{"id":615,"date":"2011-02-03T10:00:00","date_gmt":"2011-02-03T10:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/home\/sites\/20b\/7\/760c69a11c\/public_html\/investmentworld.ch\/index.php\/2011\/02\/03\/aktien-und-unternehmensanleihen-bleiben-uebergewichtet\/"},"modified":"2011-02-03T10:00:00","modified_gmt":"2011-02-03T10:00:00","slug":"aktien-und-unternehmensanleihen-bleiben-uebergewichtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/aktien-und-unternehmensanleihen-bleiben-uebergewichtet\/","title":{"rendered":"Aktien und Unternehmensanleihen bleiben \u00fcbergewichtet"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\" class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><\/span><\/span>Swisscanto l\u00e4sst die Anlagestrategie des Vormonats unver\u00e4ndert.  Aktien werden weiterhin zulasten der Festverzinslichen \u00fcbergewichtet.  Innerhalb der Investitionsquote f\u00fcr Anleihen bleiben Firmen- gegen\u00fcber  Staatsobligationen favorisiert.<span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\">&#8230;.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span lang=\"en-GB\"> <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p> <span style=\"font-size: 10pt;\" \/><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\" \/>   <!--more-->  <\/span><\/span> <\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><span new=\"New\"> <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir alle sind Zeitzeugen eines epischen Verteilungskampfes, bei dem  es prim\u00e4r darum geht, wer die Hauptlast der Folgen der Finanzkrise zu  tragen hat: die Obligation\u00e4re \u00fcber Kapitalschnitte, die Steuerzahler der  (noch) solventen L\u00e4nder Kern- und Nordeuropas \u00fcber erh\u00f6hte Steuern und  Abgaben oder die Konsumenten \u00fcber massiv h\u00f6here Inflationsraten. Die  Umsetzung eines oder mehrerer dieser L\u00f6sungsans\u00e4tze ist unumg\u00e4nglich, um  die Staatsschuldenkrise in den Griff zu bekommen und nicht v\u00f6llig ins  Desaster abzugleiten. Wir rechnen damit, dass in Europa die politischen  Instanzen haupts\u00e4chlich auf das &#8220;Heilmittel&#8221; Transferzahlungen setzen  werden, einer Inflationierung der Schulden jedoch nicht abgeneigt sein  werden. Mit Blick auf die W\u00e4hler d\u00fcrfte es jedoch auch zu  Kapitalschnitten kommen. <\/p>\n<p> Es ist wichtig zu verstehen, dass  dieser Verteilungskampf mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr lange nicht  endg\u00fcltig entschieden sein wird. Selbst wenn die EU-Hilfen massiv  aufgestockt w\u00fcrden und die Kreditspannen der peripheren Probleml\u00e4nder zu  den stabilen Nationen dadurch massiv zur\u00fcckgingen, w\u00fcrde dennoch die  Frage nach der Solvenz die M\u00e4rkte immer wieder ersch\u00fcttern. Tr\u00e4te eine  erneute Wachstumsschw\u00e4che ein, k\u00f6nnte sogar die Kreditw\u00fcrdigkeit  derjenigen europ\u00e4ischen Kernl\u00e4nder angezweifelt werden, die durch  Transferzahlungen bereits belastet sind. Das Problem der Akkumulation  und der Verteilung exzessiver Schulden, welches sich in den letzten 15  Jahren aufgebaut hat, kann nicht in 3 Jahren gel\u00f6st werden. Der Abbau  der hohen Schuldenst\u00e4nde wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Die  demografische Entwicklung wird den Prozess zudem noch verlangsamen. <\/p>\n<p> In dem Ausmass, in dem die Kreditkrise in Euroland an Dringlichkeit  verliert, werden die Investoren st\u00e4rker die Solvenz der USA und Japans  hinterfragen. Da beide L\u00e4nder im Gegensatz zu Europa in der Lage sind,  die Geldmenge unbeschr\u00e4nkt auszuweiten, haben die Anleger weniger Angst  vor Kapitalschnitten als vor exzessiven Inflationsraten, die mit einer  gewollten Abwertung der W\u00e4hrung einhergehen k\u00f6nnen. Die USA werden die  Schuldenproblematik weniger ausgewogen als Europa zu l\u00f6sen versuchen und  haupts\u00e4chlich auf die Inflationierung der Schulden setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Lang  laufende europ\u00e4ische AAA-Staatsanleihen sind teuer.  Schuldensozialisierung und Inflation werden zu extrem tiefen realen  Langfristrenditen f\u00fchren, da der Zinsvorteil gegen\u00fcber den  Empf\u00e4ngerl\u00e4ndern aufgrund der Transferzahlungen geringer und die  laufenden Coupons inflationsadjustiert immer kleiner werden d\u00fcrften. Die  wahren Investitionsrisiken liegen meistens nicht dort, worauf sich die  Schlagzeilen beziehen und sich die Investoren\u00e4ngste konzentrieren. Eine  zu negative Haltung gegen\u00fcber Anlagen in Aktien und Anleihen in den  problembelasteten peripheren L\u00e4ndern kann den Anlageerfolg ebenso  gef\u00e4hrden wie eine zu ausgepr\u00e4gte Sorglosigkeit gegen\u00fcber  Anleiheninvestitionen in den scheinbar sicheren kerneurop\u00e4ischen  Staaten. Wir halten deshalb bis auf Weiteres in den Staatsanleihen ein  Untergewicht, welches zu Gunsten von Firmenanleihen, u.a. auch aus dem  High-Yield-Bereich, geht. Aufgrund der guten Liquidit\u00e4tssituation und  des konservativen Kostenmanagements sind die Ausfallrisiken  unterdurchschnittlich tief und damit die Renditenaufschl\u00e4ge weiterhin  interessant. Im Hinblick auf m\u00f6gliche weitere Zinserh\u00f6hungen haben wir  die Duration in allen Obligationenportfolios zur\u00fcckgenommen, so dass sie  jetzt unter der Benchmarkduration liegt.<\/p>\n<p> Die aktuell  vorherrschende positive Stimmung f\u00fcr Aktien beruht weitgehend auf der  Annahme, dass die US-Wirtschaft in 2011 leicht an St\u00e4rke hinzugewinnen  wird, die Emerging Markets anhaltend stark wachsen und die Unternehmen  weiterhin Gewinnsteigerungen ausweisen werden. Aktien bleiben vorerst  \u00fcbergewichtet. Gegen\u00fcber den teuren AAA-Staatsanleihen sind sie immer  noch attraktiv bewertet. Gem\u00e4ss unserem auf Trendgewinnen beruhenden  Bewertungsmodell liegt der MSCI Weltaktienindex noch rund 8% unter dem  fairen Wert. Finanztitel werden \u00fcbergewichtet, die Banken den  Versicherungen aber vorgezogen. Die Risiken f\u00fcr Bankaktien sind aufgrund  der Staatschuldenkrise zwar hoch, doch sind die Bewertungen sehr tief  und die institutionellen Anleger in diesem Segment eher unterinvestiert.  Aktien aus der Kapitalg\u00fcter-, Technologie- und Halbleiterindustrie,  welche vom laufenden Investitionszyklus profitieren, werden gegen\u00fcber  Firmen, die stark am Privatkonsum &#8220;h\u00e4ngen&#8221;, vorgezogen.<\/p>\n<p> Auf der  W\u00e4hrungsseite halten wir CHF, EUR und JPY zu Gunsten der  Rohstoffw\u00e4hrungen CAD und AUD sowie der SEK untergewichtet. Das Pfund  ist deutlich unterbewertet. Der US-Dollar d\u00fcrfte mittelfristig gegen\u00fcber  dem CHF leicht zulegen. F\u00fcr diese Position sprechen die \u00fcbers Ganze  gesehen etwas \u00fcber den Erwartungen liegenden Konjunkturdaten in den USA  und die zuk\u00fcnftigen Bremsspuren in der Schweiz aufgrund des starken CHF  sowie die sp\u00fcrbare Unterbewertung des USD gem\u00e4ss Kaufkraftparit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt;\"><span style=\"font-family: arial,helvetica,sans-serif;\"><strong>Quelle: ETFWorld &#8211; Swisscanto<br \/><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Swisscanto l\u00e4sst die Anlagestrategie des Vormonats unver\u00e4ndert. Aktien werden weiterhin zulasten der Festverzinslichen \u00fcbergewichtet. 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