{"id":7677,"date":"2021-03-05T12:25:37","date_gmt":"2021-03-05T11:25:37","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=7677"},"modified":"2021-03-05T15:37:11","modified_gmt":"2021-03-05T14:37:11","slug":"allianz-gi-in-der-hitze-des-gefechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-in-der-hitze-des-gefechts\/","title":{"rendered":"Allianz GI : In der Hitze des Gefechts"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : <span class=\"body-one\">Rund ein Jahr nachdem sich die Corona-Pandemie erstmals nachdr\u00fccklich an den Kapitalm\u00e4rkten niedergeschlagen hat, f\u00e4llt das Fazit gerade f\u00fcr die etwas mutigeren Anleger reichlich positiv aus<\/span>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von <span class=\"body-one\">Dr.  <\/span>Stefan Rondorf Senior Investment Strategist, Global Economics &amp; Strategy<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p>Viele wichtige Aktienindizes vor allem au\u00dferhalb Europas, \u00d6l und richtungsweisende Industriemetallpreise wie Kupfer oder Aluminium handeln teilweise deutlich \u00fcber den Niveaus von Mitte Februar 2020. An wenigen ausgew\u00e4hlten Ecken und Enden der Kapitalm\u00e4rkte reichte zuletzt eine Beschreibung mit \u201epositiv\u201c nicht mehr aus: Die Aktien einiger, meist junger amerikanischer Technologieunternehmen sowie viel beachtete Kryptow\u00e4hrungen wiesen vermehrt Fahnenstangen \u00e4hnelnde Kursverl\u00e4ufe auf (so steil ging es nach oben). In Verbindung mit reichlich Gewinnfantasie beziehungsweise gro\u00dfen Hoffnungen auf st\u00e4rkere Verbreitung ist dies ein Indiz f\u00fcr immer mehr \u00fcberhitzte Gem\u00fcter bei manchen Marktteilnehmern.<\/p>\n<p>Zunehmend erhitzen sich auch volkswirtschaftliche Debatten. Zun\u00e4chst konnten die Folgen der Viruskrise durch beherzte und koordinierte Ma\u00dfnahmen von Geld- und Fiskalpolitik einigerma\u00dfen erfolgreich einged\u00e4mmt werden. Nun stellt sich die Frage, wie viel Stimulus noch n\u00f6tig ist, wenn sich eine Normalisierung der Wirtschaftsaktivit\u00e4t durch voranschreitende Impfprogramme am Horizont abzeichnet. Sollte die neue US-Regierung tats\u00e4chlich ihr geplantes Stimuluspaket im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar verabschiedet bekommen, summierte sich die bisher als Antwort auf die Viruskrise geflossene fiskalische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die US-Wirtschaft auf etwa 25 % des unter normalen Umst\u00e4nden m\u00f6glichen Bruttoinlandsprodukts. Dies sch\u00fcrt nicht ganz unbegr\u00fcndete Sorgen vor einer zeitweiligen \u00dcberhitzung der Wirtschaft. Denn auch die durch die Lockdowns erzwungenen Ersparnisse der US-Haushalte von gesch\u00e4tzt ca. 1,6 Billionen US-Dollar sollten nach den Lockdowns zus\u00e4tzliche Kaufkraft freisetzen. Damit einhergehende Sorgen um anziehende Inflationsraten haben j\u00fcngst die Anleihem\u00e4rkte verunsichert. Und die Renditen amerikanischer 10- j\u00e4hriger Staatsanleihen sind merklich gestiegen. Derzeit ist diese Bewegung aber als Zeichen von mehr Zutrauen in eine Normalisierung der Wirtschaftsaktivit\u00e4ten zu sehen. Die Zentralbanken haben zuletzt deutlich gemacht, ihren Kurs gro\u00dfz\u00fcgiger geldpolitischer Unterst\u00fctzung auch w\u00e4hrend einer anf\u00e4nglich kr\u00e4ftigen Wirtschaftserholung im Jahresverlauf aufrechterhalten zu wollen. Festzuhalten ist dabei auch, dass sich die Diskussion \u00fcber eine m\u00f6gliche \u00dcberhitzung der Wirtschaft derzeit auf die USA konzentriert. Mit Blick auf die Kapazit\u00e4tsauslastung und die im ersten Quartal 2021 eher schleppend angelaufene Impfkampagne in Kontinentaleuropa erscheinen solche Diskussionen an dieser Stelle noch weit weg.<\/p>\n<p>Im Weitwinkel betrachtet, d\u00fcrften sich das Niedrigzinsumfeld und die Jagd nach Rendite also vorerst fortsetzen.<\/p>\n<h6><strong>Taktische Allokation Aktien &amp; Anleihen<\/strong><\/h6>\n<p>Auch wenn die anhaltenden Lockdown-Ma\u00dfnahmen die Konjunktur am aktuellen Rand abbremsen, \u00fcberraschen die Wirtschaftsdaten derzeit in der Breite weiterhin positiv \u2013 vor allem in den USA, aber auch in Asien. Sektoral bleibt das zweigeteilte Bild: Das produzierende Gewerbe setzt seine Erholung fort, der Dienstleistungssektor leidet weiter<\/p>\n<p>Aufkommende Inflationssorgen d\u00fcrften die Staatsanleihem\u00e4rkte st\u00e4rker belasten als die Aktienm\u00e4rkte \u2013 schlussendlich verbriefen Aktien Anteile am realen Produktivverm\u00f6gen, welches in einem Inflationsumfeld auch an Wert gewinnt. Innerhalb der Aktienm\u00e4rkte sollten aber zuletzt hei\u00df gelaufene Segmente, wie z. B. junge US-Technologieunternehmen, zu Korrekturen neigen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend auf den Aktienm\u00e4rkten eher selektiv \u00fcberh\u00f6hte Bewertungen festzustellen sind, k\u00f6nnen die globalen Staatsanleihem\u00e4rkte als in der Breite \u00fcberbewertet angesehen werden.<\/p>\n<p>Die Cash-Best\u00e4nde der internationalen Investoren sind, gemessen an den seit Ausbruch der Pandemie kumulierten Mittelzufl\u00fcssen in die Geldmarkt-Fonds, hoch. Und es ist zu erwarten, dass diese auf der Suche nach Rendite weiter im \u201eRisiko-an-Modus\u201c verharren, auch um dem Niedrig-\/Negativzinsumfeld zu entgehen.<\/p>\n<p>In der Gesamtsicht liegt es nahe, Aktien gegen\u00fcber Anleihen weiterhin \u00fcberzugewichten, wenn auch Vorsicht angebracht bleibt.<\/p>\n<h6><strong>Aktien<\/strong><\/h6>\n<p>Der US-Aktienmarkt weist eine erh\u00f6hte Bewertung und in einzelnen Segmenten klare \u00dcbertreibungstendenzen auf. Gestiegene Handelsvolumina sowie hohe Emissionsvolumen von intransparenten Investmentvehikeln wie SPAC (\u201eSpecial Purpose Acquisition Companies\u201c) sind zu beobachten. Dennoch weisen die globalen Aktienm\u00e4rkte in der Breite noch wenig Tendenzen f\u00fcr eine Blasenbildung auf.<\/p>\n<p>Je erfolgreicher die Impfprogramme, je realer die Perspektive auf eine Wiederer\u00f6ffnung von Wirtschaftsaktivit\u00e4ten, desto mehr d\u00fcrften sich Anleger solchen Unternehmen zuwenden, die von der Pandemie stark betroffen waren. Die Favoriten im \u201eStay-at-home\u201c-Umfeld (also die Gewinnersegmente der Lockdowns) sollten entsprechend an Strahlkraft verlieren.<\/p>\n<p>Aktienanleger sollten sich gedanklich auf ansteigende Inflation einstellen, vor allem auf eine st\u00e4rkere Schwankung der Inflationsraten. Historisch bedeutete ein Anstieg der Volatilit\u00e4t von Inflation Gegenwind f\u00fcr die Bewertung von Aktien. Unternehmen mit hoher Preissetzungsmacht sollten dies teilweise durch bessere Gewinndynamik ausgleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Langfristig ist das Thema \u201eNachhaltigkeit\u201c aus keiner Anlageentscheidung mehr wegzudenken. Anleger d\u00fcrften gut damit fahren, wenn sie auf die Integration von ESG-Kriterien bei ihrer Anlageauswahl achten.<\/p>\n<h6><strong>Anleihen<\/strong><\/h6>\n<p>W\u00e4hrend die Staatsanleiherenditen zun\u00e4chst wegen einer Normalisierung der Inflationserwartungen (steigende Break-even-Inflationsraten) gestiegen sind, erh\u00f6hten sich zuletzt auch die Realrenditen. Anleger an den Rentenm\u00e4rkten verlangen zudem wieder eine etwas h\u00f6here Entsch\u00e4digung f\u00fcr Zins\u00e4nderungsrisiken (Zeitpr\u00e4mien).<\/p>\n<p>Insgesamt sind die US-Renditen aber weiter historisch niedrig. Sie bleiben anf\u00e4llig f\u00fcr ein Szenario einer schnellen Wiederer\u00f6ffnung der Volkswirtschaften und f\u00fcr st\u00e4rkere Schwankungen in den Inflationsraten. Dennoch gilt: Die Zentralbanken haben kein Interesse an einer zu schnellen, zu starken Eintr\u00fcbung der finanziellen Bedingungen. Um dies zu verhindern, d\u00fcrften sie im Zweifel nicht nur verbal intervenieren<\/p>\n<p>Zyklische Faktoren sprechen f\u00fcr eine Fortsetzung des Versteilerungstrends bei den Staatsanleihekurven der USA und der Eurozone.<\/p>\n<p>Peripherie-Staatsanleihen bleiben durch massive K\u00e4ufe der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) und erste Schritte in Richtung einer gemeinsamen europ\u00e4ischen Fiskalpolitik (\u201eRecovery Fund\u201c) gut unterst\u00fctzt. Hierzu tr\u00e4gt auch die Formierung der neuen \u00fcberparteilichen Regierung in Italien bei, trotz einer derzeit noch schleppenden inl\u00e4ndischen Konjunktur in dieser Region.<\/p>\n<p>Das fundamentale Umfeld f\u00fcr Unternehmensanleihen (besserer wie schlechterer Bonit\u00e4t; \u201eInvestment Grade\u201c wie \u201eHigh Yield\u201c) k\u00f6nnte sich im Jahresverlauf zunehmend entspannen. Je besser und n\u00e4her die \u00d6ffnungsperspektive, desto g\u00fcnstiger die Einsch\u00e4tzung der Kreditrisiken. Investment GradeAnleihen profitieren weiter von gro\u00dfvolumigen Ank\u00e4ufen durch Zentralbanken, d\u00fcrften allerdings auch st\u00e4rker unter ansteigenden Staatsanleiherenditen leiden.<\/p>\n<p>Anleihen der aufstrebenden Staaten sollten weiter von der \u201eJagd nach Rendite\u201c profitieren, unabh\u00e4ngig davon ob sie auf Landesw\u00e4hrung oder auf Hartw\u00e4hrungen wie den US-Dollar lauten. Aus konjunktureller Sicht d\u00fcrften sich asiatische Schwellenl\u00e4nder weiter als besonders robust erweisen. Die finanziellen Bedingungen f\u00fcr rohstoffexportierende L\u00e4nder sollten sich verbessern.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Rund ein Jahr nachdem sich die Corona-Pandemie erstmals nachdr\u00fccklich an den Kapitalm\u00e4rkten niedergeschlagen hat, f\u00e4llt das Fazit gerade f\u00fcr die etwas mutigeren Anleger reichlich positiv aus.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":6612,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-7677","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7677","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7677"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7677\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7680,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7677\/revisions\/7680"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6612"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7677"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7677"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7677"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}