{"id":5772,"date":"2020-04-20T12:05:01","date_gmt":"2020-04-20T10:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=5772"},"modified":"2020-04-20T12:05:01","modified_gmt":"2020-04-20T10:05:01","slug":"capital-group-markteinschaetzung-in-volatilen-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/capital-group-markteinschaetzung-in-volatilen-zeiten\/","title":{"rendered":"Capital Group: Markteinsch\u00e4tzung in volatilen Zeiten"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">Capital Group: Markteinsch\u00e4tzung in volatilen Zeiten: Kommentar zur europ\u00e4ischen Wirtschaft<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ffff;\"><a style=\"color: #00ffff;\" href=\"index.php?option=com_acymailing&amp;view=user&amp;Itemid=1023\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/a><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Robert Lind, Volkswirt bei Capital Group<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schuldenquote der meisten europ\u00e4ischen L\u00e4nder wird in diesem Jahr zwangsl\u00e4ufig um 10 bis 15 Prozentpunkte ansteigen. Vorerst sind die Schuldenquoten der meisten L\u00e4nder \u00fcberschaubar, dennoch sollten Investoren ein besonderes Augenmerk auf die Situation in Italien legen,<strong> sagt Robert Lind, Volkswirt bei Capital Group.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das dritte Quartal erwartet er eine Erholung der europ\u00e4ischen Volkswirtschaften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir erleben derzeit einen schweren wirtschaftlichen Abschwung. Vergleichbare Zahlen sahen wir laut dem IWF zuletzt w\u00e4hrend der Weltwirtschaftskrise. Das Bruttoinlandsprodukt der meisten Industriel\u00e4nder wird in diesem Jahr um f\u00fcnf bis zehn Prozent schrumpfen \u2013 und damit st\u00e4rker als w\u00e4hrend der globalen Finanzkrise 2008 und 2009.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<strong>Diese Rezession ist auch deshalb nicht mit den vorherigen zu vergleichen, weil der Dienstleistungssektor am meisten unter dem Shutdown leidet.<\/strong> In fr\u00fcheren Rezessionen war das verarbeitende Gewerbe meist als erstes betroffen. Bei einem eher traditionellen Abschwung verf\u00fcgt das verarbeitende Gewerbe \u00fcber \u00fcbersch\u00fcssige Lagerbest\u00e4nde. Wird die Nachfrage schw\u00e4cher, muss es sich entsprechend anpassen \u2013 der Dienstleistungssektor ist von so einem Abschwung weniger betroffen. Die Frage wird sein, wie schnell der Dienstleistungssektor wieder zur Normalit\u00e4t zur\u00fcckkehren kann, um eine Erholung anzukurbeln.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eW<strong>ir haben diese Art von Schock noch nie gesehen.<\/strong> Aus diesem Grund ist es schwierig, wenn nicht gar unm\u00f6glich, vorherzusagen, wie und wann sich die Wirtschaft erholen wird. Schliesslich basieren unsere Wirtschaftsmodelle auf dem, was in den vergangenen 30 bis 40 Jahren geschehen ist. Es gibt keine vergleichbare Rezession, aus der wir Schl\u00fcsse ziehen k\u00f6nnten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<strong>Trotzdem gehe ich davon aus, dass sich mit der \u00d6ffnung der Wirtschaft im dritten Quartal und bis ins Jahr 2021 hinein eine Erholung einstellen wird.<\/strong> Die Unternehmen werden wahrscheinlich ihre Lieferketten \u00fcberdenken und neu aufsetzen. Der globale Handel stand schon vor der Pandemie unter Druck. Das Coronavirus hat diesen Druck nur noch verst\u00e4rkt. Die Belastbarkeit der Lieferkette wird k\u00fcnftig eine h\u00f6here Priorit\u00e4t haben als niedrigen Kosten. Wahrscheinlich wird zuk\u00fcnftig mehr im eigenen Land produziert werden. Gl\u00fccklicherweise haben die europ\u00e4ischen L\u00e4nder zum Teil bereits damit begonnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<strong>Indikatoren f\u00fcr eine m\u00f6gliche Erholung der Wirtschaft sind in erster Linie die Sterblichkeits- und Infektionsraten.<\/strong> Im n\u00e4chsten Schritt m\u00fcssen wir uns an Kennzahlen orientieren, die etwas \u00fcber die Lage in den Dienstleistungsunternehmen aussagen. Allerdings sind diese nicht sehr pr\u00e4zise und weniger zuverl\u00e4ssig als die f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe, da wir uns hier nur auf eine kurze Historie beziehen k\u00f6nnen. Wahrscheinlich wird die Krise einen tiefgehenden Einfluss auf das Verbraucherverhalten haben. Die Menschen werden beispielsweise nicht mehr so viel reisen wie fr\u00fcher.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMittelfristig werden zus\u00e4tzliche budget\u00e4re Anreize erforderlich sein, um den Spillover-Effekt des Shutdowns zu minimieren. Das Ausmass dieses fiskalischen Stimulus ist entscheidend und wird in der zweiten H\u00e4lfte des Jahres 2020 Thema einer gr\u00f6sseren Debatte in der Europ\u00e4ischen Union sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<strong>Vor der globalen Finanzkrise waren einige \u00d6konomen davon \u00fcberzeugt, dass eine Schuldenquote von \u00fcber 90 Prozent das Wachstum eines Landes belastet.<\/strong> Heute wissen wir, dass Regierungen h\u00f6here Defizite und Schulden haben k\u00f6nnen als wir in den 80er und 90er Jahren dachten, und dass Schuldenquoten bis zu 100 Prozent des BIP betragen k\u00f6nnen und kein Problem darstellen. Dank der niedrigen Zinss\u00e4tze der Zentralbanken in den vergangenen zehn Jahren sind h\u00f6here Schulden f\u00fcr die L\u00e4nder zu handhaben. Es ist unm\u00f6glich, genau zu sagen, wo die maximal tragbare Schuldenquote liegt, aber zumindest sind die meisten L\u00e4nder bislang auch nicht in der Lage, das austesten zu m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Eurozone und die Finanzm\u00e4rkte werden dem italienischen Haushalt in den kommenden zwei Jahren besondere Aufmerksamkeit schenken m\u00fcssen. Italiens Wirtschaft schw\u00e4chelte bereits vor der Pandemie, die Schuldenquote k\u00f6nnte auf 150 Prozent des BIP ansteigen. F\u00fcr die Eurozone k\u00f6nnte das zum Problem werden.\u201c<\/p>\n<p>Source: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Capital Group: Markteinsch\u00e4tzung in volatilen Zeiten: Kommentar zur europ\u00e4ischen Wirtschaft<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5774,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[143],"class_list":["post-5772","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-capital-group"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5772","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5772"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5772\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5775,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5772\/revisions\/5775"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5772"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5772"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5772"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}