{"id":6145,"date":"2020-06-25T10:10:34","date_gmt":"2020-06-25T08:10:34","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=6145"},"modified":"2020-06-25T18:15:17","modified_gmt":"2020-06-25T16:15:17","slug":"union-investment-corona-wird-zum-katalysator","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/union-investment-corona-wird-zum-katalysator\/","title":{"rendered":"Union Investment: Corona wird zum Katalysator"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Union Investment : Das Coronavirus wird den Beginn der 2020er Jahre an den Kapitalm\u00e4rkten entscheidend pr\u00e4gen.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jens Wilhelm, im Vorstand von Union Investment zust\u00e4ndig f\u00fcr das Portfoliomanagement<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>    Nach der Geldpolitik unterst\u00fctzt nun auch die Fiskalpolitik das Wachstum<\/strong><\/p>\n<p><strong>    Volumen der geld- und fiskalpolitischen Massnahmen h\u00f6her als in der Finanzkrise<\/strong><\/p>\n<p><strong>    Coronakrise verst\u00e4rkt Trends an den Kapitalm\u00e4rkten<\/strong><\/p>\n<p><strong>    Niedrigzinsumfeld verfestigt: Risikoanlagen bleiben favorisiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jens Wilhelm, im Vorstand von Union Investment zust\u00e4ndig f\u00fcr das Portfoliomanagement, rechnet mit deutlicher Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Kapitalm\u00e4rkte durch die angek\u00fcndigten geld- und fiskalpolitischen Massnahmen. \u201eDie Coronakrise wirkt als Katalysator, der bereits bestehende Anlagetrends beschleunigt. Mehr kontrolliertes Risiko, eine h\u00f6here Aktivit\u00e4t und st\u00e4rkere Selektion sind die richtigen Reaktionen darauf.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Volkswirtschaftlich sieht Wilhelm die Coronakrise als gr\u00f6sste Herausforderung seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. \u201eDer konjunkturelle Einbruch ist doppelt so tief wie in der Finanzkrise und erfolgt in deutlich k\u00fcrzerer Zeit\u201c, ordnet er die Ereignisse ein. Nach den Prognosen von Union Investment wird das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone im Jahr 2020 um 8,5 Prozent schrumpfen. Deutschland d\u00fcrfte die Krise dabei mit Einbussen von 6,7 Prozent noch vergleichsweise glimpflich \u00fcberstehen. Besonders gravierend d\u00fcrften die Folgen in Italien (-11,7 Prozent) und Spanien (-11,5 Prozent) ausfallen. Selbst die USA, in den vergangenen Jahren der Hort wirtschaftlicher Stabilit\u00e4t, werden mit einem R\u00fcckgang der Wirtschaftsleistung von 7,0 Prozent hart getroffen. \u201eUnsere Sch\u00e4tzungen lassen einen Anstieg der US-Arbeitslosigkeit auf ann\u00e4hernd 20 Prozent erwarten \u2013 ein beispielloser Vorgang in der j\u00fcngeren Wirtschaftsgeschichte\u201c, sagt Wilhelm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Volumen der geld- und fiskalpolitischen Massnahmen h\u00f6her als in der Finanzkrise<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die konjunkturelle Talsohle d\u00fcrfte bereits im zweiten Quartal 2020 erreicht werden. \u201eDas Volumen der geld- und fiskalpolitischen Massnahmen ist h\u00f6her als in der Finanzkrise und verfehlt seine Wirkung nicht. Das Schlimmste an den M\u00e4rkten liegt hinter uns\u201c, ist Wilhelm zuversichtlich. Zwar ist nach Einsch\u00e4tzung des Kapitalmarktstrategen mit einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen im Herbst 2020 zu rechnen. Aber: \u201eStaat, Wirtschaft und Gesellschaft sind viel besser vorbereitet und sollten nicht mehr \u00fcberrascht sein. Die Folgen einer zweiten Welle werden daher f\u00fcr die Kapitalm\u00e4rkte deutlich geringer ausfallen.\u201c Einen schnellen, V-f\u00f6rmigen Aufholprozess erwartet er jedoch nicht. \u201eDie Erholung wird im zweiten Halbjahr 2020 einsetzen, aber sie wird flach verlaufen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wilhelm rechnet mit moderatem Wachstum zun\u00e4chst ohne Inflationsdruck. \u201eDie Sorge vor einem schnellen Anstieg der Inflation ist unbegr\u00fcndet\u201c, meint er. Zwar kann es seiner Einsch\u00e4tzung nach bei einigen G\u00fctern krisenbedingt vor\u00fcbergehend zu steigenden Preisen kommen. Aber mittel- bis langfristig rechnet er mit einer anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Nachfrageschw\u00e4che, in deren Folge der Inflationsdruck ged\u00e4mpft wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wesentliche St\u00fctzpfeiler der Krisenbek\u00e4mpfung sieht der Kapitalmarktstratege in den Hilfsmassnahmen von Regierungen und Notenbanken. \u201eGeld- und fiskalpolitisch wurde in der Coronakrise vieles richtig gemacht\u201c, urteilt Wilhelm. Er rechnet damit, dass auch k\u00fcnftig der wirtschaftspolitische Fokus auf Wachstumsf\u00f6rderung und nicht auf Bek\u00e4mpfung \u00f6ffentlicher Haushaltsdefizite liegen wird. \u201eEine R\u00fcckkehr zur Austerit\u00e4t wird es so schnell nicht geben\u201c, ist er \u00fcberzeugt. \u201eVor uns liegen Jahre mit strukturell erh\u00f6hten Schuldenquoten der \u00f6ffentlichen Hand.\u201c Um die Tragf\u00e4higkeit der weltweiten Staatschulden zu gew\u00e4hrleisten, erwartet Wilhelm weitere geldpolitische Unterst\u00fctzung. \u201eDie Zentralbanken werden ihre Gl\u00e4ubigerrolle im Markt f\u00fcr Staatsanleihen ausbauen und auf Jahre hinaus die Renditen dr\u00fccken.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders wichtig ist diese Hilfe nach Einsch\u00e4tzung Wilhelms f\u00fcr den Euroraum. Bereits vor Corona war die wirtschaftliche Lage von L\u00e4ndern wie Italien angespannt. Durch die Wachstumseinbussen und die konjunkturpolitischen Gegenmassnahmen verringert sich daher die Schuldentragf\u00e4higkeit. \u201eMit den Massnahmen der Europ\u00e4ischen Zentralbank und den Vorschl\u00e4gen f\u00fcr einen Wiederaufbaufonds wurde dieses Problem wirkungsvoll adressiert\u201c, kommentiert Wilhelm die j\u00fcngsten Entscheidungen auf europ\u00e4ischer Ebene. \u201eDie politischen Risikopr\u00e4mien f\u00fcr Anlagen im Euroraum werden sinken\u201c, prognostiziert er. Das d\u00fcrfte auch den Aussenwert des Euro unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Coronakrise als Katalysator: Beschleunigung von Trends wie Deglobalisierung, Marktkonzentration und Nachhaltigkeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wilhelm geht von einer weiteren Verlangsamung der Globalisierung aus: \u201eEine gross angelegte R\u00fcckverlagerung industrieller Fertigung in die westlichen L\u00e4nder wird es nicht geben. Aber bei kritischen G\u00fctern wie Schutzausr\u00fcstung oder Impfstoffen werden die Regierungen auf den Ausbau heimischer Produktionskapazit\u00e4ten dringen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus verweist er auf die Erfahrungen der Unternehmen in der Krise. \u201eDie Coronakrise hat die Anf\u00e4lligkeit globaler Lieferketten schonungslos offengelegt. Daraus werden die Unternehmen lernen\u201c, erwartet Wilhelm. Er rechnet daher mit gr\u00f6sserer Bevorratung und der Verk\u00fcrzung von Lieferketten. Im Ergebnis sollte sich der bereits seit einigen Jahren anhaltende Trend abnehmender Wachstumsraten im internationalen Handel beschleunigen. \u201eDie Globalisierung verliert als Wohlstands- und Wachstumstreiber an Kraft\u201c, prognostiziert Wilhelm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch auf der Marktstrukturseite rechnet er mit weitreichenden Folgen der Pandemie. \u201eStarke Unternehmen werden gest\u00e4rkt\u201c, erwartet der Kapitalmarktstratege. Gleichzeitig rechnet er damit, dass bereits angeschlagene Unternehmen vermehrt aus dem Markt ausscheiden werden. \u201eEine h\u00f6here Konzentration wird in vielen Branchen die Folge sein\u201c, analysiert Wilhelm. Dort sieht er perspektivisch die Chance auf h\u00f6here Margen und Gewinne. \u201eBei der Auswahl von Aktien und Unternehmensanleihen gilt es diese Verschiebung zu beachten. Qualit\u00e4t wird sich mehr denn je auszahlen\u201c, ist Wilhelm \u00fcberzeugt und sieht in diesen F\u00e4llen auch historisch hohe Bewertungsniveaus als gerechtfertigt an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachhaltiges Investieren gewinnt nach Wilhelms Einsch\u00e4tzung weiter an Bedeutung. \u201eAnleger stossen beim Umgang mit der Pandemie allenthalben auf Nachhaltigkeitsfragen\u201c, sagt er. \u201eDas f\u00e4ngt bei der wachsenden Attraktivit\u00e4t der Gesundheitsbranche an und h\u00f6rt bei Aktion\u00e4rsrechten auf virtuellen Hauptversammlungen auf.\u201c Wilhelm erwartet, dass Nachhaltigkeit die Geldanlage der Zukunft stark pr\u00e4gen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Niedrigzinsumfeld verfestigt: Risikoanlagen bleiben favorisiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der Unsicherheiten rund um das Coronavirus sieht Wilhelm die Anlagetrends der vergangenen Jahre best\u00e4tigt. \u201eDas Negativ- bzw. Niedrigzinsumfeld h\u00e4lt nicht nur an, es versch\u00e4rft und verbreitert sich sogar\u201c, prognostiziert er. Investoren sieht er daher mehr denn je von einem Anlagenotstand bedroht. \u201eSichere Staatsanleihen werfen nach wie vor kaum Verzinsung ab. Hinzu kommt das massiv steigende Emissionsvolumen im Zuge der anziehenden Staatsverschuldung, was das Performancepotenzial begrenzt\u201c, verweist er auf die getr\u00fcbten Aussichten f\u00fcr diese Anlageklasse. Gerade unter Chance-Risiko-Aspekten z\u00e4hlen daher Unternehmensanleihen zu seinen Anlagefavoriten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie gr\u00f6ssten Anlagechancen bieten nach wie vor Aktien\u201c, ist Wilhelm \u00fcberzeugt. So traut er dem DAX auf Sicht von zw\u00f6lf Monaten einen Anstieg auf 13.300 Punkte zu. \u201eEs kommt aber mehr denn je auf die sorgf\u00e4ltige Titelauswahl an\u201c, gibt er zu bedenken. Auch Rohstoffe sch\u00e4tzt der Kapitalmarktstratege als attraktiv, wenn auch volatil ein. \u201eDer \u00d6lpreis ist durch Angebotsbeschr\u00e4nkungen und schwache Nachfrage gedeckelt. Edel- und Industriemetalle bieten hingegen noch g\u00fcnstige Einstiegsgelegenheiten\u201c, meint er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eCorona wird zu einem Dekadenthema, dessen Konsequenzen genauso dauerhaft sein werden wie die Folgen der Finanzkrise\u201c, res\u00fcmiert Wilhelm. Die wichtigste Wirkung der Pandemie liegt seiner Einsch\u00e4tzung nach in der Verst\u00e4rkerrolle von Trends. \u201eDie Krise beschleunigt bereits vorher angelegte Trends wie Deglobalisierung, Marktkonzentration und Nachhaltigkeit. An der B\u00f6rse schafft Corona Gewinner wie Technologieaktien und Verlierer wie die Luftfahrt- oder Tourismusbranche\u201c, folgert er. \u201eAnleger k\u00f6nnen sich diese Entwicklungen durch aktives Management zunutze machen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Union Investment : Das Coronavirus wird den Beginn der 2020er Jahre an den Kapitalm\u00e4rkten entscheidend pr\u00e4gen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6146,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[127],"class_list":["post-6145","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-union-investment"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6145","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6145"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6145\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6147,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6145\/revisions\/6147"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6146"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6145"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6145"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6145"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}