{"id":4776,"date":"2020-01-17T09:46:59","date_gmt":"2020-01-17T09:46:59","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/?p=4776"},"modified":"2020-01-29T14:45:37","modified_gmt":"2020-01-29T13:45:37","slug":"allianz-gi-rucksetzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-rucksetzer\/","title":{"rendered":"Allianz GI : R\u00fccksetzer?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Wie hatten wir uns gefreut, dass die unter der Oberfl\u00e4che brodelnde (geo-)politische Unsicherheit zum Ausklang des alten Jahrzehntes abzunehmen schien.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Stefan Scheurer &#8211;  Director, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das britische Unterhaus verabschiedete das Gesetz zum Brexit-Deal und die Chance auf ein Teilabkommen im Handelskonflikt zwischen den USA und China nahm zusehends Formen an, welches mit der Unterzeichnung der Vereinbarung von beiden Seiten in der abgelaufenen Kalenderwoche ihren Abschluss fand. Zusammen mit einer weiter expansiven Geldpolitik globaler Notenbanken, der Hoffnung auf eine nachhaltige konjunkturelle Erholung und einer Jahresendrallye im R\u00fccken, waren die Voraussetzungen f\u00fcr einen verhei\u00dfungsvollen Start in das neue Jahrzehnt gegeben. Oder doch nicht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn mit den j\u00fcngst aufflammenden<strong> geopolitischen Spannungen<\/strong> zwischen dem Iran und den USA war die latente Sorglosigkeit an den globalen Kapitalm\u00e4rkten zwischenzeitlich wie weggeblasen. Das Gute: Die Risikoaversion im Zuge der j\u00fcngst aufflammenden geopolitischen Spannung zwischen dem Iran und den USA war von kurzer Dauer. Zwar stieg der<strong> \u00d6lpreis<\/strong> im Zuge einer h\u00f6heren Risikopr\u00e4mie innerhalb kurzer Zeit auf \u00fcber 70 US-Dollar pro Barrel \u2013 den h\u00f6chsten Stand seit Mai 2019 \u2013, doch \u00e4hnlich wie bei den Angriffen auf die \u00d6lanlagen in Saudi-Arabien, handelte der \u00d6lpreis innerhalb weniger Tage wieder auf den Niveaus wie zu Beginn des Jahres. Trotz weiterer Produktionsk\u00fcrzungen der OPEC-Staaten sind es die nach wie vor hohen \u00d6llagerbest\u00e4nde, die zu einem globalen Angebots\u00fcberhang f\u00fchren und den \u00d6lpreis fundamental in einer Spanne von 60-70 US-Dollar pro Barrel einpendeln lassen sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte jedoch eine h\u00f6here (geopolitische) Risikopr\u00e4mie mittelfristig eingepreist werden, k\u00f6nnte dies allerdings die noch fragile <strong>Konjunkturerholung<\/strong> d\u00e4mpfen. Zumindest scheinen die Stabilisierungsanzeichen zugenommen zu haben. Angef\u00fchrt von den <strong>USA<\/strong>, der <strong>Eurozone<\/strong> und wichtigen Schwellenl\u00e4ndern (inkl. <strong>China<\/strong>) verzeichnete unser Global Macro Breadth Index seinen ersten Anstieg in acht Monaten. Einkaufsmanagerindizes deuten eine positivere Gesch\u00e4ftsentwicklung an und es gibt erste<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anzeichen, dass sich der globale Warenhandel wie-der dynamischer entwickelt \u2013von besonderem Inte-resse sind hier die j\u00fcngsten Handelsdaten aus Chi-na, die sowohl auf der Export-als auch auf der Im-portseite eine Stabilisierung erkennen lassen. Im Zuge dessen wurden auch die Konsensprognosenf\u00fcr das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zum ersten Mal in 19 Monaten f\u00fcr eine Mehrzahl der von uns beobachteten L\u00e4nder angehoben. Trotz dieser von den Finanzm\u00e4rkten antizipierten Aufhellungs-tendenzen bestehen weiterhin Zweifel an einer deutlichen und nachhaltigen Beschleunigung der Weltwirtschaft. Die j\u00fcngste Verbesserung wurde haupts\u00e4chlich durch Stimmungsindikatoren getra-gen. Gleichzeitig bleibt der Ausblick f\u00fcr die globalen Unternehmensinvestitionen \u2013eine wesentliche Vo-raussetzung f\u00fcr st\u00e4rkeres Wirtschaftswachstum \u2013bestenfalls ged\u00e4mpft. So d\u00fcrfte die anstehende Berichtssaisonf\u00fcr das vierte Quartal 2019 mit ent-sprechender Aufmerksamkeit verfolgt werden.<\/p>\n<h6><strong>Die Woche Voraus<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die US-Berichtssaison in der kommenden Kalenderwoche an Fahrt aufnimmt,stehen in den USAaus Konjunktursicht vor allem zahlreiche Fr\u00fch-indikatoren im Mittelpunkt des Investoreninteresses. Neben dem Chicago Aktivit\u00e4tsindex (Di) sowie u.a. dem Kansas City Fed Index (Do), d\u00fcrfte vor allem der vorl\u00e4ufige Markit Einkaufsmanagerindex f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe (Fr) mit Spannung er-wartet werden. Dieser Einkaufsmanagerindex k\u00f6nn-te auch f\u00fcr dieEurozone von Interesse sein (Fr), k\u00f6nnte er doch die zuletzt einsetzende Verbesse-rung der makro\u00f6konomischen Datenlage in dieser Region untermauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend der ZEW-Konjunkturindex (Mo) f\u00fcr Deutschland Beachtung finden d\u00fcrfte, sollte des Augenmerk vor allem auf dem Zinsentscheid derEurop\u00e4ischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag liegen. Zwar ist nicht von ei-ner \u00c4nderung des aktuellen Zinsniveaus in der Eu-rozone auszugehen, doch k\u00f6nnte die Debatte um die neue geldpolitische Strategie der EZB an Fahrt gewinnen und deren Stand der \u00dcberpr\u00fcfung ein wichtiger Bestandteil der Pressekonferenz werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Asien richtet sich die Aufmerksamkeit insbesonde-re auf Japan. Die Bank of Japan (Di) d\u00fcrfte ihre der-zeitige Haltung in Bezug auf die W\u00e4hrungspolitik beibehalten. Zwar zog die Teuerung im November getrieben von der Mehrwertsteuererh\u00f6hung vom 1. Oktober von 0,2 % auf 0,5 % in der Jahresrate an. Gleichwohl bleibt der Preisdruck in Japan (Fr) aber unver\u00e4ndert weit hinter den Zielvorstellungen der japanischen Notenbank zur\u00fcck. Auf ihrer letzten Sitzung hielt sie an ihrer Einsch\u00e4tzung fest, dass sich die Wirtschaft auf einem moderaten Wachstums-pfad befinde, warntejedoch vor Abw\u00e4rtsrisiken f\u00fcr Japans Konjunktur im Jahr 2020. Die Handelsdaten f\u00fcr Dezember (Do) sowie der vorl\u00e4ufige Einkaufs-managerindex f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe (Fr) k\u00f6nnten hierzu neue Erkenntnisse liefern.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Active is.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die seit gut vier Monaten gestiegene Risikobereit-schaft \u2013die globalen Aktienm\u00e4rkte erklommen ein neues Allzeit-bzw. Jahreshoch nach dem N\u00e4chsten \u2013zeigt sich auch in der Positionierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anteil der B\u00e4ren hat sich laut der aktuellen Umfrage der Ame-rican Association of IndividualInvestors (AAII) im Monatsdurchschnitt fast halbiert. Put\/Call-Ratios deuten vor allem in den USA einen stark ausgepr\u00e4g-ten Optimismus. Auf der anderen Seite signalisieren technische Indikatoren, wie u.a. die Relative-St\u00e4rke-Indikatoren (RSI), einen zunehmend \u00fcberkauften Markt. \u00dcberraschend dagegen sind die nach wie vor starken Nettomittelzufl\u00fcsse in globale Anleihe-und Geldmarktfonds \u2013im abgelaufenen Jahr zusammen mehr als 1 Billion US-Dollar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neue Risikobudgets bei institutionellen Anlegern, Anzeichen einer konjunk-turellen Verbesserung, unterst\u00fctzende Geld-und Fiskalpolitik sowie eine nachlassende politische Un-sicherheit k\u00f6nnte nach knapp 50 Mrd. US-Dollar \u00fcber die letzten 3 Monate f\u00fcr weitere Nettomittelzu-fl\u00fcsse in Aktienfonds sprechen . Der Grundtrend sollte nicht frei von R\u00fcckset-zern sein, wenngleich die Zeichen auf einen Ausbau der risikobehafteten Verm\u00f6gensklassen zu stehen scheinen, meint Ihr<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Wie hatten wir uns gefreut, dass die unter der Oberfl\u00e4che brodelnde (geo-)politische Unsicherheit zum Ausklang des alten Jahrzehntes abzunehmen schien.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5092,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-4776","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4776","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4776"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5094,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4776\/revisions\/5094"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4776"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4776"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}