{"id":3192,"date":"2017-12-11T06:00:00","date_gmt":"2017-12-11T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2017\/12\/11\/degroof-petercam-am-fuer-die-schweiz-ist-ein-freier-welthandel-wichtiger-denn-je\/"},"modified":"2020-01-23T15:04:09","modified_gmt":"2020-01-23T14:04:09","slug":"degroof-petercam-am-fuer-die-schweiz-ist-ein-freier-welthandel-wichtiger-denn-je","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/degroof-petercam-am-fuer-die-schweiz-ist-ein-freier-welthandel-wichtiger-denn-je\/","title":{"rendered":"Degroof Petercam AM: F\u00fcr die Schweiz ist ein freier Welthandel wichtiger denn je"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ausblick 2018: Globales Makrobild zwischen Licht und Schatten<span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">&#8230;.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong><strong>Hans Bevers<\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schweizer Exporte profitieren von Franken-Abwertung \u2013 Als die am f\u00fcnft st\u00e4rksten globalisierte Volkswirtschaft der Welt steht f\u00fcr die Schweiz einiges auf dem Spiel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausblick 2018: Zyklischer globaler Aufschwung bleibt stabil &#8211; Indikatoren deuten auf eine fortgesetzte weltweite Erholung in 2018<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Notenbanken werden geldpolitische Stimuli weiter langsam zur\u00fcckfahren &#8211; Eine reale Zinserh\u00f6hung hat bislang aber noch nicht stattgefunden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrungsinterventionen st\u00fctzen Schweizer Exporte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Fr\u00fchjahr 2017 setzte der \u201eEconomist\u201c die Schweiz auf Position 1 der weltweit gr\u00f6ssten W\u00e4hrungsmanipulatoren. Dies geschah auf Grundlage einer alle 6 Monate durchgef\u00fchrten Untersuchung des US-amerikanischen Treasury Department. \u00abEs liegt auf der Hand, dass die Schweiz in massive W\u00e4hrungsmanipulationen involviert war, trotz eines grossen Leistungsbilanz\u00fcberschusses. Dies war eher angesetzt, um der \u00dcberbewertung des Franken und deflation\u00e4ren Tendenzen entgegenzuwirken, als die Exporte zu f\u00f6rdern\u00bb, sagt Hans Bevers, Chef\u00f6konom bei Degroof Petercam AM. \u00abDoch hat die Abwertung des Franken die Schweizer Exporte in den letzten Monaten deutlich befl\u00fcgeln k\u00f6nnen. Mit Blick auf den zunehmenden Protektionismus in der Welt steht f\u00fcr die exportorientierte Schweiz einiges auf dem Spiel. Immerhin ist die Schweiz die am f\u00fcnft st\u00e4rksten globalisierte Volkswirtschaft der Welt. Sicherlich haben die Eidgenossen ein starkes Interesse an einer Fortsetzung des bisher in weiten Teilen offenen Welthandels\u00bb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Intakter, zyklischer Aufschwung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abDie Weltwirtschaft wird sich in 2018 weiter erholen und die Inflation wird leicht anziehen. Die Notenbanken werden ihren bereits eingeschlagenen Weg der geldpolitischen Straffung fortsetzen\u00bb, fasst Hans Bevers die Makro-Einsch\u00e4tzung des belgischen Verm\u00f6gensverwalters f\u00fcr das kommende Jahr zusammen. \u00abDie Indikatoren zeigen an, dass das Vertrauen der wirtschaftlichen Akteure rund um den Globus weiterhin hoch bleiben wird. Das weltweite Wachstum wird in 2018 somit oberhalb des potenziellen Wachstums liegen. Der Optimismus in der Weltwirtschaft und der damit verbundene stabile zyklische Aufw\u00e4rtstrend verschafft den Notenbanken einen komfortablen monet\u00e4ren Handlungsspielraum\u00bb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch auf der Ebene der Unternehmen bleiben die Aussichten \u2013 vor allem in den Vereinigten Staaten und Europa &#8211; positiv. Und zwar in Form steigender Margen und h\u00f6herer Gewinne. Das nimmt den Druck auf den Arbeitsmarkt und \u00dcberkapazit\u00e4ten. Dieses Umfeld l\u00e4sst zu, dass die Preise leicht steigen k\u00f6nnen. Nur sehr wenig Beitrag kommt dabei vom \u00d6l. \u00abTrotz der lebhaften Weltkonjunktur erwarten wir keine signifikanten Preissteigerungen beim \u00d6l. Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr eine globale Rezession innert der n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monate liegt aus unserer Sicht bei nur 10 Prozent\u00bb, betont Hans Bevers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>US-Fed: Erst auf dem Weg zur Straffung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Umfeld spielt den Zentralbanken in die H\u00e4nde, die ihren bisherigen expansiven geldpolitischen Kurs langsam verlassen wollen. Hier gibt es aber noch grosse regionale Unterschiede. Obwohl die US-Notenbank Fed den Leitzins in den vergangenen Monaten mehrfach leicht angehoben hat, muss man feststellen, dass eine reale Zinserh\u00f6hung in den Vereinigten Staaten noch gar nicht stattgefunden hat. Denn abz\u00fcglich der Inflation liegt der Zinssatz, der beabsichtigtes Sparen und geplante Investments zusammen bringen soll, noch bei etwa null Prozent. \u00abDer tats\u00e4chliche Straffungsprozess l\u00e4sst also in den USA immer noch auf sich warten. Der k\u00f6nnte 2018 allerdings zur Realit\u00e4t werden, da wir mit insgesamt drei Zinserh\u00f6hungsschritten der Fed rechnen\u00bb, sagt Hans Bevers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>EZB: Lockerungsmodus und (k)ein Ende?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders als die Federal Reserve wird die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) auch in 2018 ihren monet\u00e4ren Lockerungskurs vorerst beibehalten. W\u00e4hrend Zinserh\u00f6hungen bislang nicht zur Debatte stehen, hat Mario Draghi zumindest in Aussicht gestellt, die Fortsetzung der Anleihek\u00e4ufe im Herbst 2018 neu zu \u00fcberdenken. Ein wichtiges Kriterium hierf\u00fcr ist der wirtschaftliche Aufschwung in Europa. Dieser gewinnt zwar an Breite, dennoch sind die \u00f6konomischen Unterschiede innert der Euro-Zone noch gross &#8211; auch mit Blick auf Lebensstandard, Arbeitslosigkeit und \u00f6ffentliche Verschuldung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Erfreuliche: Die europ\u00e4ischen Peripheriel\u00e4nder wachsen wieder, das Jobangebot nimmt Sektor \u00fcbergreifend zu und die Kreditvergabe an Unternehmen und Privathaushalte l\u00e4uft weitgehend reibungslos. Trotz dieser positiven Signale steht Europa mit vielen strukturellen Problemen weiterhin vor grossen Herausforderungen: So sind weite Teile der jungen Bev\u00f6lkerung ohne Job oder hinreichende Bildung bzw. Ausbildung. Auch das Chancengef\u00e4lle bei der Jobsuche zwischen Arm und Reich bleibt immens. \u00abDie EZB hat viel zu verlieren, wenn sie die Zinsen zu schnell zu stark anhebt. Wir gehen davon aus, dass die EZB nicht vor Fr\u00fchjahr 2019 erste Zinsanpassungen nach oben vornehmen wird\u00bb, betont Hans Bevers<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gefahrenherde am Horizont<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenngleich das globale Makrobild insgesamt zur Zuversicht einl\u00e4dt, gibt es zahlreiche Gefahren f\u00fcr Konjunktur und Finanzm\u00e4rkte. Hierzu z\u00e4hlen die mittlerweile relativ hohen Aktienbewertungen in den entwickelten M\u00e4rkten, wie den USA und Europa. Dort liegen die Kurs-Gewinn-Verh\u00e4ltnisse bei 24 bzw. 17. \u00abBei h\u00f6heren Bewertungen spielt die Psychologie erfahrungsgem\u00e4ss eine grosse Rolle. Wenn Anleger in diesen M\u00e4rkten in der Breite nerv\u00f6s werden, hat dies nat\u00fcrlich Auswirkungen auf die globalen Finanzm\u00e4rkte\u00bb, erkl\u00e4rt Hans Bevers.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend viele Schwellenl\u00e4nder zum derzeitigen globalen Aufschwung beitragen, erkennt der Experte f\u00fcr 2018 jedoch einige Fragezeichen am Horizont. In zahlreichen asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Emerging Markets stehen Wahlen an \u2013 mit ungewissem Ausgang mit Blick auf die zuk\u00fcnftige Wirtschafts- und Fiskalpolitik.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>China als globales Schl\u00fcsselrisiko<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders skeptisch sieht Hans Bevers derzeit China. F\u00fcr ihn ist das Reich der Mitte eines der gr\u00f6ssten Risiken f\u00fcr die globale Wirtschaft. Denn Chinas Wachstumsdynamik hat nachgelassen. Gleichzeitig hat sich das Kreditvolumen enorm aufgebl\u00e4ht. Die Bruttoverschuldung der \u00f6ffentlichen Hand, inklusive der Kosten f\u00fcr die Rekapitalisierung der Banken, liegt bei etwa 80 Prozent des chinesischen Sozialproduktes. \u00abMan muss sich fragen, ob bereits eine Kreditblase entstanden ist. Kritisch sehe ich ausserdem, dass Chinas Kapitalm\u00e4rkte nach wie vor stark vom Staat kontrolliert werden sowie die von oben diktierte Wirtschaftspolitik nach dem Stop-and-Go-Prinzip. Ein Abschwung in China kann die Handelsvolumina und Rohstoffpreise weltweit nach unten dr\u00fccken. Dies allerdings nur begrenzt &#8211; in der Regel macht sich ein Wachstumsr\u00fcckgang in China nur zu einem Viertel im Rest der Welt bemerkbar\u00bb, sagt der \u00d6konom.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hard-Brexit kann ganze EU treffen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollten es die Briten nicht schaffen, den Zeitplan f\u00fcr die Austrittsverhandlungen mit der EU einzuhalten, droht ein Hard-Brexit. Dieser w\u00fcrde aufgrund der traditionell engen wirtschaftlichen Verflechtungen voraussichtlich nicht nur die britische Insel heftig treffen, sondern die ganze Europ\u00e4ische Gemeinschaft. Sollte ein harter Ausstieg tats\u00e4chlich kommen, k\u00f6nnten in Grossbritannien bis zu 520.000 und EU-weit sogar bis zu 1,2 Millionen Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Knackpunkt in Europa ist Italien. Die bevorstehenden Parlamentswahlen im Mai kommenden Jahres k\u00f6nnten das Land aufgrund der politischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse in die Sackgasse und damit zu einem politischen Stillstand f\u00fchren. Wichtige strukturelle Reformen w\u00fcrden dann nicht vorankommen. Diese w\u00e4ren dringend n\u00f6tig vor dem Hintergrund der stark unterdurchschnittlichen Produktivit\u00e4t der italienischen Wirtschaft. Sorgenkind bleibt auch der Finanzsektor mit einem im europ\u00e4ischen Vergleich \u00fcberdurchschnittlich hohen Anteil an notleidenden Krediten.<\/p>\n<p><strong>Ausblick f\u00fcr Wachstum und Inflation 2018 \/ 2019<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" size-full wp-image-4397\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/etfworld\/investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/11-12-17_DeGroofPetercam.png\" alt=\"11 12 17 DeGroofPetercam\" width=\"595\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/11-12-17_DeGroofPetercam.png 595w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/11-12-17_DeGroofPetercam-300x158.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<div class=\"row col-sm-12 nospace\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/div>\n<div class=\"nospace\">&nbsp;<\/div>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausblick 2018: Globales Makrobild zwischen Licht und Schatten&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4249,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[76],"tags":[],"class_list":["post-3192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ausblick-2018"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3192"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4911,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3192\/revisions\/4911"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4249"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}