{"id":7624,"date":"2021-02-25T18:34:32","date_gmt":"2021-02-25T17:34:32","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=7624"},"modified":"2021-02-26T16:36:54","modified_gmt":"2021-02-26T15:36:54","slug":"bantleon-aengste-vor-us-dollar-abwertung-sind-ueberzogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-aengste-vor-us-dollar-abwertung-sind-ueberzogen\/","title":{"rendered":"Bantleon: \u00c4ngste vor US-Dollar-Abwertung sind \u00fcberzogen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Bantleon: <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Mit der zu beobachtenden Allianz von Geld- und Fiskalpolitik in den USA, die durch die Berufung von Janet Yellen zur Finanzministerin&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Dr. Tobias Frei Senior Portfolio Manager<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende November 2020 offensichtlich wurde, kam der US-Dollar auf breiter Front unter Druck und verlor bis zum H\u00f6chststand Anfang 2021 bei 1,2350 circa 4,6% gegen\u00fcber dem Euro. Ein festerer Euro wirkt allerdings nicht nur d\u00e4mpfend auf die Exporte aus der Eurozone, sondern auch auf die Inflation. Und so war es wenig \u00fcberraschend, dass Verbalinterventionen aus dem EZB-Rat dem Anstieg des Euros schnell ein Ende setzten. Unterst\u00fctzung d\u00fcrfte der US-Dollar in den n\u00e4chsten Monaten aber auch aus anderen Richtungen bekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der j\u00fcngsten Vergangenheit verlief der Wechselkurs relativ parallel mit dem \u00dcberraschungsmomentum der Eurozonen-Wirtschaftsdaten. Unter Einbeziehung unserer Konjunkturprognosen w\u00fcrde dies einen baldigen Anstieg des Euros Richtung 1,26 US-Dollar nahelegen. F\u00fcr dieses Szenario spricht auch, dass eine starke globale wirtschaftliche Erholung, wie wir sie prognostizieren, die Nachfrage nach dem US-Dollar als sicherer Hafen reduziert. Zudem investieren die Anleger im Umfeld tiefer Nominal- und Realzinsen vorzugsweise in h\u00f6her rentierende Anlagen in den Emerging Markets. Diese Entwicklung befl\u00fcgelt nicht nur die Kurse von Schwellenl\u00e4nder-Anleihen \u2013 auch Emerging-Markets-Aktien haben sich gut entwickelt und liegen in diesem Jahr gemessen an den entsprechenden Indizes des MSCI World bereits 5%-Punkte vor ihren Pendants aus den Industriel\u00e4ndern.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Kein Druck auf US-Leistungsbilanzdefizit zu erwarten<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen den US-Dollar wird immer wieder das ausufernde Haushalts- und Leistungsbilanzdefizit der USA angef\u00fchrt. Zus\u00e4tzlich zu den 900 Mrd. US-Dollar, welche Ex-Pr\u00e4sident Donald Trump seit Dezember in die Wirtschaft gepumpt hat, stellen die Demokraten unter Joe Biden nun zus\u00e4tzlich 1.900 Mrd. US-Dollar als Hilfen in Aussicht. Zur Finanzierung m\u00fcssen sich die USA entweder im Ausland verschulden oder der amerikanische Sparer stellt das Geld zur Verf\u00fcgung. Wie im Fr\u00fchjahr 2020 wird auch diesmal zun\u00e4chst die US-Sparquote deutlich steigen, allerdings von einem bereits erh\u00f6hten Niveau aus, das zuletzt Mitte der 1970er-Jahre erreicht wurde. Daher d\u00fcrfte kein unmittelbarer Druck auf das US-Leistungsbilanzdefizit entstehen. Dies gilt auch dann, wenn die Haushalte beginnen, Teile des gesparten Geldes auszugeben. Mit der \u00dcberwindung der Coronavirus-Krise d\u00fcrften verst\u00e4rkt Dienstleistungen nachgefragt werden, auf die Konsumenten seit einem Jahr weitestgehend verzichten mussten. Die Wertsch\u00f6pfung findet im Servicesektor jedoch \u00fcberwiegend in den USA statt, im Gegensatz zur G\u00fcternachfrage, die zu einem betr\u00e4chtlichen Anteil durch Importe befriedigt wird und damit defizit\u00e4r wirkt.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Auch Wachstumsdifferenz st\u00fctzt den US-Dollar<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist schliesslich die Wachstumsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone, die f\u00fcr einen starken US-Dollar spricht. Die genannten US-Fiskalprogramme, die kurzfristig zur Verf\u00fcgung gestellt werden, entsprechen mehr als 10% der amerikanischen Wirtschaftsleistung. Dagegen sind die fiskalischen Impulse in der Eurozone kleiner und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum verteilt. Entsprechend sollte die US-Wirtschaft in diesem Jahr mit rund 6,0% deutlich st\u00e4rker wachsen als die Wirtschaft der Eurozone, die nur auf 4,8% kommen d\u00fcrfte. Zus\u00e4tzlich st\u00fctzend f\u00fcr den US-Dollar wirken der schnellere Fortschritt bei den Coronavirus-Impfungen sowie der bislang geringere Auftritt von Virusmutationen, die in Europa \u2013 vor allem in Deutschland \u2013 schnellere \u00d6ffnungen der Wirtschaft verhindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus diesen Gr\u00fcnden erwarten wir kein unmittelbares Abrutschen des US-Dollars. Auch die Positionierung der Investoren an der Chicago Mercantile Exchange spricht hierf\u00fcr. Zuletzt war in der Summe sogar eine leichte Reduktion der US-Dollar-Leerverkaufspositionen durch die Spekulanten festzustellen. Im Spannungsfeld von einerseits belastenden Faktoren f\u00fcr den US-Dollar und andererseits positiven fiskalischen Wachstumsimpulsen diesseits und jenseits des Atlantiks ist eine Seitw\u00e4rtsbewegung des Wechselkurses EUR\/USD am wahrscheinlichsten. Sofern es zu keinem erneuten Aufflammen von Krisen kommt, d\u00fcrfte sich der Euro in den n\u00e4chsten drei Monaten zwischen 1,19 und 1,24 US-Dollar bewegen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Rechtlicher Hinweis:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen st\u00fctzen sich auf Berichte und Auswertungen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verl\u00e4sslichen Quellen beruhen, kann sie f\u00fcr die Qualit\u00e4t, Richtigkeit, Aktualit\u00e4t oder Vollst\u00e4ndigkeit der Angaben keine Gew\u00e4hrleistung \u00fcbernehmen. Eine Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit l\u00e4sst keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die k\u00fcnftige Wertentwicklung zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Mit der zu beobachtenden Allianz von Geld- und Fiskalpolitik in den USA, die durch die Berufung von Janet Yellen zur Finanzministerin&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7626,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[37],"tags":[111],"class_list":["post-7624","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marktanalyse","tag-bantleon"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7624"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7627,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7624\/revisions\/7627"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7626"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}