{"id":7080,"date":"2020-11-20T16:30:44","date_gmt":"2020-11-20T15:30:44","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=7080"},"modified":"2020-11-23T10:26:08","modified_gmt":"2020-11-23T09:26:08","slug":"allianz-gi-realoekonomische-indikatoren-wieder-im-fok","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-realoekonomische-indikatoren-wieder-im-fok\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Real\u00f6konomische Indikatoren wieder im Fok"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Es war ein vielversprechender Start in die abgelaufene Kalenderwoche. Die positiven Impfstoffnachrichten&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von <span class=\"body-one\">Stefan Scheurer <\/span>Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">die jeweils eine \u00fcber 90- prozentige Wirksamkeit gegen das Coronavirus attestieren, sorgten f\u00fcr weiteren R\u00fcckenwind an den B\u00f6rsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">US-amerikanische Aktienm\u00e4rkte, aber auch der MSCI-Index f\u00fcr asiatische Aktien erreichten neue Allzeithochs. Letztere standen aber vor allem im Zeichen der Unterzeichnung des weltweit gr\u00f6\u00dften regionalen Freihandelsabkommens, dem sogenannten Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP). Es umfasst 15 Nationen mit einer Bev\u00f6lkerung von 2,2 Milliarden Menschen, deren Wirtschaftskraft mit 26,2 Billionen US-Dollar fast 30% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts ausmacht und ist damit gr\u00f6\u00dfer als das Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada bzw. der Europ\u00e4ischen Union. Aus globaler Sicht stellt es einen wichtigen Schritt in Richtung einer umfassenderen regionalen Integration dar. Es signalisiert aber auch, dass Asien die Handelsliberalisierung weiter vorantreibt und sich dabei das globale wirtschaftliche Gravitationszentrum weiter nach Osten hin verschiebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu passen die j\u00fcngsten Wirtschaftsdaten aus China, die eine stetige Erholung der Wirtschaft widerspiegeln. Zudem reflektiert der Datenfluss vom Oktober, dass sich die Wachstumsbelebung auf den inl\u00e4ndischen Verbrauch bzw. den Dienstleistungssektor ausgeweitet hat. Erwartungsgem\u00e4\u00df sollte sich das Wirtschaftswachstum im 4. Quartal 2020 in Richtung des Potenzialwachstums von 6 % f\u00fcr das Gesamtjahr bewegen. Diese Erholung d\u00fcrfte aber auch ma\u00dfgeblichen Anteil daran haben, dass bis Ende Q3 mehr als zwei Drittel des 10- prozentigen Einbruchs der Weltwirtschaft im ersten Halbjahr r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden konnten. Nichtsdestotrotz, es scheint ein langer und steiniger Weg in Richtung vollst\u00e4ndiger Konjunkturerholung zu werden. Vor dem Hintergrund eines nachlassenden geld- und fiskalpolitischen Impulses, eines Abebbens der aufgestauten G\u00fcternachfrage und eines weiterhin fragilen Dienstleistungssektors rechnen wir daher mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den kommenden Monaten. Dabei \u00fcberwiegen die konjunkturellen Abw\u00e4rtsrisiken, zumindest auf kurze Sicht, im Zuge der zuletzt deutlich verschlechterten Pandemieentwicklung in vielen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00f6konomischen Kosten der Pandemie d\u00fcrften daher weiter steigen. Die Rufe nach einem weiteren US-Konjunkturprogramm werden lauter, w\u00e4hrend die Notenbanken nicht m\u00fcde werden, taubenhafte Signale zu senden oder gar weitere expansive Schritte in Aussicht zu stellen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche Voraus<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der kommenden Kalenderwoche d\u00fcrfte sich der Fokus nach Tagen des Aufwinds im Zuge der aufl\u00f6senden Unsicherheit im Kontext der USWahl sowie der positiven Impfstoffnachrichten wieder verst\u00e4rkt auf das COVID-19 Infektionsgeschehen bzw. die real\u00f6konomischen Indikatoren richten. In den USA startet die Woche mit diversen Fr\u00fch- und Stimmungsindikatoren, insbesondere dem Einkaufsmanagerindex f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe (Mo), gefolgt vom Verbrauchervertrauen des Conference Boards (Di). Letzteres k\u00f6nnte sich angesichts der Tatsache, dass immer mehr Staaten Beschr\u00e4nkungen auferlegen, st\u00e4rker eintr\u00fcben und letztendlich auch auf dem privaten Konsum lasten. Am Mittwoch stehen neben den w\u00f6chentlichen Arbeitsmarktdaten und den vorl\u00e4ufigen Auftragseing\u00e4ngen f\u00fcr langlebige G\u00fcter auch das Sitzungsprotokoll der USNotenbank an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Eurozone sind es vorwiegend die vorl\u00e4ufigen Einkaufsmanagerindizes f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe, auf denen das Interesse der Marktteilnehmer liegen d\u00fcrfte (Mo). Die neuerlichen Beschr\u00e4nkungsma\u00dfnahmen hingegen k\u00f6nnten sich negativ auf die Wirtschaftsstimmung (Fr) auswirken. L\u00e4nderspezifisch liegt die Aufmerksamkeit in Deutschland auf dem ifo-Gesch\u00e4ftsklimaindex (Di) bzw. dem GfK-Verbrauchervertrauen (Do), w\u00e4hrend die vorl\u00e4ufigen Verbraucherpreise in Frankreich einen ersten Anhaltspunkt f\u00fcr die Zinssitzung der Europ\u00e4ischen Zentralbank im Dezember geben k\u00f6nnten. In Asien scheint der Datenkalender in der kommenden Woche sp\u00e4rlich besetzt zu sein \u2013 einzig die Verbraucherpreise im Gro\u00dfraum Tokio stehen Ende der Woche an (Fr).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der US-amerikanischen Pr\u00e4sidentschaftswahl hat sich die Positionierung in riskanteren Verm\u00f6genswerten, zu denen auch Aktien z\u00e4hlen, deutlich ausgeweitet. So stieg laut der American Association of Individual Investors (AAII) der Anteil der \u201eBullen\u201c unter den US-Investoren \u2013 mit Blick auf die n\u00e4chsten 6 Monate \u2013 allein in der letzten Woche von 38% auf 56%, w\u00e4hrend laut der aktuellen Umfrage der Bank of America unter Fondsmanager die Cash-Quote mit knapp 4% auf das Niveau vor COVID-19 gefallen ist. Im Zuge dessen konnten globale Aktienfonds j\u00fcngst den gr\u00f6\u00dften w\u00f6chentlichen Nettomittelzufluss der letzten 20 Jahre verzeichnen \u2013 44,5<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Milliarden US-Dollar (siehe Grafik der Woche). W\u00e4hrend die positiven Nachrichten \u00fcber anstehende Impfstoffe die Aussichten f\u00fcr die derzeit schw\u00e4chelnde \u00d6lnachfrage etwas aufgehellt haben, beg\u00fcnstigte dies auch eine weitere Versteilerung der Zinsstrukturkurven an den Anleihem\u00e4rkten. Doch allem Optimismus zum Trotz, der R\u00fcckenwind k\u00f6nnte nachlassen: Eine fl\u00e4chendeckende Impfung ben\u00f6tigt Zeit und gemessen an den Relative-St\u00e4rke Indikatoren n\u00e4hern sich die globalen Aktienm\u00e4rkte einem \u00fcberkauften Niveau. Das k\u00f6nnte zwischenzeitlich zu einzelnen Gewinnmitnahmen in den kommenden Wochen f\u00fchren<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Es war ein vielversprechender Start in die abgelaufene Kalenderwoche. 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