{"id":6538,"date":"2020-09-02T12:38:32","date_gmt":"2020-09-02T10:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=6538"},"modified":"2020-09-02T12:39:24","modified_gmt":"2020-09-02T10:39:24","slug":"lfde-fomo-fear-of-missing-out","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lfde-fomo-fear-of-missing-out\/","title":{"rendered":"LFDE : FOMO, &#8220;Fear of Missing Out\u201c"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">LFDE : Hinter diesem gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Akronym verbirgt sich in der Sprache Shakespeares der Ausdruck \u201eFear of Missing Out\u201c, das heisst die Angst, etwas zu verpassen.<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #00ffff;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Autoren: Olivier de Berranger, CIO, LFDE ; Cl\u00e9ment Inbona, Fund Manager, LFDE<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Benutzt wurde er vor einigen Monaten, um den Ansturm auf Mehl oder Toilettenpapier in den Superm\u00e4rkten zu begr\u00fcnden, und j\u00fcngst, um die zwanghaften Vorbestellungen von noch im Entwicklungsstadium befindlichen Impfstoffen durch Staaten zu erkl\u00e4ren. Finanzprofis ist der Ausdruck bereits seit langem vertraut, und nach der Rede von Jerome Powell vom 27. August 2020 wird er sich wohl noch etwas tiefer im B\u00f6rsenjargon verankern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der derzeitige Fed-Vorsitzende sorgte bei seinem Auftritt auf dem Symposium von Jackson Hole, dem Hochamt der Notenbanker, f\u00fcr eine Revolution. Er pulverisierte das Dogma des Inflationsziels von 2 %, das mittlerweile das Herzst\u00fcck der Mandate aller wichtigen Zentralbanken ist. Die US-Notenbank verk\u00fcndete, dass sie nun nicht mehr eine Inflation von 2 %, sondern ein Inflationsniveau von durchschnittlich 2 % im Zeitverlauf anstrebe. Sie kann die Preise demnach bei Bedarf f\u00fcr \u201eeine gewisse Zeit\u201c nach oben laufen lassen, um Phasen mit einer Inflation unterhalb des Zielwerts auszugleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies scheint zun\u00e4chst kein grosser Unterschied zu sein. Wenn man jedoch bedenkt, dass die als Massstab dienende US-Kerninflation in den letzten zehn Jahren in kaum 10 % der Zeit \u00fcber ihrem Zielwert lag (genau genommen nur 13 Monate), kann man hier durchaus von einer bedeutenden \u00c4nderung sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fed verfolgt bereits seit einiger Zeit einen extremen Lockerungskurs mit Leitzinsen nahe 0 % und massiven Anleihenk\u00e4ufen. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich dies im Wesentlichen durch den Konjunkturschock erkl\u00e4ren, mit dem die US-Wirtschaft konfrontiert ist. Aber diese Positionierung ist alles andere als vor\u00fcbergehend. Die Fed wird ihre lockere Haltung f\u00fcr lange Zeit beibehalten, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld wieder auf normalen Wachstumskurs und ein besseres Besch\u00e4ftigungsniveau zur\u00fcckkehrt und sich die Teuerungsrate der Marke von 2 % n\u00e4hert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da weltweit bereits 21 % der Anleihen negative Renditen aufweisen und die Geldpolitik dauerhaft locker sein wird, d\u00fcrfte die Attraktivit\u00e4t von Anleihen als Assetklasse f\u00fcr lange Zeit gering bleiben. In einer Welt negativer Zinss\u00e4tze bleibt das zinslose Risiko die Norm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch diesen Beschluss treibt die Fed die Anleger in riskantere und potenziell ertragreichere Anlagen. Hier sind Aktien ein ernstzunehmender Kandidat. Der \u201eFOMO\u201c-Effekt ist \u00fcberdies ein wichtiger Grund f\u00fcr die vergangene positive Wertentwicklung von Aktien, die sie trotz ihrer im historischen Vergleich teuren Bewertungen erzielen konnten. Zun\u00e4chst einmal, weil die Austrocknung der Anleihenrenditen die Anleger bereits in diese Assetklasse getrieben hat. Aber auch, weil die Angst, etwas zu verpassen, noch unmittelbarer durch die Notenbanken ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnte, falls sie Aktien direkt kaufen w\u00fcrden, wie dies bereits bei Anleihen im Rahmen quantitativer Lockerungsprogrammen geschah. Wenn man \u00fcberlegt, dass die US-Notenbank mit mehreren Jahren Verz\u00f6gerung den Weg der japanischen Zentralbank geht, sind wir nicht mehr so weit von einer direkten Intervention am Aktienmarkt entfernt. Die Bank of Japan ist seit diesem Jahr \u00fcbrigens der gr\u00f6sste Aktion\u00e4r am japanischen Aktienmarkt und \u00fcberfl\u00fcgelt sogar den GPIF, den m\u00e4chtigen japanischen Pensionsfonds. Die Angst, etwas zu verpassen, wird uns noch lange umtreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Source: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LFDE : Hinter diesem gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Akronym verbirgt sich in der Sprache Shakespeares der Ausdruck \u201eFear of Missing Out\u201c, das heisst die Angst, etwas zu verpassen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6281,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[154],"class_list":["post-6538","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-lfde"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6538","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6538"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6538\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6539,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6538\/revisions\/6539"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6538"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6538"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6538"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}