{"id":6047,"date":"2020-06-11T17:21:25","date_gmt":"2020-06-11T15:21:25","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=6047"},"modified":"2020-06-11T17:31:37","modified_gmt":"2020-06-11T15:31:37","slug":"union-investment-niedrige-zinsen-als-mutmacher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-niedrige-zinsen-als-mutmacher\/","title":{"rendered":"Union Investment: Niedrige Zinsen als Mutmacher"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Union Investment : Die Knappheit f\u00fcr gewisse Produkte ist wohl nur tempor\u00e4r. Dies spricht gegen steigende Preise und h\u00f6here Inflation.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. J\u00f6rg Zeuner, Chefvolkswirt und Leiter Research &amp; Investment Strategy, Union Investment<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p>Damit werden auch die Zinsen niedrig blieben. Dies soll inmitten der Pandemie auch Mut machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Millionen von Konsumenten ihr Verhalten \u00e4ndern m\u00fcssen, zieht dies einschneidende Ver\u00e4nderungen nach sich. Das zeigt sich gerade in der Coronakrise. Langweilerprodukte wie Haarschneider oder Webcams wurden \u00fcber Nacht popul\u00e4r und zum Kassenschlager. Ihre Preise gingen durch die Decke. Andere G\u00fcter waren dagegen wegen Betriebsschliessungen pl\u00f6tzlich im \u00dcberfluss vorhanden und verloren an Wert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Unterschied zum Konsumenten lassen Preiskapriolen die Notenbanken weitgehend kalt. Nach einer gewissen Zeit normalisiert sich die Lage meist. Die Preis\u00e4nderungen heben sich gegenseitig auf, die Preise steigen nur einmalig oder sie kehren von ihren Extremwerten zum langfristigen Mittel zur\u00fcck, sobald Angebot und Nachfrage wieder ins alte Gleichgewicht geraten. F\u00fcr die Steuerung der Geldpolitik sind solche Preisspr\u00fcnge daher kaum entscheidend.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Schwerer Schlag f\u00fcr Konjunktur<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gretchenfrage ist, ob sich die Preise in der Coronakrise auch so verhalten. Dieses Mal d\u00fcrfte es anders sein: Das Virus durchkreuzt die Kalkulation vieler Unternehmen. In Restaurants, Gesch\u00e4ften oder Transportmitteln m\u00fcssen aus Gesundheitsgr\u00fcnden nun Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden. Dadurch fallen neue Kosten an. Gleichzeitig sinkt der Umsatz, etwa weil weniger G\u00e4ste ins Lokal passen. Ein vor Corona-zeiten lukrativer Betrieb rechnet sich da wom\u00f6glich nicht mehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Summe ist das ein schwerer Schlag f\u00fcr die Wirtschaft \u2013 wir befinden uns n einer schlimmen Rezession. Mit Sicherheit verteuern sich auch einige Produkte und Dienstleistungen, weil sonst Fixkosten nicht mehr gedeckt sind. Sollte im Flugzeug nach Mallorca k\u00fcnftig nur noch jeder zweite Sitz besetzt sein, m\u00fcssten die Ticketpreise steigen. Allerdings ist keine lang anhaltende Produktknappheit zu erwarten. Anders als in einem Krieg sind keine Produktionskapazit\u00e4ten dauerhaft zerst\u00f6rt worden. Dies spricht gegen in der Breite steigende Preise.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflation wird auch aus anderen Gr\u00fcnden schwach bleiben. Nicht zuletzt wegen des \u00d6lpreises, der von einem anhaltenden Angebots\u00fcberschuss gedr\u00fcckt wird. Und Sorgen um den eigenen Arbeitsplatz tragen dazu bei, dass eher mehr Geld gespart als ausgegeben wird. Optimal ist das nicht. Das Geld wandert meist auf das Sparbuch, das keine Ertr\u00e4ge erwirtschaftet, w\u00e4hrend die Aktienm\u00e4rkte wieder steigen. In der Eurozone sind die Inflationserwartungen daher nun auf den niedrigsten Stand seit Einf\u00fchrung des Euro gerutscht &#8211; zurecht. Darum hat die Europ\u00e4ische Zentralbank jetzt \u00fcberhaupt keinen Grund, in irgendeiner Weise an Zinsanhebungen zu denken. Die Zinsen werden niedrig bleiben. In den USA fallen sie in Richtung europ\u00e4ische Niveaus.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein positiver Kreislauf<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die niedrigen Zinsen sollen inmitten der Pandemie auch Mut machen, wieder nach vorne zu blicken. Viele Staaten haben sich f\u00fcr Hilfspakete f\u00fcr ihre Wirtschaft enorm verschuldet. Wenn dadurch die Konjunktur schneller wieder anspringt und die Steuereinnahmen zu sprudeln beginnen, geht auch die Rechnung der Notenbanken auf: Dank der niedrigen Zinsen lassen sich Schulden besser zur\u00fcckzahlen. Gleiches gilt f\u00fcr Unternehmen. Erholen sich deren Gewinne, steigt bei niedrigen Zinsen auch der Eigenkapitalanteil wieder schneller. Ein Gesch\u00e4ft, das sich in der Krise weiter verschulden musste, hat dann rascher wieder Geld f\u00fcr neue Investitionen. Ein positiver Kreislauf setzt ein, vorausgesetzt, die Corona-Pandemie bleibt kontrollierbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genauso wichtig f\u00fcr einen Erholungskreislauf ist, dass der darbende Konsum bald wieder in Schwung kommt. Die niedrigen Zinsen helfen dabei. Geld- und Fiskalpolitik m\u00fcssen nur darauf achten, dass es keine \u00dcbertreibungen gibt und pl\u00f6tzlich insgesamt entweder zu viel Nachfrage oder zu viel Angebot in der Wirtschaft vorhanden ist. Sonst \u00e4ndert sich die Inflation zu stark in die eine oder andere Richtung. Das w\u00e4re nicht gut. Wenn der Konsum weiter sehr schwach bleibt, fallen die Preise zu stark. F\u00fcr alle Schuldner w\u00e4re das schlecht: Sie k\u00f6nnten ihre Schulden weniger gut zur\u00fcckzahlen, da ihre reale Schuldenlast steigen w\u00fcrde. Umgekehrt w\u00e4re eine ausufernde Inflation etwa wegen eines zu knappen Angebots auch nicht gut. Dann m\u00fcssten die Zinsen angehoben werden, was die Kosten f\u00fcr die Schuldenfinanzierung nach oben treibt und hoch verschuldete Staaten in Bedr\u00e4ngnis bringt. Die Bew\u00e4ltigung der Corona-Pandemie bleibt also eine Gratwanderung und verlangt Flexibilit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment : Die Knappheit f\u00fcr gewisse Produkte ist wohl nur tempor\u00e4r. 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