{"id":6836,"date":"2020-10-12T11:23:32","date_gmt":"2020-10-12T09:23:32","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=6836"},"modified":"2020-10-12T11:28:56","modified_gmt":"2020-10-12T09:28:56","slug":"bantleon-investment-insight-oktober-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-investment-insight-oktober-2020\/","title":{"rendered":"Bantleon: Investment Insight Oktober 2020"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Bantleon: Die chinesische Wirtschaft hat wieder den Vorw\u00e4rtsgang eingelegt. Und in den USA und Europa stehen die Zeichen ebenfalls auf Erholung.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"grid-w11\">\n<div class=\"title is-2 \"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<div class=\"ce-bodyinnertext\">\n<p>Sp\u00e4testens zum Jahreswechsel d\u00fcrfte auch die Inflation wieder steigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In China hat sich im September die wirtschaftliche Erholung nach dem Corona-Einbruch vom Anfang des Jahres weiter fortgesetzt.<\/strong> F\u00fcr die Industrie und die Servicesektoren weist das Statistikamt NBS einen Anstieg des jeweiligen Einkaufsmanagerindikators aus (51,5 nach 51,0 Punkten bzw. 55,9 nach 55,2 Punkten). Der Composite-Index aus beiden Sektoren erreichte sogar mit 55,1 nach 54,5 Punkten einen 3-j\u00e4hrigen H\u00f6chststand. R\u00fcckenwind geht vor allem vom Aussenhandel aus. Aber auch die Lage der Binnenwirtschaft verbessert sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In allen Einkaufsmanagerumfragen legten die Subindizes zur Besch\u00e4ftigungsentwicklung zu. F\u00fcr die Industrie weist Markit einen Anstieg von 49,8 auf 50,1 Punkte aus.<\/strong> Absolut betrachtet scheint das nicht viel. In den zur\u00fcckliegenden sieben Jahren gab es aber nur in zwei Monaten geringf\u00fcgig h\u00f6here Werte. Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt ebenfalls mehr und mehr vom Aufschwung profitiert, was seinerseits den privaten Konsum st\u00fctzen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Insgesamt bleibt China klar auf konjunkturellem Erholungskurs.<\/strong> Die robusten September-Werte der Einkaufsmanagerumfragen liefern mithin einen weiteren Beleg f\u00fcr unsere Erwartung eines erneut kr\u00e4ftigen Schubs beim Bruttoinlandsprodukt im 3.\u2009\u2009Quartal. Chinas Wirtschaft d\u00fcrfte dadurch deutlich schneller auf den alten Wachstumspfad zur\u00fcckkehren, als am Beginn der Krise zu erwarten war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrend im Reich der Mitte der Arbeitsmarkt gerade erst in Schwung kommt, werden in den USA bereits Erm\u00fcdungserscheinungen sichtbar.<\/strong> Zwar sank die Arbeitslosenquote zum f\u00fcnften Mal in Folge auf 7,9%. Aber gleichzeitig ging die Participation Rate von 61,7% auf 61,4 zur\u00fcck, was auf den R\u00fcckzug einiger entmutigter Arbeitssuchender zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Auch die Zahl der Stellenschaffungen zeigt, dass die Arbeitsmarktbelebung in den vergangenen Monaten an Fahrt verloren hat. Von den 22 Mio. Besch\u00e4ftigten, die zum Hochpunkt der Krise ihre Stelle verloren hatten, ist rund die H\u00e4lfte immer noch ohne Job. Der Arbeitsmarkt hinkt damit anderen Bereichen bei der R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t deutlich hinterher. So haben die Einzelhandelsums\u00e4tze das Vorkrisenniveau bereits \u00fcberschritten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Erholung der US-Wirtschaft wird durch die unterdurchschnittliche Entwicklung am Arbeitsmarkt jedoch nicht gef\u00e4hrdet.<\/strong> Die US-B\u00fcrger konnten dank der umfangreichen staatlichen Hilfszahlungen genug auf die hohe Kante legen, um die kommenden Monate zu \u00fcberbr\u00fccken. Unsere zuversichtliche Einsch\u00e4tzung zur Lage der Konsumenten wird durch neueste Umfragen zum Verbrauchervertrauen best\u00e4tigt. So legte der Index der University of Michigan (von 74,1 auf 80,3 Punkte) ebenso merklich zu wie das Pendant des Conference Board (von 86,3 auf 101,8 Punkte). Den j\u00fcngsten R\u00fccksetzer beim ISM-Einkaufsmanagerindex der Industrie, der im September von 56,0 auf 55,4 Punkte nachgab, sehen wir in diesem Umfeld als unproblematisch an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In der Eurozone scheint der R\u00fcckgang der Inflationsrate im September auf -0,3% bzw. der Kernrate auf +0,2% auf den ersten Blick besorgniserregend.<\/strong> Allerdings ist die Teuerung derzeit durch einige Sondereffekte deutlich nach unten verzerrt. Neben r\u00fcckl\u00e4ufigen Bekleidungspreisen d\u00e4mpfen die Nachfrageflaute im Tourismus und die gesenkten Mehrwertsteuers\u00e4tze in zahlreichen Eurol\u00e4ndern vor\u00fcbergehend den Preisauftrieb. Bis zum Jahresende h\u00e4ngt die Inflationsentwicklung dar\u00fcber hinaus stark vom \u00d6lpreis ab. Wenn dieser nicht ansteigt, sollte die Teuerungsrate im negativen Bereich verharren. Unabh\u00e4ngig davon wird jedoch mit Beginn des n\u00e4chsten Jahres der Preisauftrieb in mehreren Schritten wieder merklich zunehmen und zwischenzeitlich \u00fcber 2% klettern. Auch die Kerninflationsrate d\u00fcrfte sich 2021 in Richtung 2% bewegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abgesehen von den Inflationszahlen gab es zuletzt positive \u00dcberraschungen bei den Konjunkturdaten<\/strong>. Dazu geh\u00f6ren die Einzelhandelsums\u00e4tze in zahlreichen Eurol\u00e4ndern. In Deutschland setzten die Einzelh\u00e4ndler im August real 3,1% mehr um als im Juli. Das Vorkrisenniveau wurde damit um fast 6% \u00fcbertroffen. \u00c4hnlich sehen die Zahlen in Frankreich aus: Gegen\u00fcber Juli legte der Umsatz um 6,2% zu, gegen\u00fcber Februar um 5,5%. Auch in den Niederlanden, Belgien, Irland und Finnland wurde das Vorkrisenniveau \u00fcberschritten. F\u00fcr das 3. Quartal zeichnet sich damit in der Eurozone eine Zunahme bei den Einzelhandelsums\u00e4tzen von 10% gegen\u00fcber dem Vorquartal ab. Die PKW-Verk\u00e4ufe sollten sich nach den Neuzulassungszahlen f\u00fcr Juli und August sogar ann\u00e4hernd verdoppeln. Die anhaltende Schw\u00e4che in einigen Dienstleistungsbereichen wie Tourismus, Gastgewerbe sowie Kunst und Kultur d\u00fcrfte damit weitgehend kompensiert werden. So erwarten wir im 3. Quartal gegen\u00fcber dem 2. Quartal einen massiven Anstieg der privaten Konsumausgaben um 12% bis 14%.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>In der Industrie der Eurozone sieht es weiter nach einem \u00bbV\u00ab aus.<\/strong> Die Erholung der Industrieproduktion, die ann\u00e4hernd V-f\u00f6rmige Erholung der Bauproduktion sowie das \u00dcberschiessen der Einzelhandelsums\u00e4tze k\u00f6nnten f\u00fcr eine zweistellige Zuwachsrate des BIP im 3. Quartal sorgen. Unsere Prognose eines BIP-R\u00fcckgangs um 7% im Durchschnitt des laufenden Jahres k\u00f6nnte sich damit als zu zur\u00fcckhaltend erweisen. Denn auch im angelaufenen 4. Quartal bleiben die Perspektiven g\u00fcnstig, zumal sich bei den Neuinfektionszahlen in der Eurozone eine Trendwende abzuzeichnen scheint und das Gesundheitssystem gut mit der aktuellen Belastung durch COVID-19-Patienten umgehen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl der Risikoappetit bei Aktien zuletzt wieder zunahm, konnten sich Staatsanleihen weiterhin behaupten. Bundesanleihen und ihre Pendants aus den anderen L\u00e4ndern der W\u00e4hrungsunion profitierten dabei von den schwachen Inflationsdaten der Eurozone, die ihrerseits die Inflationserwartungen d\u00e4mpften.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zudem liess EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde Sympathie f\u00fcr das Vorgehen der Fed erkennen.<\/strong> Das heisst: Nach einer Phase zu tiefer Inflation k\u00f6nnte auch die EZB eine Weile lang Ziel\u00fcberschreitungen tolerieren. Im Endeffekt l\u00e4uft dies auf eine noch l\u00e4ngere Zeitspanne der ultraexpansiven Geldpolitik hinaus, was einem Renditeanstieg von EUR-Staatsanleihen tendenziell entgegenwirkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die Inflationsraten wieder leicht ansteigen. Mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Belebung sollte die Wirtschaftsleistung bereits im kommenden Jahr das Vor-Corona-Niveau erreichen. In einigen Bereichen wie bei den Einzelhandelsums\u00e4tzen ist das jetzt schon der Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Diese Positivmeldungen dringen derzeit wegen der hohen Neuinfektionszahlen in Europa nicht durch.<\/strong> Das wird sich aus unserer Sicht aber in den kommenden Monaten \u00e4ndern. Die Renditen von Staatsanleihen sollten daher bis zum Jahresende moderat zulegen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Rechtlicher Hinweis:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen st\u00fctzen sich auf Berichte und Auswertungen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verl\u00e4sslichen Quellen beruhen, kann sie f\u00fcr die Qualit\u00e4t, Richtigkeit, Aktualit\u00e4t oder Vollst\u00e4ndigkeit der Angaben keine Gew\u00e4hrleistung \u00fcbernehmen. Eine Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit l\u00e4sst keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die k\u00fcnftige Wertentwicklung zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Die chinesische Wirtschaft hat wieder den Vorw\u00e4rtsgang eingelegt. 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