\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der sonst als tr\u00fcbe geltende November macht derzeit seiner Beschreibung keine Ehre, zumindest an den Kapitalm\u00e4rkten&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Ann-Katrin Petersen Vice President,&nbsp; Global Economics &amp; Strategy<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">So schwangen sich sowohl der US-amerikanische S&amp;P 500 als auch der deutsche Leitindex DAX zu Wochenbeginn zu immer neuen H\u00f6hen auf. \u201eEin vorbeiziehendes Wetter-Wirrwarr?\u201c, mag sich so manch\u2018 Anleger fragen. Doch Wirtschaftsdaten, Unternehmenszahlen und Geldpolitik unterf\u00fcttern derzeit die fr\u00fchlingshafte Marktstimmung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend es im Herbst auf der Nordhalbkugel kalt und zugig wird, bleibt die Weltwirtschaft auf solidem Wachstumskurs mit anhaltenden Zuw\u00e4chsen \u00fcber Potenzial. Nachdem unser hauseigener Macro Breadth Index bis zum August eine nachlassende Dynamik bei den globalen Konjunkturdaten signalisierte, hat sich das positive Momentum im September und Oktober erneut beschleunigt (siehe auch unsere Grafik der Woche). F\u00fcr sich genommen eine St\u00fctze f\u00fcr die Unternehmensgewinne und damit die Aktienm\u00e4rkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und tats\u00e4chlich haben die Unternehmensergebnisse bei der allm\u00e4hlich zu Ende gehenden Berichtssaison f\u00fcr das dritte Quartal weitgehend \u00fcberzeugt. Von den bislang ver\u00f6ffentlichen 430 Gewinnberichten aus dem S&amp;P 500 \u00fcbertrafen bislang 74\u00bd % die Erwartungen der Analysten (vs. 72\u00bd % im Vorjahresquartal).&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig bewegen sich die Inflationsraten in den gro\u00dfen Industrienationen nur zaghaft nach oben, so dass der geldpolitische R\u00fcckenwind anh\u00e4lt. Auch unter dem k\u00fcnftigen Vorsitzenden der US-amerikanischen Notenbank Fed, Jerome Powell, der ab Februar 2018 das Zepter \u00fcbernehmen wird, d\u00fcrfte sich der Kurs einer behutsamen Zins- und Bilanznormalisierung nicht \u00e4ndern. Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) wiederum wird ihr Wertpapierkaufprogramm bis mindestens September 2018 fortf\u00fchren, wenngleich bei gedrosseltem Kauftempo von 30 Mrd. Euro, w\u00e4hrend die Bank of Japan unbeirrt an ihrem Lockerungskurs festh\u00e4lt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daran d\u00fcrfte, zumindest kurzfristig, auch der j\u00fcngste Anstieg der Roh\u00f6lpreise \u2013 ein wesentlicher Treiber f\u00fcr die Verbraucherpreisentwicklung \u2013 nichts \u00e4ndern.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Notierungen f\u00fcr Brent und WTI hatten ein Zweijahreshoch erklommen, nachdem die innenpolitischen Entwicklungen im \u00d6lf\u00f6rderstaat Saudi-Arabien die Erwartung einer weiteren Produktionsk\u00fcrzung befl\u00fcgelten. Die Angebotsverknappung tr\u00e4fe dabei auf eine offenbar anziehende physische Nachfrage nach \u00d6l, wie die nach unten geneigte Futures-Kurve (Backwardation) erahnen l\u00e4sst.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit durch die Entwicklungen in Saudi-Arabien gesch\u00e4rftem Blick d\u00fcrften Anleger in der kommenden Woche die \u00d6lmarkt-Berichte von OPEC (Mo) und Internationaler Energieagentur (Di) zur Kenntnis nehmen.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Gro\u00dfen und Ganzen werden aber wohl weder diese noch die zur Ver\u00f6ffentlichung anstehenden Konjunkturdaten das vorherrschende \u201eGoldilocks\u201c-Szenario aus robustem Wachstum bei moderaten Inflationsraten auf den Pr\u00fcfstand stellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wirtschaft des Euroraums ist im dritten Quartal um kr\u00e4ftige 0,6% gg\u00fc. dem Vorquartal gewachsen, wozu auf L\u00e4nderebene neben der hohen Wachstumsdynamik Spaniens (+0,8%) und Frankreichs (+0,5%) der anhaltende Schwung der deutschen Konjunktur (Di) beigetragen haben d\u00fcrfte. Dass sich daran perspektivisch wenig \u00e4ndert, sollte der ZEW-Indikator (Di) unterstreichen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dagegen w\u00fcrden schwache chinesischen Industrieproduktionszahlen f\u00fcr Oktober (Di) das Szenario eines allm\u00e4hlich nachlassenden Konjunkturtempos im Reich der Mitte best\u00e4tigen, nach einer \u00fcberraschend stabilen Wachstumsdynamik in den ersten drei Quartalen des Jahres.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Mittwoch geben die Einzelhandelsums\u00e4tze und Realeinkommen f\u00fcr die traditionell konsumgetriebene US-Wirtschaft erste Hinweise auf die Wachstumsperspektiven im vierten Quartal. Trotz des rund laufenden Jobmotors f\u00e4llt die Lohndynamik verhalten aus. Die Steuerreform (die Wahrscheinlichkeit einer Einigung im Kongress ist zuletzt gestiegen) w\u00fcrde sich moderat stimulierend auf die US-Konjunktur auswirken, deren Aufschwung bereits seit \u00fcberdurchschnittlich langen 100 Monaten anh\u00e4lt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff k\u00f6nnten dar\u00fcber hinaus eine Reihe von Wortmeldungen etwaiger Notenbankgr\u00f6\u00dfen sorgen. US-Renditen k\u00f6nnten ansteigen und der Dollar profitieren, sofern die Reden des im US-Offenmarktausschuss stimmberechtigen Chicago-FedPr\u00e4sidenten Evans (Mi) und der ebenfalls stimmberechtigten Gouverneurin Brainard (Do) die Erwartungen weiterer, \u00fcber die Dezember-Sitzung hinausgehender Zinserh\u00f6hungen sch\u00fcren. In geringerem Ausma\u00df ist \u2013 nur drei Wochen nach der Ratssitzung \u2013 mit marktbewegenden Aussagen von EZB-Vizepr\u00e4sident Const\u00e2ncio (Mo) und Pr\u00e4sident Draghi (Fr) zu rechnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vielmehr k\u00f6nnte am Freitag der kleine Verfallstag an der Terminb\u00f6rse Eurex f\u00fcr sporadische Schwankungen sorgen. Nicht zuletzt sollten die weiterhin keimenden geopolitischen Unw\u00e4gbarkeiten \u2013 wie die anhaltenden Spannungen zwischen Nordkorea und den USA und die wenig konstruktiven Brexit-Verhandlungen \u2013 nicht aus den Augen verloren werden. Zweifellos perlen diese gegenw\u00e4rtig an der robusten Weltkonjunktur ab.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber lassen sich die Fr\u00fchlingsgef\u00fchle nicht noch viel unbeschwerter in einem wetterfesten Portfolio genie\u00dfen?<\/p>\n<p>Source: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der sonst als tr\u00fcbe geltende November macht derzeit seiner Beschreibung keine Ehre, zumindest an den Kapitalm\u00e4rkten&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4367,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-3145","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3145"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4955,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3145\/revisions\/4955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}