{"id":5479,"date":"2020-03-03T18:09:10","date_gmt":"2020-03-03T17:09:10","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=5479"},"modified":"2020-03-03T18:26:05","modified_gmt":"2020-03-03T17:26:05","slug":"union-investment-sorgt-ezb-chefin-christine-lagarde-fuer-ueberraschungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-sorgt-ezb-chefin-christine-lagarde-fuer-ueberraschungen\/","title":{"rendered":"Union Investment: Sorgt EZB-Chefin Christine Lagarde f\u00fcr \u00dcberraschungen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Union Investment : Wegen ihrer Nullzinspolitik steht die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) in der Kritik. Nun will sie bis Ende 2020 kl\u00e4ren, ob sie ihre Strategie \u00e4ndert \u2013 und beispielsweise im Klimaschutz eine gr\u00f6ssere Rolle spielen m\u00fcsste.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. J\u00f6rg Zeuner, Chefvolkswirt und Leiter Research &amp; Investment Strategy, Union Investment<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neue EZB-Chefin Christine Lagarde k\u00f6nnte hier f\u00fcr einige \u00dcberraschungen gut sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat sich eine Menge f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung ihrer geldpolitischen Strategie vorgenommen: Die Zinsen normalisieren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Den Klimawandel und die Ungleichheit in der Gesellschaft bek\u00e4mpfen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein besseres Inflationsziel ausgeben?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb sind das europ\u00e4ische Parlament, die Wissenschaft sowie Vertreter der Zivilgesellschaft gefragt, wie denn die EZB k\u00fcnftig ihre Geldpolitik zum Wohle aller gestalten soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis Ende des Jahres sollen die Vorschl\u00e4ge bereits vorliegen. Zu ihrem Inflationsziel m\u00f6chte sich die EZB m\u00f6glicherweise bereits im Sommer \u00e4ussern. Das ist eine sehr kurze Zeit f\u00fcr die Kl\u00e4rung sehr vieler wichtiger, fundamentaler Fragen. Es ist zu erwarten, dass nicht viel dabei herumkommt und f\u00fcr Europa grunds\u00e4tzliche Themen unbeantwortet bleiben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Strategie ist 17 Jahre alt<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00dcberpr\u00fcfung der geldpolitischen Strategie sei keine grosse Sache, sagt die neue EZB-Chefin Christine Lagarde. Aber ist es damit getan?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die heutige Strategie ist 17 Jahre alt und wurde 2003 kaum ge\u00e4ndert. Doch seither ist viel passiert: Es gab vor zehn Jahren eine Eurokrise, die fast zum Zerbrechen der W\u00e4hrungsunion gef\u00fchrt hat. Haben wir wirklich alle Lektionen daraus gelernt? Die meisten Experten w\u00fcrden das verneinen. Die W\u00e4hrungsunion bleibt unvollendet, was sie in Krisenzeiten anf\u00e4llig macht. Die Alternative ist eine enger abgestimmte Fiskalpolitik in der Eurozone. Es w\u00e4re sicher eine gute Idee, wenn Europa dieses anspruchsvolle Projekt endlich angehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne eine st\u00e4rkere Integration zwischen den einzelnen Staaten der W\u00e4hrungsunion wird die Zentralbank gut daran tun, sich andere M\u00f6glichkeiten offenzuhalten. Wenn die Finanzstabilit\u00e4t gef\u00e4hrdet ist, wird sie nicht darum herumkommen, ihren Spielraum f\u00fcr Anleihek\u00e4ufe zu erweitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Praxistest f\u00fcr das Kaufprogramm wird schon bald kommen, wenn der Bestand an kaufbaren deutschen Bundesanleihen aufgebraucht ist. Dies liegt auch an der sparsamen Haushaltspolitik der Bundesrepublik.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Klimapolitik spielt wichtige Rolle<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Quantitative Lockerungspolitik (QE) in die Verl\u00e4ngerung zu bringen, k\u00f6nnte die EZB auch Anreize zur  Finanzierung des \u201eGreen Deals\u201c setzen. Die Klimapolitik spielt f\u00fcr die EZB-Chefin schon jetzt eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Europa einfach so weiter zu machen und fossile Energietr\u00e4ger als Garant f\u00fcr Wachstum zu sehen, w\u00e4re genauso falsch wie zu glauben, dass der Umbau der Energieversorgung hin zu Erneuerbaren oder eine gr\u00f6ssere Energieeffizienz zwangsl\u00e4ufig in eine wirtschaftliche Depression f\u00fchren muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die EZB ist nicht der schlechteste Ort, um diese Debatte mit zu gestalten. Um den klimavertr\u00e4glichen Umbau der Wirtschaft anzuschieben, k\u00f6nnte sie durch erweiterte Anleihek\u00e4ufe die Finanzierung erleichtern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn dadurch netto die Investitionen in Europa steigen und damit Wachstum und Inflation zunehmen, ist daran wenig auszusetzen. Allerdings w\u00fcrde dieses Vorgehen der EZB zu Debatten in den Nationalstaaten f\u00fchren. So wurde das Anleihekaufprogramm vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe unter Auflagen gebilligt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">EU-Mitgliedsstaaten k\u00f6nnten Sorgen haben, dass diese Erweiterung der Anleihek\u00e4ufe mit einem finanzpolitischen Souver\u00e4nit\u00e4tsverlust einher gehen w\u00fcrden. Hier ist ein Umdenken gefragt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Investitionen sind nicht gestiegen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein anderes Problem sind die niedrigen Zinsen. Die Realzinsen fallen in den grossen Volkswirtschaften seit nunmehr 50 Jahren. Die Investitionen sind trotzdem nicht gestiegen. Gleichzeitig haben wir Millionen Arbeitslose. Kann die Geldpolitik \u00fcberhaupt noch die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und die Preise steuern, wenn eine Ver\u00e4nderung der Finanzierungskosten kaum noch sichtbare realwirtschaftlichen Folgen hat?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">H\u00f6here Zinsen bremsen Volkswirtschaften, so viel ist klar. Zur Stimulierung braucht es aber wohl deutlich mehr, vor allem den Staat mit wirtschaftspolitischen Zielen und Ausgaben. Hier braucht es Antworten, um Ziele und Instrumente richtig zu w\u00e4hlen, und damit letztlich auch ein glaubw\u00fcrdiges Inflationsziel zu setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie sei eine \u201eEule\u201c, die mit ihrer Weisheit zwischen den geldpolitischen Polen stehe, sagte Christine Lagarde \u00fcber sich selbst. Das l\u00e4sst hoffen, dass die EZB-Chefin noch f\u00fcr einige, hoffentlich positive \u00dcberraschungen gut sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment : Wegen ihrer Nullzinspolitik steht die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) in der Kritik. 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