{"id":3180,"date":"2017-12-04T07:00:00","date_gmt":"2017-12-04T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/12\/04\/st-galler-kantonalbank-weniger-steuern-hoehere-defizite\/"},"modified":"2020-01-23T15:04:10","modified_gmt":"2020-01-23T14:04:10","slug":"st-galler-kantonalbank-weniger-steuern-hoehere-defizite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-weniger-steuern-hoehere-defizite\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Weniger Steuern = H\u00f6here Defizite"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der US-Senat hat am Freitag sein Steuerpaket geschn\u00fcrt. Die Differenzen zur Vorlage des Repr\u00e4sentantenhauses werden in den n\u00e4chsten Wochen bereinigt werden&#8230;<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Republikaner m\u00fcssen bis Weihnachten das neue Steuergesetz vom Pr\u00e4sidenten unterschrieben haben, wenn sie das Gesicht nicht verlieren wollen. Aufgrund der tieferen Steuers\u00e4tze f\u00fcr die Unternehmen werden die Steuereinnahmen deutlich sinken. Gleichzeitig sollen die Milit\u00e4rausgaben drastisch erh\u00f6ht werden. K\u00fcrzungen in anderen Aufgabenbereichen werden auf der anderen Seite schwer umzusetzen sein. Kommt hinzu, dass das Budget f\u00fcr das laufende Haushaltjahr 2017\/2018 bis Ende Woche beschlossen werden muss. Sonst droht eine Schliessung der Verwaltung mangels Geld. Die Demokraten werden die Gelegenheit nutzen, um sich politisch wieder ins Rampenlicht zu setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist kurzfristige Sicht der Dinge. Langfristig wichtiger ist, wie stark die Steuersenkungen den Schuldenberg der USA erh\u00f6hen werden. Letzte Sch\u00e4tzungen gehen von 1&#8217;000 Mrd. US-Dollar \u00fcber die n\u00e4chsten zehn Jahre aus. Bei diesen Berechnungen wird davon ausgegangen, dass die tieferen Steuern einen zus\u00e4tzlichen Anstieg des BIP von 35% erm\u00f6glichen und dass ein st\u00e4rkeres Wachstum h\u00f6here Steuereinnahmen bringt.&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Planspiele <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich ist es so, dass das Wirtschaftswachstum ein wichtiger Treiber f\u00fcr die Steuereinnahmen ist. Eine gut laufende Wirtschaft l\u00e4sst die Steuereinnahmen sprudeln. In der Vergangenheit hat sich bei den Steuersenkungen unter den Pr\u00e4sidenten Reagan und Bush jedoch gezeigt, dass es nicht gelingt, die Steuerausf\u00e4lle zu kompensieren. Hinzu kommt, dass die Wahrscheinlichkeit gross ist, dass die US-Wirtschaft in den n\u00e4chsten zehn Jahren in eine Rezession fallen wird. Sollte es gar zu einer gr\u00f6sseren milit\u00e4rischen Eskalation mit Nordkorea oder dem Iran kommen, sind die Sch\u00e4tzungen der Republikaner sowieso Makulatur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist deshalb m\u00fcssig, sich dar\u00fcber zu streiten, ob die Steuersenkungen \u00fcber zehn Jahre zu einer Schuldenausweitung von 500 Mrd. US-Dollar, 1&#8217;000 Mrd. US-Dollar oder 1&#8217;500 Mrd. US-Dollar f\u00fchren. Geradezu l\u00e4cherlich wird diese Diskussion, wenn man das aktuelle Budgetdefizit vor Augen hat. Dieses betrug im letzten Jahr 585 Mrd. US-Dollar. 2017 wird es auf \u00fcber 600 Mrd. US-Dollar steigen. Die aktuellen Sch\u00e4tzungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre gehen trotz Wirtschaftsboom von nur leicht tieferen Betr\u00e4gen aus. Vor der Finanzkrise stieg das Defizit auch in Rezessionsphasen nicht \u00fcber 300 Mrd. US-Dollar. Zwischen 1998 und 2001 erzielte der US-Haushalt gar \u00dcbersch\u00fcsse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Folgen f\u00fcr Finanzm\u00e4rkte <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">600 Mrd. US-Dollar mehr Schulden bedeuten, dass das Treasury f\u00fcr diesen Betrag zus\u00e4tzliche Investoren suchen muss. Gleichzeitig plant die Fed ihre Bilanzsumme abzubauen. Wenn das Programm zur Reduktion des Portfolios voll hochgefahren ist, wird die Fed j\u00e4hrlich 300 Mrd. US-Dollar an Treasuries abbauen. F\u00fcr diesen Betrag m\u00fcssen ebenfalls neue Investoren gefunden werden. Diese werden sich je l\u00e4nger je weniger mit tiefen Zinsen abspeisen lassen. H\u00f6here Ausgaben f\u00fcr die Zinszahlungen sind die Folge. Man kann es drehen wie man will. Der US-Haushalt ist schon jetzt v\u00f6llig aus dem Lot geraten. Das Steuergeschenk aus politischen Gr\u00fcnden wird zur Unzeit verteilt. Viel besser w\u00e4re es, die Politiker in Washington w\u00fcrden sich Gedanken machen, wie die Explosion der Ausgaben f\u00fcr die staatlichen Sozialprogramme f\u00fcr \u00e4ltere Leute (Medicare) und Leute mit tiefen Einkommen (Medicaid) gestoppt werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schuldenquote der USA im Vergleich zum BIP ist mit 83% im internationalen Vergleich noch tief. An der Qualit\u00e4t des US-Treasury als Schuldner wird an den Finanzm\u00e4rkten nicht gezweifelt. Das kann sich schnell \u00e4ndern, wenn die Schuldenquote ungebremst in Richtung 100% steigen sollte.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der US-Senat hat am Freitag sein Steuerpaket geschn\u00fcrt. 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