{"id":3353,"date":"2017-08-28T22:00:00","date_gmt":"2017-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/index.php\/2017\/08\/28\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-wie-heiss-wird-der-september\/"},"modified":"2017-08-28T22:00:00","modified_gmt":"2017-08-28T22:00:00","slug":"blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-wie-heiss-wird-der-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/blackrock-aktueller-blick-auf-die-maerkte-wie-heiss-wird-der-september\/","title":{"rendered":"BlackRock : Aktueller Blick auf die M\u00e4rkte &#8211; Wie hei\u00df wird der September?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Mit Ende des Sommers tritt an den Finanzm\u00e4rkten gern mal eine Phase erh\u00f6hter Nervosit\u00e4t ein&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p><strong>Von Dr. Martin L\u00fcck, Leiter Kapitalmarktstrategie f\u00fcr Deutschland, die Schweiz, \u00d6sterreich&nbsp; und Osteuropa&nbsp;<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit Ende des Sommers tritt an den Finanzm\u00e4rkten gern mal eine Phase erh\u00f6hter Nervosit\u00e4t ein. Zum Teil liegt das an der Historie, denn schon oft hat es im September Ereignisse gegeben, welche die bis dato erzielte Performance radikal verschlechterten \u2013 zu denken nur an 9\/11 oder die Lehman-Pleite 2008 \u2013 und den September zu einem Monat mit eher zweifelhaften Ruf machten. Zum Teil mag dies auch daran liegen, dass bis zum Sommer akzeptierte Gewinnerwartungen im September, nach dem Ende der Berichtssaison f\u00fcr das zweite Quartal, gern in Frage gestellt werden. Zumindest an dieser Front gibt es 2017 Entwarnung, denn das synchronisierte Wachstum quasi rund um den Planeten d\u00fcrfte f\u00fcr stabile Gewinnsch\u00e4tzungen f\u00fcr den Rest des Jahres sorgen. Ungemach droht eher von anderer Seite.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sind zun\u00e4chst die Zentralbanken. Vermutlich wird die Fed sehr bald verlauten lassen, wie stark sie demn\u00e4chst ihre Bilanzsumme verk\u00fcrzen will und ob sie in diesem Jahr noch einmal die Zinsen erh\u00f6ht. Bei der EZB ist eher die Frage, ab wann das Tempo des Anleihekaufprogrammes (QE) verlangsamt wird und ggf. um wie viel. Zu beiden Fragekomplexen hatten sich Marktbeobachter Aufschluss erhofft, denn die beiden beteiligten Zentralbankchefs befanden sich auf der Rednerliste der Zentralbankerkonferenz in Jackson Hole Ende letzter Woche. In der Tat sprachen auch beide, vermieden aber Aussagen zur Geldpolitik. Janet Yellen erinnerte \u2013 durchaus mit Fingerzeig gegen\u00fcber dem Wei\u00dfen Haus \u2013 an die Segnungen strafferer Finanzmarktregulierung, Mario Draghi lobte vor allem den Erfolg der bisherigen EZB-Ma\u00dfnahmen und stellte klar, dass Europa noch lange sehr lockere Geldpolitik brauchen wird. Wichtig aus Sicht der M\u00e4rkte war aber nicht so sehr, was Yellen und Draghi sagten, sondern eher, was sie nicht sagten. Allein daraufhin, dass Draghi die starke und aus Sicht der EZB unerw\u00fcnschte Aufwertung des Euro gegen\u00fcber dem US-Dollar unerw\u00e4hnt lie\u00df, stieg die europ\u00e4ische W\u00e4hrung um knapp einen Cent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Befindet sich die Geldpolitik also auf beiden Seiten des Atlantik im Selbstfindungsmodus, r\u00fcsten sich in Washington D.C. die fiskalpolitischen Entscheider zum Kampf. Bis sp\u00e4testens 1. Oktober muss n\u00e4mlich der US-Kongress den Haushalt 2018 beschlie\u00dfen (Appropriation Bill) oder das bestehende Gesetz verl\u00e4ngern (Continuing Resolution). Au\u00dferdem k\u00f6nnte Ende September, sp\u00e4testens wohl Anfang Oktober erneut die Schuldenobergrenze erreicht werden. Auch hier m\u00fcsste der Kongress eine Erh\u00f6hung beschlie\u00dfen. Normalerweise w\u00fcrden Anleger wohl davon ausgehen, dass eine Regierung mit Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses diese Situation sicher umschifft. Aber mit einem Pr\u00e4sidenten, der offen mit dem \u201agovernment shutdown\u2018, also der Einstellung von staatlichen Zahlungen f\u00fcr den Fall droht, dass der Kongress ihm die Mauer an der mexikanischen Grenze nicht genehmigt, ist eben nichts mehr normal. Auch innerhalb der republikanischen Partei hat das politische Durchsetzungsverm\u00f6gen Trumps inzwischen so arg gelitten, dass ein glattes Durchwinken seiner W\u00fcnsche nicht als selbstverst\u00e4ndlich gelten d\u00fcrfte. Es gibt in jedem Fall gen\u00fcgend Stolpersteine auf dem Weg zu einem neuen Haushaltsgesetz und einem h\u00f6heren Schuldendeckel. Angesichts der noch jungen Erfahrungen mit der Reaktion um die Schuldengrenze 2011 oder das Zahlungsmoratorium 2013 kann da durchaus Unruhe auf die Finanzm\u00e4rkte zukommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr die Anleger?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angesichts dieser Drohkulisse ist es beruhigend, dass die Bundestagswahl, ein weiteres nicht ganz unwichtiges Ereignis im September, nicht das Zeug zum Aufreger hat. Am kommenden Sonntag erh\u00e4lt Herausforderer Martin Schulz anl\u00e4sslich der TV-Debatte seine erste und vielleicht einzige Chance, Punkte gegen\u00fcber Angela Merkel gutzumachen. Die Kanzlerin, f\u00fcr die TV-Duelle nicht zu ihren st\u00e4rksten Disziplinen z\u00e4hlen, hat sich durch ein straffes Korsett des Fernsehformats bereits dagegen abgesichert, allzu deutlich gegen\u00fcber Schulz abzufallen. Wir glauben mithin nicht, dass das Duell der SPD entscheidend nutzen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ansonsten schauen wir in dieser Woche auf wichtige Inflationszahlen in Europa und den USA. In Europa wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex bei 1,4% erwartet, etwas st\u00e4rker als im Juli (1,3%). Allerdings d\u00fcrfte die Kerninflationsrate eher auf 1,2% nachgeben (von 1,3% im Juli). Durchwachsene Nachrichten also f\u00fcr die EZB. In den USA steht der Kerndeflator der Konsumausgaben auf dem Programm. Er sollte vom bisherigen Niveau von 1,5% nicht weiter abbr\u00f6ckeln, um die Fed auf Kurs zu halten. Letztere wird mit Sicherheit auch auf den Arbeitsbericht am Freitag schauen. Entt\u00e4uschende Zahlen etwa, also neue Jobs au\u00dferhalb der Landwirtschaft von weniger als 185.000 oder Lohnzuw\u00e4chse von weniger als 2,5%, w\u00fcrden die Markterwartungen einer entschlossen einbremsenden Fed wohl erheblich d\u00e4mpfen. &nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: AdvisorWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Ende des Sommers tritt an den Finanzm\u00e4rkten gern mal eine Phase erh\u00f6hter Nervosit\u00e4t ein&#8230;&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":4467,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[669],"tags":[86],"class_list":["post-3353","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-woechentlicher-marktkommentar","tag-blackrock-schweiz-ag"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3353","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3353"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3353\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3353"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3353"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3353"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}