{"id":3170,"date":"2017-11-27T07:00:00","date_gmt":"2017-11-27T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/11\/27\/st-galler-kantonalbank-das-comeback-des-euro-ist-in-gefahr\/"},"modified":"2020-01-23T15:04:27","modified_gmt":"2020-01-23T14:04:27","slug":"st-galler-kantonalbank-das-comeback-des-euro-ist-in-gefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-das-comeback-des-euro-ist-in-gefahr\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Das Comeback des Euro ist in Gefahr"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Euro hat in diesem Jahr ein starkes Comeback gezeigt. Vor drei Jahren wurde er von den Finanzm\u00e4rkten noch dem Untergang geweiht&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Griechenland stand vor dem Konkurs, das gleiche galt f\u00fcr die italienischen Banken. Im Internet wurden Wetten entgegengenommen, wann der Euro auseinanderbricht. Viele Analysten versuchten, sich bei ihrer Prognose f\u00fcr den Euro nach unten zu \u00fcbertrumpfen. Das Durchbrechen der Parit\u00e4t zum Dollar war bei ihnen nicht eine Frage des \u00abob\u00bb, sondern nur des \u00abwann\u00bb. Ende 2017 sieht die Welt f\u00fcr den Euro anders aus. Griechenland h\u00e4lt sich mit Geld der anderen Eurol\u00e4nder \u00fcber Wasser. Die italienischen Banken haben einen neuen Anstrich erhalten, der die Probleme der notleidenden Kredite \u00fcbert\u00fcncht. Die Prognosen f\u00fcr den Euro schiessen in den Himmel. Dass der Euro zum Franken \u00fcber den ehemaligen Mindestkurs von 1.20 steigt, ist bei ihnen nicht eine Frage des \u00abob\u00bb, sondern des \u00abwann\u00bb. Ich schloss mich vor drei Jahren den Abges\u00e4ngen auf den Euro nicht an. Heute bin ich skeptisch, ob die Liebe der Finanzm\u00e4rkte zum Euro auf Dauer h\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sind drei Faktoren, die die Finanzm\u00e4rkte von einem starken Euro schw\u00e4rmen lassen. Erstens wird nach dem Wahlsieg Emmanuel Macrons in Frankreich von der neuen Achse Paris-Berlin erwartet, dass sie dem europ\u00e4ischen Gedanken neuen Schwung verleiht. Zweitens l\u00e4uft die Wirtschaft in der Eurozone immer besser. Der Aufschwung greift zunehmend auch auf die L\u00e4nder im S\u00fcden und auf Frankreich \u00fcber. Drittens hat die EZB im Sommer angedeutet, dass sie \u00fcber eine restriktivere Geldpolitik diskutiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Politischer Rauch<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Macron hat viele neue Ideen und Vorschl\u00e4ge f\u00fcr den Euro pr\u00e4sentiert. Um die Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Euro-Finanzminister oder einen europ\u00e4ischen Investitionsfonds ist es aber ruhig geworden. In Frankreich selber kommen die gross angek\u00fcndigten innenpolitischen Reformen auch nicht vom Fleck. Der zweite Teil der Achse ist zudem auf der Suche nach einer tragf\u00e4higen Regierung momentan mit sich selber besch\u00e4ftigt. In dieser Situation ist nicht zu erwarten, dass die Politiker in Berlin mutige Entscheide \u00fcber eine St\u00e4rkung der zentralen Gewalt in der Eurozone treffen, die in der Bev\u00f6lkerung unpopul\u00e4r sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wirtschaftliche Wiederbelebung in der Eurozone wird weitergehen und die Phantasie \u00fcber eine \u00c4nderung in der Geldpolitik der EZB aufrecht halten. Diese hat ihr Kaufprogramm von Anleihen bis im September 2018 verl\u00e4ngert und damit den Tr\u00e4umen der Finanzm\u00e4rkte f\u00fcr h\u00f6here Zinsen vorerst eine Absage erteilt. Gleichzeitig wurde jedoch die Vorfreude auf eine \u00c4nderung der Geldpolitik verl\u00e4ngert, was den Euro nun auch im n\u00e4chsten Jahr noch unterst\u00fctzen wird.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Euro bleibt Sch\u00f6nwetterkonstrukt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wirtschaftlich gute Lage und das Wohlwollen der Finanzm\u00e4rkt w\u00e4ren eine gute Gelegenheit, die grundlegenden Probleme der Eurozone anzugehen. Die hohe Schuldenlast vieler Eurol\u00e4nder bleibt aber bestehen oder wird gar gr\u00f6sser. Die L\u00f6sung des \u00abProblems Griechenland\u00bb wird in die Zukunft verschoben. Die Entscheidungsprozesse in der Eurozone werden auch nicht vereinfacht und damit krisentauglicher gemacht.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es wirtschaftlich wieder schwieriger wird und die Finanzm\u00e4rkte wieder unruhiger werden, dann werden die strukturellen M\u00e4ngel der Eurozone wieder zum Thema. Kommt hinzu, dass die Euro-Euphoriker unter den grossen Investoren, die riesige Wetten auf einen Anstieg des Euro aufgebaut haben, sich rasch abwenden werden, wenn ihre Wette nicht mehr aufgeht. Der Euro wird sich in den n\u00e4chsten Monaten noch gut halten k\u00f6nnen. Er kann eventuell sogar noch zulegen. In einem Jahr wird die Euphorie jedoch verflogen sein. Ich sehe den Euro zum Franken Ende 2018 deshalb nicht \u00fcber 1.20, sondern eher wieder bei 1.10.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Euro hat in diesem Jahr ein starkes Comeback gezeigt. 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