{"id":6519,"date":"2020-02-18T11:49:15","date_gmt":"2020-02-18T10:49:15","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/?p=6519"},"modified":"2020-02-18T11:49:15","modified_gmt":"2020-02-18T10:49:15","slug":"dpam-vorsicht-vor-esg-fallstricken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dpam-vorsicht-vor-esg-fallstricken\/","title":{"rendered":"DPAM: Vorsicht vor ESG-Fallstricken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">DPAM: ESG &#8211; ein Performancetreiber? Ja, aber\u2026<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/advisorworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><strong><strong>Tom Demaecker, Portfoliomanager ESG-Aktienstrategien bei DPAM.<\/strong><\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kriterien Umwelt, Soziales und Unternehmensf\u00fchrung sind mittlerweile im Management von Portfolios der meisten Anlageklassen nicht mehr wegzudenken. In Europa wird bereits fast jeder zweite Euro in nachhaltigen Investments angelegt. Ein Treiber des Zuspruchs ist die relative Outperformance* im Vergleich zu traditionellen Ans\u00e4tzen, die ESG-Kriterien nicht ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abEine Schl\u00fcsselrolle spielt die Vermeidung von Verlusten, die aus kontroversem Verhalten von Unternehmen f\u00fchren. Nach Analysen von Bank of America Merill Lynch wurde seit 2014 durch ESG-Kontroversen allein von Unternehmen aus dem S&amp;P500 ein Wert von 550 Milliarden Dollar vernichtet. Dies zeigt deutlich, dass Verlustrisiken in Portfolios begrenzt werden k\u00f6nnen, wenn kontroverse Unternehmen bzw. Sektoren von vornherein identifiziert und gemieden werden\u00bb, <strong>sagt Tom Demaecker, Portfoliomanager ESG-Aktienstrategien bei DPAM.<\/strong> \u00abDie Frage des Mehrwertes von ESG-Ans\u00e4tzen in Bezug auf die Wertentwicklung muss jedoch auch mit einem \u201aAber\u2018 beantwortet werden.\u00bb<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>ESG-Assets wachsen \u201ainflation\u00e4r\u2018<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meisten Anlagemittel fliessen mittlerweile in ESG-Produkte \u2013 eine Entwicklung, die vor allem bei Aktien mit den besten ESG-Ratings starke Bewertungsanstiege zur Folge hat. Dabei muss hinterfragt werden, ob das Nachhaltigkeitsverst\u00e4ndnis im Markt nicht teilweise noch sehr eingeschr\u00e4nkt ist und hohe Bewertungen einiger weniger Titel tats\u00e4chlich fundamental gerechtfertigt oder nur ein Resultat der hohen Mittelzufl\u00fcsse sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der generell hohen Nachfrage nach ESG-Produkten \u00e4hnelt sich h\u00e4ufig auch die Herangehensweise der Asset-Manager. Wenn alle den gleichen ESG-Ansatz fahren und im Wesentlichen die gleichen Indikatoren nutzen, um ESG-Risiken und -Chancen einzusch\u00e4tzen, steigt automatisch das Interesse an denjenigen Aktien, die die beste ESG-Bewertung erhalten. Dies f\u00fchrt zu einem Nachfragetrend, der sich immer weiter verst\u00e4rkt. Als Konsequenz schneiden Aktien, die durch das allgemeine ESG-Raster fallen, automatisch schlecht ab. Das muss jedoch nicht bedeuten, solche Unternehmen komplett vom eigenen Investitions-Radar zu streichen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Mehr ESG-Offenlegung heisst nicht immer mehr Performance<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abESG-Ratings fokussieren immer noch zu stark auf die Offenlegung und das Berichtswesen \u00fcber ESG in den Unternehmen\u00bb, kritisiert Tom Demaecker. In der Tat schneiden solche Gesellschaften in den Ratings am besten ab, die besonders viele ESG-Daten offenlegen. Dies f\u00fchre dazu, so der Experte, dass grosse Unternehmen, die \u00fcblicherweise mehr Informationen liefern als kleinere Firmen, die besseren Ratings erhalten. Doch sind kleinere und aufstrebende Unternehmen h\u00e4ufig \u00fcberaus interessante Investments mit guten ESG-Werten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da kleinere Titel aber meist nicht in den grossen Datenbanken abgebildet werden, sondern nur hochkapitalisierte Large Caps, erschliessen sich aktiven Fondsmanagern, die nicht nur nach Ratings, sondern auch nach eigenen ESG- und fundamentalen Kriterien beurteilen, lukrative Alternativen. \u00dcberhaupt zeige sich, dass ein hohes Mass an ESG-Offenlegung nicht zwangsl\u00e4ufig zu einer besseren Wertentwicklung f\u00fchrt. Die propriet\u00e4re ESG-Analyse eines Anbieters von nachhaltigen Anlagen kann deshalb dazu beitragen, Greenwashing zu vermeiden. \u00abEs ist wichtig zu unterscheiden, ob ein Unternehmen einfach nur ESG-Massnahmen offenlegt oder tats\u00e4chlich stark engagiert ist im Hinblick auf die zugrundeliegenden Risiken und Chancen\u00bb, <strong>betont der DPAM-Nachhaltigkeitsmanager.<\/strong><\/p>\n<h6><strong>Umwelt-Bias dominiert das Datenuniversum<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Blick auf die ESG-Scores von grossen Datenanbietern, wie Sustainalytics, MSCI und Thomson Reuters, zeigt, dass die Umwelt-Komponente den gr\u00f6ssten relativen Performancebeitrag liefert, w\u00e4hrend die Aspekte Soziales und Unternehmensf\u00fchrung in der Fl\u00e4che noch untergeordnete Rollen spielen. Umso wichtiger ist es, f\u00fcr jedes analysierte Unternehmen bzw. jeden analysierten Sektor genau zu pr\u00fcfen, welche der drei ESG-S\u00e4ulen im Einzelfall tats\u00e4chlich besonders relevant sind. Zum Beispiel sollten Softwareunternehmen wie SAP eher auf Mitarbeiteraspekte hin untersucht werden, da sie in Bezug auf Entwicklung und Service st\u00e4rker vom Faktor \u201aMensch\u2018 abh\u00e4ngig sind als beispielsweise Versorger wie RWE, bei denen Umweltkennziffern und dementsprechende Regulierungsaspekte deutlich entscheidungskritischer sind.<\/p>\n<h6><strong>\u00dcber die \u00fcblichen Datenquellen hinaus gehen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00abDer Teufel steckt im Detail. Die tats\u00e4chliche ESG-G\u00fcte eines Unternehmens l\u00e4sst sich nur schwer in einem aggregierten Wert erfassen. Produktanbieter sollten die Heterogenit\u00e4t der verf\u00fcgbaren Daten ber\u00fccksichtigen und m\u00f6glichst auf verschiedene Datenlieferanten setzen. Noch besser ist ein eigenes ESG-Research, um die Schw\u00e4chen externer Datenquellen zu kompensieren &#8211; nicht nur in Bezug auf Umwelt, sondern auch Soziales und Governance\u00bb, <strong>betont Tom Demaecker.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen eines propriet\u00e4ren Researchs lassen sich unter Nachhaltigkeitsaspekten weitere, wirklich relevante und gewinnbringende ESG-Daten ermitteln. Hierzu ein Beispiel aus dem Bereich \u201aSoziales\u2018: Eine von Google Scolar \u00fcber 27 Jahre erhobene Studie belegt, dass diejenigen US-Firmen, die von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern in die \u201e100 besten US-Arbeitgeber\u201c gew\u00e4hlt wurden, eine Outperformance zwischen 2 und 4 Prozent erzielten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: AdvisorWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DPAM: ESG &#8211; ein Performancetreiber? Ja, aber\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6531,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[150],"tags":[113],"class_list":["post-6519","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-esg","tag-dpam"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6519"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6519\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6531"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}