{"id":7641,"date":"2021-03-02T11:50:07","date_gmt":"2021-03-02T10:50:07","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=7641"},"modified":"2021-03-02T11:58:10","modified_gmt":"2021-03-02T10:58:10","slug":"lfde-tauwetter-bei-den-zinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lfde-tauwetter-bei-den-zinsen\/","title":{"rendered":"LFDE : Tauwetter bei den Zinsen"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify;\">LFDE : Ein Teil der seit langem im negativen Bereich festgefrorenen Zinss\u00e4tze europ\u00e4ischer Staatsanleihen ist j\u00fcngst leicht aufgetaut.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #00ffff;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Makro view der Woche <\/strong><\/p>\n<p>Autoren: Olivier de Berranger, CIO, LFDE &amp;  Alexis Bienvenu, Fund Manager, LFDE<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 25. Februar lag die 10-j\u00e4hrige deutsche Bundesanleihe mit -0,25 % gegen\u00fcber rund -0,60 % Anfang Januar nicht mehr ganz so tief im negativen Bereich, und die 10-j\u00e4hrige franz\u00f6sische Anleihe liegt nun sogar im Plus. Doch ebenso, wie gefrorene Gliedmassen stark schmerzen, wenn sie sich wieder erw\u00e4rmen, geht dieses Auftauen \u2013 das an sich eine gute Nachricht ist, weil negative Zinss\u00e4tze eine schwache Aktivit\u00e4t widerspiegeln \u2013 mit einem gewissen Leiden einher: Die Lage am Aktienmarkt war vergangene Woche angespannt, zumindest bei den teuersten Aktien wie z.B. Titeln aus den Bereichen Technologie oder Energiewende. Sie hatten derart von der regelm\u00e4ssigen Senkung der Zinss\u00e4tze und der Coronakrise profitiert, dass ihre Korrektur folgerichtig und sogar gesund ist.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Langsame R\u00fcckkehr zur Normalit\u00e4t in Europa<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die M\u00e4rkte finden langsam wieder zur Normalit\u00e4t zur\u00fcck: Es herrschen \u2013 seltene \u2013 paradiesische Zust\u00e4nde, bei denen die Zinss\u00e4tze positiv, das Wachstum kr\u00e4ftig und die Inflation gem\u00e4ss dem Mantra der EZB \u201enahe, aber unter 2 %\u201c sind. Doch das ist erst der Beginn der Normalit\u00e4t, denn vorerst bleibt ein Grossteil der europ\u00e4ischen Zinss\u00e4tze negativ. Vor allem bleiben die Realzinsen (Nominals\u00e4tze abz\u00fcglich Inflation) weiterhin unter 0 % festgefroren, denn die erwartete langfristige Inflation in der Eurozone betr\u00e4gt gegenw\u00e4rtig rund 1,3 %1 und liegt somit deutlich \u00fcber den meisten Zinss\u00e4tzen der Staatsanleihen dieser Region.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses pl\u00f6tzliche Tauwetter hat seinen Ursprung allerdings nicht in der Eurozone, sondern in den USA. Die 10-j\u00e4hrigen Zinss\u00e4tze sind von nahe 0,90 % zum Jahresanfang auf k\u00fcrzlich mehr als 1,50 % und somit auf ihr Niveau vor der Coronakrise gestiegen. Die Kombination aus r\u00fcckl\u00e4ufigen Infektionszahlen und einer bei der Inflationssteuerung flexibleren Geldpolitik sowie einer seit dem Amtsantritt von Joe Biden \u00e4usserst voluntaristischen Haushaltspolitik l\u00e4sst f\u00fcr 2021 eine starke Wachstumsbeschleunigung, eine steile Konsumerholung und eine Normalisierung der Inflation erwarten. In Europa gibt es genauso viele Signale, allerdings auf deutlich schw\u00e4cherem Niveau. Wie bei den Impfungen, der Digitalisierung und in vielen anderen Bereichen konnte die Eurozone von der Verbesserung in \u00dcbersee nur profitieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kann diese Entwicklung noch weitergehen? Es w\u00e4re auf jeden Fall w\u00fcnschenswert! Auch wenn der Schmerz f\u00fcr die Aktion\u00e4re der teuersten Aktien und die Gl\u00e4ubiger, deren Anlagen an Wert verlieren w\u00fcrden, dann gross w\u00e4re. Aber w\u00e4re dieser vor\u00fcbergehende Schmerz, der vor allem \u00fcberbewertete Titel \u2013 und m\u00f6glicherweise andere Bereiche durch Ansteckung \u2013 betr\u00e4fe, nicht einem schlechten Status quo vorzuziehen? Die R\u00fcckkehr zu positiven Zinss\u00e4tzen w\u00fcrde der Wirtschaft die Befreiung aus einer absurden Lage erm\u00f6glichen, in der die Staaten und die besten Unternehmen daf\u00fcr bezahlt werden, wenn man ihnen Geld leiht.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Zentralbanken lassen Eisberg der weltweiten Schulden nicht schmelzen<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrden sich noch weitere Schmerzen bemerkbar machen. Insbesondere w\u00fcrde man sich daran erinnern, dass die Aufnahme von Schulden grunds\u00e4tzlich Geld kostet. Die Staaten werden sich nicht mehr \u201eum jeden Preis\u201c2 verschulden k\u00f6nnen. Die Steuerzahler, aber auch die Empf\u00e4nger staatlicher Hilfen w\u00fcrden den Unterschied sp\u00fcren. Aber davon sind wir zumindest in Europa noch weit entfernt. Bis dahin ist es durchaus m\u00f6glich, dass ein Teil der Staatsschulden von den Zentralbanken auf die eine oder andere Weise beiseite geschoben wird. Denn sie werden sicherlich nicht das Risiko eingehen, den Eisberg der weltweiten Schulden schmelzen zu lassen. Diese Erw\u00e4rmung w\u00e4re fast so dramatisch wie die Erderw\u00e4rmung. Gl\u00fccklicherweise ist sie leichter zu steuern. Wir sollten diese finanzielle Erw\u00e4rmung daher als gute Neuigkeit begr\u00fcssen und uns auf die Zentralbanken verlassen, die den dadurch ausgel\u00f6sten Schmerz bet\u00e4uben k\u00f6nnen, wenn er st\u00e4rker wird<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">(1) Inflationsswap Eurozone in 5 Jahren f\u00fcr 5 Jahre, Quelle: Bloomberg.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">(2) Emmanuel Macron, 2020<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle : BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LFDE : Ein Teil der seit langem im negativen Bereich festgefrorenen Zinss\u00e4tze europ\u00e4ischer Staatsanleihen ist j\u00fcngst leicht aufgetaut.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6281,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[154],"class_list":["post-7641","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-lfde"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7641","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7641"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7641\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7642,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7641\/revisions\/7642"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6281"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7641"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7641"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7641"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}