{"id":3188,"date":"2017-12-11T06:00:00","date_gmt":"2017-12-11T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/12\/11\/bantleon-kommentar-investment-insight-dezember-2017\/"},"modified":"2020-01-23T15:04:09","modified_gmt":"2020-01-23T14:04:09","slug":"bantleon-kommentar-investment-insight-dezember-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-kommentar-investment-insight-dezember-2017\/","title":{"rendered":"Bantleon Kommentar: Investment Insight Dezember 2017"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Ende vergangener Woche standen in China die November-Einkaufsmanagerindikatoren zur Ver\u00f6ffentlichung an \u2013 und wie so oft wiesen sie in entgegengesetzte Richtungen&#8230;&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Industrie-EMI des Statistikamtes vollzog einen leichten Anstieg von 51,6 auf 51,8 Punkte, das Pendant des Nachrichtendienstes Caixin gab dagegen um zwei Zehntel auf 50,8 Punkte nach. Im Mittel bewegen sich beide Konjunkturbarometer seitw\u00e4rts. Trotz der insgesamt robusten EMI-Entwicklung gehen wir jedoch davon aus, dass die Wachstumsdynamik in den kommenden Monaten nachlassen wird. Ein wichtiger Faktor d\u00fcrfte dabei sein, dass sich die Regierung nach dem vollzogenen Machtwechsel beim Parteikongress im Oktober wieder st\u00e4rker des dr\u00e4ngenden Problems des Schuldenexzesses annehmen d\u00fcrfte. Die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte, der Unternehmen und des Staates sind inzwischen auf \u00fcber 260% des BIP angestiegen. Ein Gegensteuern ist unumg\u00e4nglich und wird nicht ohne konjunkturelle Bremseffekte ablaufen. Wir erwarten deshalb weiterhin ein r\u00fcckl\u00e4ufiges BIP-Wachstum im laufenden und in den kommenden Quartalen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4hnlich wie in China zeigen auch in den USA die j\u00fcngsten Konjunkturdaten in entgegengesetzte Richtungen. Auf der einen Seite hat das Bureau of Economic Analysis (BEA) das BIP-Wachstum des 3. Quartals von 3,0% auf 3,3% nach oben revidiert (annualisiert gegen\u00fcber dem Vorquartal). F\u00fcr die Aufw\u00e4rtskorrektur und das gleichzeitig h\u00f6chste Expansionstempo seit drei Jahren waren h\u00f6here Investitionen und Staatsausgaben und ein gr\u00f6sserer Impuls vom Lageraufbau verantwortlich. Auf der anderen Seite legen die f\u00fcr Oktober ver\u00f6ffentlichten Aktivit\u00e4tsdaten weniger Wachstumsdynamik nahe als erwartet. Vor allem die Aussenhandelszahlen sorgen f\u00fcr eine Anpassung unserer BIP-Prognose. Der unerwartete R\u00fcckgang der Ausfuhren im Oktober (-1,0% nach +1,6%) bei gleichzeitigem Anstieg der Importe (+1,5% nach +1,3%) spricht f\u00fcr einen namhaften Bremseffekt durch den internationalen Warenhandel. Im Moment zeichnet sich ein negativer Wachstumsbeitrag von rund 1,0%-Punkten ab \u2013 nach einem positiven Impuls von 0,4%-Punkten im 3. Quartal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch bei den Verbrauchern war im Oktober Sand im Getriebe. Der Anstieg des privaten Konsums fiel mit +0,1% (nach +0,5% im September) schw\u00e4cher aus als erwartet. Dennoch deuten die Zahlen immer noch im Quartalsdurchschnitt auf einen Zuwachs von rund 3,0% und einen Wachstumsimpuls von knapp 2,0% hin \u2013 eine Beschleunigung gegen\u00fcber den 1,6%-Punkten des 3. Quartals. Das freundliche Umfeld f\u00fcr den privaten Konsum wird durch die j\u00fcngste Entwicklung des Verbrauchervertrauens-Indikators des Conference Board untermauert. Im Oktober erreichte er mit 129,5 ein neues 17-Jahres-Hoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Befl\u00fcgelt wird die aussergew\u00f6hnlich gute Stimmung vor allem vom Arbeitsmarkt. Die US-B\u00fcrger sch\u00e4tzen hier die Lage so positiv ein wie zuletzt Anfang der 2000er Jahre. Wegen des schwachen Aussenhandels schrauben wir unsere Erwartung an das BIP-Wachstum im 4. Quartal leicht von 3,0% auf 2,5% zur\u00fcck. Am \u00fcbergeordneten Bild eines sich fortsetzenden Konjunkturaufschwungs \u00e4ndert dies jedoch nichts. 2018 sollte die US-Wirtschaft erneut robust wachsen \u2013 das neunte Jahr in Folge.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Eurozone prallen derzeit freundliche Arbeitsmarktdaten auf anhaltend tiefe Inflationszahlen. So hat die Arbeitslosenquote in der W\u00e4hrungsunion im Oktober einen weiteren Trippelschritt nach unten gemacht \u2013 auf nunmehr 8,8%. Damit wird zum einen der R\u00fcckgang im Vergleich zum Hochpunkt vom Mai 2013 (12,1%) immer beeindruckender. Zum anderen n\u00e4hert man sich unaufhaltsam dem Durchschnitt aus den ersten zehn Jahren der W\u00e4hrungsunion an (8,5%). Diese Marke kann als eine Art \u00bbGleichgewicht\u00ab auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone angesehen werden. In diese Richtung deuten auch Sch\u00e4tzungen der OECD: Sie taxiert die strukturelle (nicht konjunkturbedingte) Arbeitslosenrate derzeit auf 8,4%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Arbeitsmarkterholung wird weiterhin von s\u00e4mtlichen Eurol\u00e4ndern getragen. Insbesondere einige Kernl\u00e4nder haben deutliche Fortschritte gemacht \u2013 unter anderen Frankreich (9,4%), die Niederlande (4,5%) und Belgien (6,9%). In S\u00fcdeuropa sticht Portugal hervor, dessen Quote in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten von knapp 11,0% auf 8,5% zur\u00fcckgegangen ist. Ein stetiger Lieferant guter Zahlen bleibt Deutschland. Das Potential scheint zwar bei einer Arbeitslosenquote von 3,6% (gem\u00e4ss ILO-Definition) zunehmend ausgesch\u00f6pft. Dennoch vermeldete die Bundesagentur f\u00fcr Arbeit f\u00fcr November erneut einen sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit um 18.000. Zudem legte die Besch\u00e4ftigung um 41.000 Besch\u00e4ftigte und die Zahl der offenen Stellen um 8.000 zu. Zurzeit ist kein Ende des Besch\u00e4ftigungsbooms in Deutschland sichtbar \u2013 das IFO-Besch\u00e4ftigungsbarometer markierte im November sogar ein neues Allzeithoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts dieses Arbeitsmarktumfeldes ist die Verhandlungsposition der deutschen Gewerkschaften in den anstehenden Tarifauseinandersetzungen (unter anderem: Metall- und Elektroindustrie, VW, Deutsche Post, \u00f6ffentlicher Dienst, Hotel- und Gastst\u00e4ttengewerbe, Baugewerbe, Chemie) so stark wie selten zuvor. Die bereits verk\u00fcndeten Lohnforderungen liegen bei stattlichen 6,0% f\u00fcr zw\u00f6lf Monate. In der Regel wird gut die H\u00e4lfte davon realisiert. Das Wachstum der Tarifl\u00f6hne d\u00fcrfte also von aktuell 2,0% (im Vorjahresvergleich) 2018 in Richtung 3,0% anziehen. Auf die Unternehmen rollen somit zus\u00e4tzliche Kosten zu, die sie ihrerseits an die Verbraucher weitergeben wollen und angesichts der guten Konjunkturlage wohl auch weitergeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fcher war eine solche Lohn-Preis-Spirale ein Schreckgespenst f\u00fcr die Notenbanken \u2013 heute sehnt die EZB dieses Szenario geradezu herbei. Deutschland kommt dabei innerhalb der W\u00e4hrungsunion eine F\u00fchrungsrolle zu. Auch wenn der Vorsprung in den zur\u00fcckliegenden Jahren etwas geschmolzen ist: Gemessen an der Entwicklung der Lohnst\u00fcckkosten der vergangenen 20 Jahre weist die gr\u00f6sste Volkswirtschaft der Eurozone unver\u00e4ndert die h\u00f6chste preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit auf. Deshalb kann sich Deutschland auch die st\u00e4rksten Zuwachsraten bei den L\u00f6hnen leisten und bildet eine Benchmark f\u00fcr die \u00fcbrigen Eurol\u00e4nder: Je h\u00f6her das Lohnwachstum in Deutschland, desto gr\u00f6sser wird der Spielraum f\u00fcr alle anderen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die aktuellen Inflationszahlen der Eurozone sind immer noch vom niedrigen Kostendruck der vergangenen Jahre gepr\u00e4gt. Im November legte die j\u00e4hrliche Teuerungsrate zwar von 1,4% auf 1,5% zu. Der Anstieg ist aber allein auf die j\u00fcngste \u00d6lpreishausse zur\u00fcckzuf\u00fchren (+45% seit Mitte Juni). Unter Ausklammerung von Energie und Nahrungsmitteln verharrte die Kerninflation bei 0,9%. F\u00fcr die anhaltende Schw\u00e4che der Kerninflation sind vor allem die Peripheriestaaten verantwortlich. Das Tief bei der Kerninflation scheint jedoch erreicht. In der Eurozone sollte sie im Dezember zur 1,0%-Marke zur\u00fcckkehren und 2018 infolge des wachsenden konjunkturbedingten Preisdrucks bis zum Jahresende auf 1,4% bis 1,5% zulegen. Bei der Headline-Inflation ist ab dem sp\u00e4ten Fr\u00fchjahr mit einem deutlichen Aufw\u00e4rtstrend zu rechnen und f\u00fcr Ende 2018 prognostizieren wir eine Teuerungsrate von 1,7%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An den globalen Aktienm\u00e4rkten hat sich zuletzt eine Zweiklassengesellschaft&nbsp; herausgebildet. Auf der Sonnenseite stehen die US-B\u00f6rsen: Der nahende \u00bbSteuerdeal\u00ab befl\u00fcgelt die Phantasie und hat den Aufw\u00e4rtstrend an der Wall Street vergangene Woche sogar noch verst\u00e4rkt. \u00c4hnlich steil bergauf geht es in Japan, wo der Nikkei225 schon wieder an der 23.000-Punkte-Marke kratzt \u2013 dem Anfang November erreichten 17-Jahres-Hoch. Die Schattenseite besetzen die europ\u00e4ischen M\u00e4rkte. Grossbritannien leidet unter der Aufwertung des Pfundes, DAX und Eurostoxx50 werden von der \u00adEurost\u00e4rke ausgebremst. An den US-B\u00f6rsen ist inzwischen eine Ersch\u00f6pfungskorrektur \u00fcberf\u00e4llig, zumal der letzte 5%-R\u00fccksetzer beim S&amp;P500 mehr als ein Jahr zur\u00fcckliegt \u2013 das ist im historischen Vergleich eine \u00e4usserst seltene Gewinnstr\u00e4hne. In den vergangenen Jahren wurden US-R\u00fcckschl\u00e4ge in Europa jeweils mit dem Faktor zwei bis drei mitvollzogen. Ein Minus von 5% an der Wall Street k\u00f6nnte so einen R\u00fcckgang bei DAX und Eurostoxx50 von 10% bis 15% implizieren. Auch deshalb halten wir an unserer ged\u00e4mpften Bewertung der Aktienmarktperspektiven fest. Gleichzeitig tr\u00fcben sich bei Unternehmensanleihen die Aussichten ein. Dagegen profitieren die Bund-Renditen von der EZB-Politik und der unsicheren geopolitischen Lage; eine R\u00fcckkehr der Renditen unter die Nulllinie ist nicht illusorisch. Am aussichtsreichsten sind aus Fair-Value-Sicht nach wie vor inflationsbesicherte Bonds. Wir erwarten im kommenden Jahr einen deutlichen Anstieg der Inflationserwartungen \u2013 und damit einiges Ertragspotential f\u00fcr inflationsbesicherte Anleihen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende vergangener Woche standen in China die November-Einkaufsmanagerindikatoren zur Ver\u00f6ffentlichung an \u2013 und wie so oft wiesen sie in entgegengesetzte Richtungen&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4147,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[91],"class_list":["post-3188","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-bantleon-bank-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3188"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3188\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4913,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3188\/revisions\/4913"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}