{"id":3301,"date":"2017-07-17T22:00:00","date_gmt":"2017-07-17T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/07\/17\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-das-ende-der-ultralockeren-geldpolitik\/"},"modified":"2017-07-17T22:00:00","modified_gmt":"2017-07-17T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-das-ende-der-ultralockeren-geldpolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-das-ende-der-ultralockeren-geldpolitik\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Das Ende der ultralockeren Geldpolitik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem deutsch-franz\u00f6sischen Ministertreffen in der vergangenen Woche wollte Merkel vor allem eines: eine neue Harmonie zwischen Paris und Berlin demonstrieren&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege f\u00fcr Deutschland, \u00d6sterreich und Osteuropa<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich sp\u00fcrt man bei der deutschen Kanzlerin die Erleichterung, in Frankreich wieder einen Partner an ihrer Seite zu wissen, mit dem sie eine \u00e4hnliche Sicht auf die Probleme der Eurozone und die m\u00f6glichen L\u00f6sungsans\u00e4tze teilt. Merkel unterstrich die Einigkeit auch durch ihre grunds\u00e4tzliche Bereitschaft, zuk\u00fcnftig die Pl\u00e4ne f\u00fcr einen Eurozonen-Finanzminister sowie ein Eurozonen-Budget zu unterst\u00fctzen. F\u00fcr Macron stehen diese Pl\u00e4ne zur Vertiefung der W\u00e4hrungsunion, deren Umsetzung er bereits als Wirtschaftsminister unter Hollande forderte, vor allem f\u00fcr mehr Solidarit\u00e4t und Vergemeinschaftung. Merkel scheint sich aber auch noch aus einem anderen Grund f\u00fcr diese Form der Integration erw\u00e4rmen zu k\u00f6nnen: Kontrolle. Denn die Vergabe von Mitteln aus einem Euro-Haushalt w\u00e4re wohl stets an Bedingungen wie Haushaltsdisziplin gekn\u00fcpft. Letztlich k\u00fcndigte Merkel letzte Woche \u201e\u00dcberraschungen\u201c f\u00fcr nach der Bundestagswahl an, die wohl auch die Reformierung der Eurozone betreffen d\u00fcrften. Will man eine erfolgreiche und stabile W\u00e4hrungsunion schaffen, geh\u00f6rt wohl in der Tat ein h\u00f6heres Ma\u00df an interstaatlicher Solidarit\u00e4t dazu. Da jedoch auch der deutsche Steuerzahler einen gro\u00dfen Teil eines etwaigen Euro-Haushaltes finanzieren w\u00fcrde, bleibt die Frage, ob der W\u00e4hler hierzulande Lust auf \u00dcberraschungen hat. <br \/>&nbsp;<br \/>Die gestern angebrochene Woche steht derweil abermals im Zeichen der Notenbanken. Am Donnerstag kommt die Europ\u00e4ische Zentralbank zusammen und ber\u00e4t \u00fcber ihre Geldpolitik. Wie auch auf den letzten Sitzungen wird es wieder auf Nuancen beziehungsweise minimale \u00c4nderungen in der Kommunikationspolitik der Notenbank ankommen. Das Hauptaugenmerk wird am Donnerstag auf der Frage liegen, ob Draghi den Markt auf eine \u201eTapering\u201c-Ank\u00fcndigung im September vorbereitet. So k\u00f6nnte der EZB-Chef m\u00f6glicherweise die Passage aus dem Pressestatement streichen, wonach eine Ausweitung des Ankaufvolumens \u00fcber die gegenw\u00e4rtigen 60 Milliarden Euro pro Monat hinaus eine theoretische M\u00f6glichkeit darstellt. Da die EZB ihre Rhetorik in den letzten Wochen und Monaten ganz offensichtlich in geplanter Art und Weise sukzessive gestrafft hat, stehen die Chancen f\u00fcr diese Anpassungen am Donnerstag durchaus gut. Sollte sich Draghi diese Woche jedoch gegen diese Vorank\u00fcndigung entscheiden, w\u00e4re eine n\u00e4chste Gelegenheit das traditionelle Notenbanker-Treffen in Jackson Hole gegeben. Das letzte Mal als der EZB-Chef im Jahr 2014 dort zu Gast war, k\u00fcndigte er indirekt das QE-Programm an. Sollte Draghi Wert auf Symbolik legen, w\u00fcrde er das \u201eTapering\u201c wohl auch erst dort verk\u00fcnden und nicht schon n\u00e4chste Woche. <br \/>&nbsp;<br \/>In den USA stellt sich dieser Tage nicht nur die Frage, wann die US-Notenbank mit ihrer Bilanzverk\u00fcrzung beginnt (der September erscheint uns hierf\u00fcr der wahrscheinlichste Monat zu sein), sondern auch immer mehr die Frage, ob und wenn ja, von wem Janet Yellen im Amt der Fed-Chefin beerbt wird. Sollte Donald Trump Yellen nach Februar 2018 keine zweite Amtszeit als Fed-Chefin zugestehen \u2013 was noch l\u00e4ngst keine ausgemachte Sache ist \u2013, mehren sich die Spekulationen, dass Gary Cohn ihr Nachfolger werden k\u00f6nnte. Cohn ist oberster Wirtschaftsberater von Trump und somit schon quasi per Definition ein Kandidat f\u00fcr die Yellen-Nachfolge, denn sehr h\u00e4ufig waren USNotenbank-Chefs zuvor im Wei\u00dfen Haus beratend t\u00e4tig. Allerdings blickt Cohn anders etwa als Yellen <br \/>oder Bernanke auf keine akademische, sondern auf eine Investmentbankerkarriere zur\u00fcck. F\u00fcr Trump, der den Kandidaten nominieren darf, aber sicher kein Hinderungsgrund. Zumal Cohn auch als Deregulierungsbef\u00fcrworter gilt. Bekannt ist jedoch auch, dass er die aktuelle Geldpolitik von Yellen im Grundsatz guthei\u00dft. Gro\u00dfe Kurs\u00e4nderungen w\u00e4ren unter ihm daher wohl nicht zu erwarten. Aber ob er es tats\u00e4chlich wird? Abwarten! <br \/>&nbsp;<br \/>Neben der EZB treffen sich diese Woche auch die Notenbanker in Japan. \u00c4hnlich wie in Europa beobachten wir in Japan gegenw\u00e4rtig ein vergleichsweise robustes Wachstum bei weiterhin niedriger Inflation. Allerdings ist der Preisauftrieb im Land der aufgehenden Sonne selbst von dem in der Eurozone noch ein gutes St\u00fcck weit entfernt: Die Kerninflationsrate liegt aktuell gerade einmal bei 0,4 Prozent. Anders als in den USA und Europa ist das Ende der ultralockeren Geldpolitik in Japan somit noch kein Thema. Die Notenbank in Japan wird in dieser Woche daher aller Voraussicht nach die F\u00fc\u00dfe still halten. <br \/>&nbsp;<br \/><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Anleger?<\/strong> <br \/>&nbsp;<br \/>Der September kristallisiert sich immer mehr als der \u201eHigh-Noon-Monat\u201c der Geldpolitik heraus. Ein m\u00f6gliches \u201eTapering\u201c in der Eurozone und der Beginn der Bilanzreduzierung in den USA stehen bevor. Die Rentenm\u00e4rkte haben diese beiden Ereignisse in Form h\u00f6herer Zinsen seit Ende Juni zum Teil eingepreist. Da beide Ereignisse allerdings auch noch mit recht hoher Unsicherheit versehen sind, k\u00f6nnten weitere Zinsanstiege folgen, falls EZB und Fed tats\u00e4chlich ernst machen. Rentenmarktexposures sollten entsprechend auf diese Ereignisse vorbereitet werden. <br \/>&nbsp;<br \/>An den Aktienm\u00e4rkten herrscht dieser Tage vor allem in den USA gute Stimmung. Der Dow-JonesIndex sowie der S&amp;P 500 erklommen auch aufgrund guter Quartalsberichte amerikanischer Banken j\u00fcngst neue Allzeithochs. Aber auch global aufgestellte US-Konzerne, die (wie etwa der TechnologieSektor) stark von Auslandsums\u00e4tzen abh\u00e4ngen, profitieren vom schwachen Dollar und stehen aktuell besonders gut da. Europ\u00e4ischen Aktien fehlte zuletzt hingegen ein klarer Kurstreiber. Au\u00dferdem steckt den Anlegern offenbar noch der Ausverkauf von Ende Juni in den Knochen. <br \/>&nbsp;<br \/>F\u00fcr japanische Aktien bleibt das Umfeld dank der ultralockeren Geldpolitik einerseits und der erfreulichen Konjunkturentwicklung in Japan andererseits sehr positiv, sodass wir hier an unserer Empfehlung festhalten, japanischen Aktien innerhalb des Aktienportfolios ein \u00dcbergewicht beizumessen. <br \/>&nbsp;<br \/>Die Entwicklung britischer Aktien wird in dieser Woche hingegen abermals vom Thema Brexit bestimmt. Mit dem Beginn der zweiten Runde der Verhandlungen geht es nun ans Eingemachte. Das einzige was bis dato klar ist, ist das nichts gekl\u00e4rt ist. Von einem \u201eSoft Brexit\u201c bis zu einem \u201eNo-Deal\u201cSzenario mit \u201eHard Brexit\u201c scheint weiterhin alles m\u00f6glich. Diese Unsicherheit belastet die Investitionen und den Konsum im K\u00f6nigreich und somit auch die dortigen Aktienm\u00e4rkte. Wir bleiben bei Aktien aus UK daher weiter zur\u00fcckhaltend.<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem deutsch-franz\u00f6sischen Ministertreffen in der vergangenen Woche wollte Merkel vor allem eines: eine neue Harmonie zwischen Paris und Berlin demonstrieren&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-3301","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3301\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}