{"id":3243,"date":"2018-01-21T23:00:00","date_gmt":"2018-01-21T23:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2018\/01\/21\/hoch-hoeher-euro\/"},"modified":"2020-01-24T16:00:39","modified_gmt":"2020-01-24T15:00:39","slug":"hoch-hoeher-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/hoch-hoeher-euro\/","title":{"rendered":"\u201eHoch, h\u00f6her, Euro?\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die B\u00f6rsen sind freundlich ins neue Jahr gestartet. Vieles spricht daf\u00fcr, dass sich der Aufschwung der Weltwirtschaft verl\u00e4ngert und die Unternehmensgewinne ordentlich sprudeln. &#8230;..<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Von Ann &#8211; Katrin Petersen Vice President,  Global Economics &amp; Strategy<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">In aller Munde ist gegenw\u00e4rtig jedoch vielmehr die kr\u00e4ftige Aufwertung des Euro-Wechselkurses auf ein neues Drei-Jahres-Hoch nahe der Marke von 1,23 US-Dollar. Handelsgewichtet legte die Gemeinschaftsw\u00e4hrung binnen Wochenfrist um \u00fcber 1% zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Insbesondere zwei Faktoren haben den Euro j\u00fcngst befl\u00fcgelt:<\/strong><\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Das von den M\u00e4rkten als \u201efalkenhaft\u201c interpretierte Sitzungsprotokoll der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) vom vergangenen Donnerstag belebte Zinserh\u00f6hungsfantasien wieder, die auch an den Staatsanleihenm\u00e4rkten der Eurozone nicht spurlos vor\u00fcbergingen.<\/li>\n<li>Der vermeintliche Durchbruch bei den Sondierungsgespr\u00e4chen in Berlin verbesserte auch die Aussichten auf eine institutionelle Reform des Euroraums im Sinne des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron (Stichwort \u201eEuroraum-Budget\u201c, \u201eGeld gegen Strukturreformen\u201c). Zur Erinnerung: Bereits im vergangenen Jahr war die sinkende politischen Unsicherheit ein wesentlicher Treiber der Euro-Aufw\u00e4rtsbewegung gewesen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine \u00fcberzogene Marktreaktion?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fundamentale Wechselkursmodelle lassen zwar auf einen mittelfristig \u201efairen Wert\u201c des Euro von \u00fcber 1,20 US-Dollar schlie\u00dfen. \u201eZu viel, zu fr\u00fch!\u201c, argumentiert jedoch so mancher Beobachter. Schlie\u00dflich spricht in der k\u00fcrzeren Frist der eingeschlagene Kurs der US-Notenbank Fed \u2013schrittweise Leitzinserh\u00f6hungen und Abschmelzen der Bilanzsumme \u2013 und der damit verbundene US-Renditevorsprung am Anleihemarkt f\u00fcr sich genommen f\u00fcr einen festeren US-Dollar. Sollten die beschlossenen Steuersenkungen in einer \u00dcberhitzung der US-Wirtschaft resultieren, w\u00fcrde die Notwendigkeit zus\u00e4tzlicher Zinsschritte sogar steigen. Gleichzeitig ist zwar eine allm\u00e4hliche Anpassung der EZBKommunikation (\u201eForward Guidance\u201c) wahrscheinlich. Anleger sollten jedoch nicht dem Irrglauben verfallen, dass die Leitzinswende im Euroraum schon in K\u00fcrze bevorst\u00fcnde. Mit anderen Worten: Der Renditehunger k\u00f6nnte die Anleger zur\u00fcck in den Dollar treiben. Kurzfristig k\u00f6nnten daher die Kursrisiken f\u00fcr den Euro \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Oder ist \u201eTechnik\u201c Trumpf?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar l\u00e4sst auch die optimistische Stimmung, die sich in den extrem hohen spekulativen Euro-\u201eLong\u201cPositionen widerspiegelt, das j\u00fcngste Kaufsignal \u00fcber 1,21 US-Dollar als noch nicht nachhaltig erscheinen (siehe unsere Grafik der Woche). Allerdings hat das Wechselkurspaar im langfristigen Trendwendeprozess einen nicht zu untersch\u00e4tzenden, entscheidenden Schritt hin zu einer fortgesetzten Euro-St\u00e4rke get\u00e4tigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong> In der kommenden Handelswoche l\u00e4sst ein gut gef\u00fcllter Datenkalender neue Impulse nicht nur f\u00fcr das internationale Wechselkursgef\u00fcge erwarten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Konjunktur:<\/strong> Zur Wochenmitte richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf die erste Januar-Sch\u00e4tzung der Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr die USA und den Euroraum. Eine st\u00e4rker eingetr\u00fcbte Stimmung w\u00fcrde angesichts der vorherrschenden konjunkturellen Zuversicht mit Entt\u00e4uschung aufgenommen. In welchem Ausma\u00df die Brexit-Unsicherheit sich in den britischen Wachstumszahlen f\u00fcr das vierte Quartal niedergeschlagen hat, etwa in Form einer verhalteneren Investitionst\u00e4tigkeit, wird am Freitag bekannt gegeben. Die moderat positive Datenlage in den letzten Wochen spricht gegen eine negative \u00dcberraschung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unternehmensergebnisse:<\/strong> Die Berichtssaison zum vierten Quartal nimmt allm\u00e4hlich Fahrt auf. In den USA haben bislang \u00fcber 77% der vorgelegten Unternehmensgewinne (S&amp;P 500) positiv \u00fcberrascht. Gleichzeitig sind die Erwartungen f\u00fcr das Jahr 2018 seit der beschlossenen Steuersenkung sprunghaft angestiegen. F\u00fcr die Quartalsergebnisse und Ausblicke im Euroraum d\u00fcrfte die EuroSt\u00e4rke \u2013 sie senkt die preisliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Exporteuren \u2013 bei Analysten keine Hauptrolle spielen. Zu Recht: Die Internationalisierung der Produktionsprozesse (ausl\u00e4ndische Vorleistungsanteile), der hohe Anteil des Intra-EWU-Handels und die robuste Entwicklung der Binnennachfrage im Euroraum schirmen von der Wechselkursentwicklung ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Politik:<\/strong> Am Samstag muss sich der US-Kongress auf einen Haushaltsentwurf f\u00fcr das laufende Fiskaljahr einigen, um einen Regierungsstillstand zu vermeiden. Die erwartete Einigung in letzter Minute k\u00f6nnte jedoch ebenso ger\u00e4uschlos an den M\u00e4rkten vor\u00fcbergehen wie die Sitzungen von Eurogruppe (Mo) und EcoFin-Rat (Di), in deren Rahmen die Vollendung der Bankenunion und die Schaffung eines \u201eEurop\u00e4ischen W\u00e4hrungsfonds\u201c vorangetrieben werden sollen. Dagegen k\u00f6nnte ein nicht g\u00e4nzlich auszuschlie\u00dfender R\u00fcckschlag bei den deutschen Koalitionsverhandlungen \u2013 etwa ein \u201eNein\u201c beim SPD-Bundesparteitag (So) \u2013 dem Euro einen R\u00fccksetzer verpassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geldpolitik:<\/strong> Die Bank of Japan d\u00fcrfte ihren Kurs unver\u00e4ndert lassen (Di). Trotz Konjunkturaufschwung bleibt das 2%-Inflationsziel in weiter Ferne. Das Kredit- und Geldmengenwachstum im Euroraum sowie der Survey of Professional Forecasters (Fr) d\u00fcrften hingegen die Zuversicht der EZB in die Wirksamkeit ihrer Geldpolitik unterf\u00fcttern. Anleger, die bei der n\u00e4chsten EZB-Ratssitzung (Do) einen deutlichen verbalen Schwenk erwarten, d\u00fcrften aber entt\u00e4uscht werden. Geringf\u00fcgige \u00c4nderungen bei der Forward Guidance sind denkbar \u2013 etwa der Verzicht auf den Hinweis auf eine m\u00f6gliche Ausweitung von QE bei einer ung\u00fcnstigen Entwicklung \u2013 werden  aber nicht f\u00fcr Verbl\u00fcffung sorgen, dreht sich die Debatte doch vielmehr um das Enddatum der K\u00e4ufe. Mit der ersten Zinserh\u00f6hung d\u00fcrfte sich die EZB bis zum Jahr 2019 Zeit lassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt lehren die Wechselkursausschl\u00e4ge, dass die geldpolitische Normalisierung an den M\u00e4rkten wohl nicht ganz reibungslos und damit schwankungsreicher erfolgen wird. Ein Umfeld, in dem weiterhin das Fingerspitzengef\u00fchl aktiver Fondsmanager gefragt ist.<\/p>\n<p>Source: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die B\u00f6rsen sind freundlich ins neue Jahr gestartet. 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