{"id":3282,"date":"2018-02-12T07:00:00","date_gmt":"2018-02-12T07:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2018\/02\/12\/st-galler-kantonalbank-die-angst-vor-hoeheren-zinsen-ist-uebertrieben\/"},"modified":"2020-01-24T13:02:05","modified_gmt":"2020-01-24T12:02:05","slug":"st-galler-kantonalbank-die-angst-vor-hoeheren-zinsen-ist-uebertrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/st-galler-kantonalbank-die-angst-vor-hoeheren-zinsen-ist-uebertrieben\/","title":{"rendered":"St.Galler Kantonalbank: Die Angst vor h\u00f6heren Zinsen ist \u00fcbertrieben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Angst vor einem starken Anstieg der Inflation und damit deutlich h\u00f6heren Zinsen hat die Anleger erfasst und die Aktienkurse 10% fallen lassen. Deutlich h\u00f6here Inflationsraten sind effektiv eine Gefahr f\u00fcr die M\u00e4rkte. &#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #00ccff;\">Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld <a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=107\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong>Click here to register for your free copy<\/strong><\/span><\/a><a href=\"http:\/\/www.bond-world.de\/index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><span style=\"color: #00ccff;\"><strong> <\/strong><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Thomas Stucki ist CIO der St.Galler Kantonalbank<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">An diesem Punkt sind wir aber noch nicht. Die Reaktion der Obligationen- und Aktienm\u00e4rkte auf etwas h\u00f6here Stundenl\u00f6hne in den USA ist reichlich \u00fcbertrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Stimmungsbruch bei den Anlegern war ein Anstieg der durchschnittlichen Lohnsteigerung in den USA im Januar auf 2.9%. Die monatlichen Schwankungen in dieser Erhebung sind aber gross und werden durch die Zusammensetzung der Datenbasis beeinflusst. Im Januar fallen \u00fcblicherweise die Zusatzstellen im Detailhandel f\u00fcr das Weihnachtsgesch\u00e4ft weg. Zudem werden je nach Wetter Stellen in der Baubranche vor\u00fcbergehend gestrichen. Beide Sektoren sind Tieflohnbereiche. Fallen diese weg, steigt der durchschnittliche Stundenlohn, ohne dass der Lohndruck in der Wirtschaft insgesamt zunimmt. Dass die L\u00f6hne in den USA mit der Zeit steigen werden, ist angesichts der tiefen Arbeitslosigkeit anzunehmen. Von den in den USA in guten Zeiten \u00fcblichen Lohnanstiegen von 3.5% bis 4.0% sind wir aber noch weit entfernt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Inflationserwartungen im Zielbereich <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kursrutsch bei den Aktien wird mit Inflations\u00e4ngsten und der Erwartung deutlich schnellerer Zinserh\u00f6hungen durch die Fed begr\u00fcndet. Die aus den Preisen inflationsgesch\u00fctzter Anleihen berechneten Inflationserwartungen sind angestiegen. Sie steigen aber bereits seit dem letzten Herbst an und bis Anfang Februar hat das niemanden interessiert. Zudem befinden sich die langfristigen Inflationserwartungen heute auf dem Niveau, dass sie bereits vor einem Jahr hatten, bevor sie bis in den Sommer hinein wieder gesunken sind. Das von der Fed bevorzugte Mass der Inflationserwartung in f\u00fcnf Jahren f\u00fcr die folgenden f\u00fcnf Jahre bewegt sich mit 2.20% auf einem Niveau, dass ziemlich genau dem Zielwert der Fed entspricht. Es gibt daher keinen Grund f\u00fcr Hektik bei der amerikanischen Zentralbank. Sie wird den eingeschlagenen Weg der graduellen Zinserh\u00f6hungen weiterverfolgen und in diesem Jahr die Zinsen in drei bis maximal vier Schritten auf knapp \u00fcber 2% anheben. Dieses Niveau wird die US-Wirtschaft nicht abw\u00fcrgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Aktien und Zinsen:<\/strong> <strong>Zwei verschiedene Anlageinstrumente<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aktienm\u00e4rkte kamen letzte Woche immer wieder unter Druck, wenn die Rendite der 10-j\u00e4hrigen US-Treasury-Note gestiegen ist. Seit Anfang Jahr hat sich diese von 2.40% auf 2.85% erh\u00f6ht. Die ersten 0.30% dieses Anstiegs haben die B\u00f6rsen nicht beeindruckt. Erst als die Marke von 3.00% als Damoklesschwert f\u00fcr die Aktien ins Spiel gebracht wurde, war der Schrecken da. Es gib keinen Grund, warum eine Rendite von 3% ein Problem ist und zu grossen Transfers aus den Aktienm\u00e4rkten in die Obligationen f\u00fchren sollte. Aktien und Staatsanleihen sind zwei grunds\u00e4tzlich verschiedene Anlageinstrumente. Sollte es aus Angst zu dieser Bewegung kommen, werden die Renditen der Treasuries als sicherer Hafen zudem wieder sinken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Steigende Zinsen sind nicht per Definition ein schlechtes Signal f\u00fcr Aktien. Schwierig wird es, wenn der Zinsanstieg unerwartet kommt, wie dies 2004 war, als die Fed \u00fcberraschend die Zinsen erh\u00f6ht hat. 2013 haben die Aktien auch negativ auf den \u00abTapering-Shock\u00bb von Ben Bernanke reagiert. In beiden F\u00e4llen haben sich die Aktienkurse rasch wieder erholt, da die steigenden Zinsen ein Zeichen daf\u00fcr waren, dass sich die Wirtschaft verbesserte. Entscheidend f\u00fcr die Aktienm\u00e4rkte sind zudem nicht die Renditen der langfristigen Obligationen, sondern die kurzfristigen Finanzierungsbedingungen, die durch die Fed bestimmt werden. Deshalb haben die Aktien in Phasen mit steigenden Zinsen oft \u00fcber l\u00e4ngere Zeit noch eine gute Kursentwicklung erlebt.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Angst vor einem starken Anstieg der Inflation und damit deutlich h\u00f6heren Zinsen hat die Anleger erfasst und die Aktienkurse 10% fallen lassen. 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