{"id":5662,"date":"2020-03-31T17:12:42","date_gmt":"2020-03-31T15:12:42","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=5662"},"modified":"2020-04-03T17:15:58","modified_gmt":"2020-04-03T15:15:58","slug":"bantleon-italien-mehr-denn-je-auf-ezb-angewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-italien-mehr-denn-je-auf-ezb-angewiesen\/","title":{"rendered":"Bantleon: Italien mehr denn je auf EZB angewiesen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Bantleon: Damit aus der Corona-Pandemie keine Weltwirtschaftskrise erw\u00e4chst, m\u00fcssen die Staaten jetzt viel Geld in die Hand nehmen.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Daniel Hartmann Chefvolkswirt<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zus\u00e4tzliche Verschuldung sollte dabei in Kauf genommen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dies fordert etwa der fr\u00fcherer EZB-Pr\u00e4sident Mario Draghi.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Besonders schnell vorgeprescht sind Deutschland und die USA.<\/strong> Sie haben in Windeseile Hilfspakte in der Gr\u00f6ssenordnung von 5% bis 10% des BIP aufgelegt. Dar\u00fcber hinaus wurden grossz\u00fcgige Kreditlinien bereitgestellt. Ziel ist es, Massenarbeitslosigkeit und eine Insolvenzwelle abzuwenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nahezu alle L\u00e4nder der Welt werden nicht umhinkommen, \u00e4hnliche Pakete zu schn\u00fcren \u2013 wenn sie es sich leisten k\u00f6nnen. Besonders stark von der Virusepidemie ist Italien getroffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit auf die menschliche keine \u00f6konomische Trag\u00f6die folgt, muss gerade hier der Staat beherzt eingreifen. Aufgrund der sehr strikten und langwierigen Ausgangssperren sowie der hohen Bedeutung des Tourismus d\u00fcrfte das italienische BIP innerhalb Europas mit am st\u00e4rksten einbrechen. Wir rechnen in diesem Jahr mit einem BIP-R\u00fcckgang von mindestens 10%. Allein dies d\u00fcrfte ein Loch in den Staatshaushalt von ca. 7% des BIP reissen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinzu kommt das erforderliche Hilfspaket, das ein Abrutschen in die Depression verhindern soll. Hierf\u00fcr veranschlagen wir nochmals gut 5% des BIP. Einschliesslich des bereits bestehenden Defizits d\u00fcrfte der negative Budgetsaldo 2020 bei rund 15% des BIP liegen. Der Finanzierungsbedarf im laufenden Jahr betr\u00e4gt mithin stolze 260 Mrd. EUR.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wer soll das bezahlen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am einfachsten w\u00e4re es, direkt den Kapitalmarkt anzuzapfen. Italien ist indes bereits mit 135% des BIP verschuldet. Das oben skizzierte Szenario w\u00fcrde die Quote weiter in Richtung 160% treiben. Damit l\u00e4gen fast griechische Verh\u00e4ltnisse vor und Rating-Herabstufungen w\u00e4ren vorprogrammiert. Die Finanzierung \u00fcber den Kapitalmarkt setzt daher die Unterst\u00fctzung der EZB voraus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nur mit ihrer Hilfe k\u00f6nnen die Risikoaufschl\u00e4ge gedeckelt werden. Die Notenbank ist bereits aktiv und kauft im Rahmen des neuen Wertpapierkaufprogramms (PEPP) in grossem Stil italienische Staatsanleihen. Langfristig soll deren Anteil am Gesamtportfolio allerdings 18% (= Anteil der Banca d\u2019Italia an der EZB) nicht \u00fcberschreiten. Als Dauerl\u00f6sung sind die Eingriffe der EZB daher nicht gedacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Italien fordert stattdessen die Auflegung eines Euro-Hilfsfonds, der durch die Ausgabe gemeinschaftlicher Anleihen (\u00bbCorona-Bonds\u00ab) refinanziert wird.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies h\u00e4tte zwei Vorteile. Zum einen w\u00fcrde Italien nur mit seinem EZB-Anteil haften (18%). Zum anderen k\u00f6nnten die Anleihen problemlos am Kapitalmarkt zu g\u00fcnstigen Konditionen platziert werden. Allerdings m\u00fcsste das Konstrukt erst aus der Taufe gehoben werden. Zahlreiche Eurol\u00e4nder (darunter Deutschland, Niederlande, \u00d6sterreich) haben bereits ihren Widerstand angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einfacher ist es daher, auf ein bestehendes Instrument wie den ESM zur\u00fcckzugreifen. Derzeit w\u00e4ren daraus 410 Mrd. EUR abrufbar. Diese w\u00fcrden mit einer ESM-Anleihe refinanziert. Jedes Land, das auf Mittel zugreift, m\u00fcsste allerdings daf\u00fcr allein geradestehen. Ausserdem sind ESM-Kredite an Auflagen gebunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der deutsche Finanzminister hat in dieser Hinsicht indes Entgegenkommen signalisiert. Im Ergebnis wird es wohl auf ESM-Kredite hinauslaufen. Allerdings ist bislang vorgesehen, dass jedes Land aus dem Topf nur eine Kreditlinie von 2% des BIP ziehen darf. Das w\u00e4ren im Falle Italiens gerade einmal 35 Mrd. EUR.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alles in allem ist sicherlich noch nicht das letzte Wort bei der Refinanzierung der italienischen Schulden gesprochen. Vorerst lastet die Hauptverantwortung auf der EZB. Sie hat bereits angek\u00fcndigt, alles zu tun, um die italienischen Spreads, unter Kontrolle zu halten. Notfalls wird sie den Kapitalschl\u00fcssel als Orientierungsgr\u00f6sse f\u00fcr den Ankauf von Staatsanleihen ganz \u00fcber Bord werfen. Dann findet die Vergemeinschaftung der Schulden endg\u00fcltig \u00fcber die Notenbank statt.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Rechtlicher Hinweis:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen st\u00fctzen sich auf Berichte und Auswertungen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verl\u00e4sslichen Quellen beruhen, kann sie f\u00fcr die Qualit\u00e4t, Richtigkeit, Aktualit\u00e4t oder Vollst\u00e4ndigkeit der Angaben keine Gew\u00e4hrleistung \u00fcbernehmen. Eine Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit l\u00e4sst keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die k\u00fcnftige Wertentwicklung zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Damit aus der Corona-Pandemie keine Weltwirtschaftskrise erw\u00e4chst, m\u00fcssen die Staaten jetzt viel Geld in die Hand nehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5663,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[111],"class_list":["post-5662","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-bantleon"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5662","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5662"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5662\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5664,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5662\/revisions\/5664"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5663"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5662"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5662"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5662"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}