{"id":6956,"date":"2020-10-30T12:23:00","date_gmt":"2020-10-30T11:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=6956"},"modified":"2020-10-30T12:31:03","modified_gmt":"2020-10-30T11:31:03","slug":"carmignac-europa-muss-aus-frueheren-krisen-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/carmignac-europa-muss-aus-frueheren-krisen-lernen\/","title":{"rendered":"Carmignac &#8211; Europa muss aus fr\u00fcheren Krisen lernen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Carmignac : Um eine umfassende Schuldenkrise abzuwenden, ist eine massive Unterst\u00fctzung seitens der Regierungen f\u00fcr das Wirtschaftswachstum vonn\u00f6ten.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von Didier Saint-Georges \u2013 Managing Director und Mitglied des Strategic Investment Committee<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">In den USA scheint sich eine derartige Entwicklung abzuzeichnen.<\/span><\/span> Indes muss Europa dieses Mal interne Widerst\u00e4nde \u00fcberwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der sprunghafte Anstieg der Haushaltsdefizite und damit der Staatsverschuldung infolge der von allen Industriel\u00e4ndern ergriffenen Massnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Konjunktureinbruchs im letzten Fr\u00fchjahr hat bei vielen Marktbeobachtern zu Recht Besorgnis ausgel\u00f6st. Diese berechtigten Sorgen sollten uns jedoch nicht von einer unmittelbareren Herausforderung ablenken, die es zu bew\u00e4ltigen gilt, bevor wir den Fokus auf die mittelfristige Zukunft legen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Verz\u00f6gerte Anreize als unmittelbare Gefahr<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine unmittelbare Gefahr besteht darin, dass die angek\u00fcndigten Stimulierungsmassnahmen bereits jetzt abgeschw\u00e4cht werden \u2013 sei es aus einem Festhalten an fiskalischer Sparsamkeit in Europa oder aufgrund der politischen Pattsituation in den USA. Daher k\u00f6nnten beide Regionen Gefahr laufen, entweder dasselbe Schicksal zu erleiden wie Japan oder sich letzten Endes einer Vertrauenskrise gegen\u00fcberzusehen, sollten sie die Gefahr untersch\u00e4tzen. Doch t\u00e4uschen Sie sich nicht: Der Grund daf\u00fcr, dass Japan sich nie vollst\u00e4ndig von seiner Immobilienkrise im Jahr 1990 erholt hat oder dass das BIP-Wachstum in Europa so stark hinter der in den USA seit der Finanzkrise 2008 verzeichneten Wachstumsrate zur\u00fcckbleibt, besteht darin, dass die Konjunkturprogramme dieser Regionen zu verhalten ausfielen. Und die Folge? Sowohl Japan als auch Europa m\u00fcssen sich mit einem schwachen Wirtschaftswachstum begn\u00fcgen, ohne dabei wesentliche Fortschritte im Hinblick auf den Schuldenabbau zu erzielen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Der \u00f6ffentliche Sektor muss Fremdmittel aufnehmen, wenn der Privatsektor zu viel spart<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies stellt kein Mysterium dar. Eine Finanzkrise ermutigt den Privatsektor dazu, Geld zu sparen (oder die Entschuldung voranzutreiben, was auf das Gleiche hinausl\u00e4uft). Dadurch sieht sich das Land als Ganzes mit \u00fcberm\u00e4ssigen Nettoersparnissen anstelle von Konsum- und Investitionsausgaben konfrontiert, sollte es der \u00f6ffentlichen Hand nicht gelingen, diese Sparneigung durch gegenteiliges Verhalten \u2013 d.h. die Aufnahme von Fremdmitteln \u2013 auszugleichen. In einem derart verhaltenen Konjunkturumfeld sinken die Importe, was einen enormen Leistungsbilanz\u00fcberschuss zur Folge hat, der aber nur auf dem Papier gut aussieht, da das Land aufgrund des unzureichenden Wachstums verk\u00fcmmert. Gleichzeitig dr\u00fcckt exzessives Sparen die Zinsen, was wiederum die Kurse finanzieller Verm\u00f6genswerte befl\u00fcgelt. Der daraus resultierende Boom am Finanzmarkt weist eine zunehmende Entkopplung von der wirtschaftlichen Realit\u00e4t der B\u00fcrger auf, wodurch sich der Eindruck verst\u00e4rkt, dass sich die L\u00fccke zwischen Erwerbst\u00e4tigen und Eigent\u00fcmern finanzieller Verm\u00f6genswerte weitet. Auf diese Weise tr\u00e4gt eine vermeintlich \u201epositive\u201c Reaktion auf Finanzkrisen zu sozialen Spannungen bei und untergr\u00e4bt die Glaubw\u00fcrdigkeit der Regierung des Landes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der derzeit von den Regierungen zur Verf\u00fcgung gestellten finanziellen Unterst\u00fctzung haben die privaten Haushalte aus Sorge um die Zukunft hohe Ersparnisse angeh\u00e4uft. Dies ist positiv f\u00fcr die Finanzm\u00e4rkte, die Verbraucherausgaben sind indes eingebrochen. Unternehmen haben ebenfalls umfangreiche F\u00f6rdermittel erhalten, doch auch sie schaffen diese aufgrund des weiterhin tr\u00fcben Ausblicks zur Seite oder nutzen sie f\u00fcr den Schuldenabbau.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Warten auf ein Wundermittel in Form eines Impfstoffs w\u00e4re gef\u00e4hrlich<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anders als in den Jahren nach der Finanzkrise 2008 mag es dieses Mal angemessen erscheinen, die Hoffnung auf ein Allheilmittel in Form eines Impfstoffs zu legen, der alle Bedingungen erf\u00fcllt, um das Vertrauen rasch wieder herzustellen. In diesem Szenario w\u00fcrde die durch die Corona-Krise bedingte Sparschwemme in Verbraucher- und Investitionsausgaben umgelenkt werden, was sich ma\u00dfgeblich auf die Art der Konjunkturerholung auswirken w\u00fcrde. Um den Gedanken fortzuf\u00fchren, w\u00e4re sogar denkbar, dass die \u00dcberschusskapazit\u00e4ten, die sich im verarbeitenden Gewerbe gebildet haben, schon bald wieder abgebaut werden und damit einen Boden f\u00fcr den seit Langem erwarteten Inflationsanstieg bereiten w\u00fcrden. Doch anstatt auf eine potenzielle Wunderwaffe zu setzen, sollten die Regierungen vielmehr proaktiv in die Bresche springen, um die Wirtschaft durch Ausgaben zu st\u00fctzen, die der Privatsektor nicht t\u00e4tigen kann oder will.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Europa muss aus der Vergangenheit lernen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA wird das neue Konjunkturprogramm durch den Wahltermin zur\u00fcckgehalten, der einem Konsens im Kongress in Bezug auf Ma\u00dfnahmen von nationalem Interesse im Wege steht. Im Rahmen seiner Kampagne fordert Joe Biden jedoch ausdr\u00fccklich, einen Schritt weiter zu gehen als finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr B\u00fcrger und umfangreiche Staatsausgaben mittels eines Stimuluspakets in H\u00f6he von bis zu 1,5 Billionen USD anzustossen. Es w\u00e4re schade, wenn es der Europ\u00e4ischen Union nicht gelingen w\u00fcrde, den Widerstand ihrer als \u201esparsam\u201c bekannten Mitglieder rasch zu \u00fcberwinden, und sie stattdessen ein 750 Milliarden EUR schweres Konjunkturpaket k\u00fcrzen w\u00fcrde, das von Anfang an schon zu gering ausfiel. Dies gilt nun umso mehr, da eine zweite Pandemiewelle die lang ersehnte Wiederer\u00f6ffnung der Volkswirtschaft bremst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine zu hohe Verschuldung stellt zweifelsohne ein ernsthaftes Problem dar. Die L\u00f6sung kann jedoch nicht darin bestehen, das BIP zugunsten einer geringeren Verschuldung zu opfern. Die Chinesen haben dies verstanden, und m\u00f6glicherweise werden auch die Amerikaner schon bald zu dieser Einsicht gelangen. F\u00fcr Europa ist es an der Zeit, endlich aus der Vergangenheit zu lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carmignac : Um eine umfassende Schuldenkrise abzuwenden, ist eine massive Unterst\u00fctzung seitens der Regierungen f\u00fcr das Wirtschaftswachstum vonn\u00f6ten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":5556,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[140],"class_list":["post-6956","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-carmignac"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6956","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6956"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6956\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6957,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6956\/revisions\/6957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6956"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6956"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6956"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}