{"id":6576,"date":"2020-09-07T08:30:20","date_gmt":"2020-09-07T06:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=6576"},"modified":"2020-09-07T15:30:56","modified_gmt":"2020-09-07T13:30:56","slug":"allianz-gi-die-finanzielle-repression-geht-in-die-naechste-runde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-die-finanzielle-repression-geht-in-die-naechste-runde\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Die Finanzielle Repression geht in die n\u00e4chste Runde"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Lange, lange ist es her, dass wir sie ausgerufen haben, die Finanzielle Repression. Jene Phase, in der die Gl\u00e4ubiger durch ihre Bereitschaft, in niedrig\/negativ verzinsliche Staatsanleihen zu investieren, erheblich dazu beitragen, den Schuldenberg des Staates abzubauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director, Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Corona-Pandemie ist die n\u00e4chste Runde dieser Repression eingel\u00e4utet worden. Die derzeitige Fiskal- und Geldpolitik der Staaten und ihrer Zentralbanken erinnert stark daran, dass mit der Corona-Pandemie die n\u00e4chste Runde dieser Repression eingel\u00e4utet wurde. \u00dcber 70 % des globalen Staatsanleihemarktes haben eine Rendite von einem Prozent und weniger. Knapp 30 % weisen eine negative Rendite aus. Die auf den Staatsschulden lastenden durchschnittlichen Refinanzierungskosten sind seit der Finanzmarktkrise und der Euroschuldenkrise weiter gesunken und k\u00f6nnten fiskalisch kaum komfortabler sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schuldenberg tr\u00e4gt sich so \u00fcber die Zeit von allein ab \u2013 zumindest, wenn sich die Schuldenquote im Rahmen h\u00e4lt und keine dauerhaften Fiskaldefizite aufgebaut werden. Der Refinanzierungszins muss nur unterhalb der Wachstumsrate liegen. Dazu kommt: In vielen Staaten der Eurozone, aber auch in Gro\u00dfbritannien, k\u00f6nnen Teile der Altschulden durch die Neuaufnahme von Schulden getilgt werden. Was hierzulande noch ein relativ junges Ph\u00e4nomen ist, l\u00e4sst sich in Japan schon sehr lange beobachten. Den Negativzinsen sei Dank (vergleiche dazu auch unsere Studie \u201eWer soll das bezahlen?\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jagd nach Kapitaleinkommen geht also weiter. Und dies d\u00fcrfte eine der Erkl\u00e4rungen daf\u00fcr sein, warum sich die Kapitalm\u00e4rkte in einer nie dagewesenen Schnelligkeit von dem Pandemie bedingten Absturz im Mai erholt haben. Mit ihrem Versuch, die Finanzm\u00e4rkte zu stabilisieren, haben die Zentralbanken nicht nur das Niedrig- \/Negativzinsumfeld zementiert, sondern scheinbar einen weiteren \u201eZentralbank-Put\u201c ausgesprochen. Von diesem erwarten die Anleger eine nach unten absichernde Wirkung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gest\u00fctzt wird die risikofreudige Grundeinstellung von den Konjunkturdaten der letzten Wochen und Monate. Diese indizieren in der Tat, dass wir die globale Rezession verlassen haben. Skeptizismus vor einem zu schnellen Zur\u00fcck zum Vor-PandemieWachstumspfad bleibt allerdings angebracht. Alternative und sehr schnell konjunkturreagible Daten, wie die Mobilit\u00e4tsdaten von Google oder elektronische Reservierungen von Restauranttischen, zeigen ein nachlassendes Konjunkturmomentum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend die Liquidit\u00e4t st\u00fctzend wirken sollte, muss mit Volatilit\u00e4t infolge von Entt\u00e4uschungen seitens der Konjunktur und des Pandemie-Verlaufs gerechnet werden.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Taktische Allokation Aktien &amp; Anleihen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">    Infolge der Corona-Pandemie ist die Weltwirtschaft in eine tiefe Rezession gefallen, aus der wir uns mehr und mehr herausbewegen. Die weitere konjunkturelle Erholungsbewegung bleibt aber sehr stark abh\u00e4ngig vom Verlauf der Pandemie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">    Die Hoffnung auf eine schnelle, V-f\u00f6rmige Erholung der Konjunktur infolge der massiven Fiskalpakete und der Liquidit\u00e4tsschwemme der Zentralbanken hat zu einer Erholung der Aktienm\u00e4rkte gef\u00fchrt \u2013 in einer Schnelligkeit, die in der Nachkriegsgeschichte an den Kapitalm\u00e4rkten so bisher nicht zu sehen war. Zu dieser Risikobereitschaft d\u00fcrfte auch der Anlagenotstand beitragen haben, denn die Renditen an den Anleihem\u00e4rkten bewegen sich stark im negativen oder zumindest sehr niedrigen Terrain.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">    Dies, in Verbindung mit der Neigung der Zentralbanken im Eventualfall eher noch expansiver zu werden, sollte die risikoreicheren Kapitalmarktsegmente, zu denen auch die Aktien geh\u00f6ren, weiter beg\u00fcnstigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">    Entt\u00e4uschungspotenzial kann sich beim Konjunkturverlauf und in der weiteren Entwicklung der Pandemie ergeben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Investmentthema: #FinanceForFuture mit ESG<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">    Am 22. August 2020 j\u00e4hrte er sich wieder, der \u201eEarth Overshoot Day\u201c (\u201eErd\u00fcberlastungstag\u201c), wie ihn das Global Footprint Network errechnet. Er zeigt an, wann mehr Biokapazit\u00e4t verbraucht wurde, als die Erde immer wieder neu zur Verf\u00fcgung stellt. Kurz: Wir leben \u00fcber unsere Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">    175 bis 270 Milliarden Euro p. a., das ist nach Sch\u00e4tzungen der Europ\u00e4ischen Investitionsbank (EIB) der Investitionsbedarf, um allein in der Europ\u00e4ischen Union bis 2030 drei Klima- und Energieziele zu erreichen: Reduktion der CO2- Emissionen um 40 % vom Stand 1990 aus gemessen; Energieeinsparungen um ein Drittel des heutigen Verbrauchs in einem \u201eBusiness-as-usual-Szenario\u201c; Bedarfsdeckung des Energieverbrauchs zu mindestens 32 % aus erneuerbaren Energien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">    An dieses Investitionsvolumen heranzukommen, scheint nicht aus der Welt zu sein. Zum Vergleich: Die 2.372 Unterzeichner (Stand: Sommer 2019) der PRI-Initiative (\u201ePrinciples for Responsible Investment\u201c) verwalten zusammen 83 Billionen USDollar. Sie alle haben sich verpflichtet, ihren Investitionsentscheidungen die ESG-Kriterien zu Grunde zu legen. Das Akronym ESG steht f\u00fcr \u201eEnvironmental\u201c (Umwelt), \u201eSocial\u201c (Gesellschaft), \u201eGovernance\u201c (Unternehmensf\u00fchrung).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">    ESG-Kriterien werden in zunehmend mehr Fonds integriert. So wird nachhaltiges Investieren f\u00fcr jeden Geldbeutel m\u00f6glich. Das ist #FinanceForFuture.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Lange, lange ist es her, dass wir sie ausgerufen haben, die Finanzielle Repression. 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