{"id":7795,"date":"2021-03-24T10:18:14","date_gmt":"2021-03-24T09:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=7795"},"modified":"2021-03-24T10:18:14","modified_gmt":"2021-03-24T09:18:14","slug":"dje-nahrungsmittelinflation-aufwind-fuer-agraraktien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/dje-nahrungsmittelinflation-aufwind-fuer-agraraktien\/","title":{"rendered":"DJE : Nahrungsmittelinflation: Aufwind f\u00fcr Agraraktien"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">DJE: An weiter anziehende Mieten und Immobilienpreise in den Ballungszentren haben wir uns zweifelsohne gew\u00f6hnt.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"title is-4 is-\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Von J\u00f6rg Dehning, Fondsmanager des DJE \u2013 Agrar &amp; Ern\u00e4hrung bei der DJE Kapital AG<\/strong><\/div>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Steigende Nahrungsmittelpreise waren hingegen in der \u00d6ffentlichkeit jahrelang fast \u00fcberhaupt kein Thema. Das scheint sich nun zu \u00e4ndern. Zwar setzt die aktuell schw\u00e4chere Nachfrage nach Gem\u00fcse und Fleisch seitens der Gastronomie die Preise in diesen Segmenten unver\u00e4ndert unter Druck \u2013 dies k\u00f6nnte sich jedoch im Zuge einer erfolgreichen Coronavirus-Eind\u00e4mmung schnell \u00e4ndern.<\/p>\n<h6><strong>Importnachfrage aus China treibt Nahrungsmittelpreise<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der von der Weltern\u00e4hrungsorganisation (FAO) ver\u00f6ffentlichte Preisindex der diversen Nahrungsmittelpreise tendiert schon in den letzten Monaten eindeutig nach oben. Besonders auff\u00e4llig sind die stark gestiegenen Preise f\u00fcr Pflanzen\u00f6le und Getreide. Auch bei den Notierungen f\u00fcr Mais und Sojabohnen kam es seit Mitte 2020 zu einer regelrechten Preisexplosion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Ausl\u00f6ser?<\/strong> Ein wesentlicher Grund ist sicherlich die hohe Importnachfrage Chinas. Dabei d\u00fcrften nicht nur unterdurchschnittliche Ernten im Reich der Mitte eine Rolle gespielt haben. Vielmehr f\u00fchrt die Aufstockung des Schweinezuchtbestandes nach der Afrikanischen Schweinepest zu einem h\u00f6heren Futterbedarf, der im Inland allein nicht mehr zu decken war. Insbesondere das Bestreben der chinesischen Regierung, die Schweinezucht verst\u00e4rkt in die H\u00e4nde professioneller Zuchtbetriebe zu \u00fcbertragen, hat nicht zuletzt die Beimischung von Mais gef\u00f6rdert. Es ist daher davon auszugehen, dass die h\u00f6here Nachfragedynamik hier noch einige Zeit anhalten d\u00fcrfte, auch wenn am Einsatz effizienter Saatgutsorten gearbeitet wird. Die weiteren Ursachen f\u00fcr die Preis-Rallye sind dagegen eher ein tempor\u00e4res Ph\u00e4nomen. Zu nennen sind hier witterungsbedingte Ernteausf\u00e4lle, allen voran in S\u00fcdamerika und in der Schwarzmeerregion.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Getreide- und \u00d6lsaatenm\u00e4rkte: angespannte Versorgungslage<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andererseits wird das verbesserte Preisumfeld dazu f\u00fchren, dass viele US-Landwirte ihre Anbaufl\u00e4chen in diesem Jahr deutlich ausweiten. Trotz dieser Fl\u00e4chenausweitung erwartete das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) Ende Februar auf seiner j\u00e4hrlichen Prognose-Konferenz auch f\u00fcr 2021\/22 durchaus eine angespannte Angebotssituation an den Getreide- und \u00d6lsaatenm\u00e4rkten. Demnach sollen die US-Soja-Endbest\u00e4nde nahezu auf dem niedrigsten Stand seit 2013\/14 verharren. Aber selbst diese Vorhersage der USDA bleibt nicht ohne Risiko. Vor allem die Annahme durchschnittlicher Trendertr\u00e4ge im Rahmen der Fl\u00e4chenausweitung erscheint durchaus gef\u00e4hrlich. \u00dcblicherweise erfolgt die Fl\u00e4chenerweiterung in Regionen mit weniger guten B\u00f6den und ung\u00fcnstigeren klimatischen Bedingungen. Weitere Entt\u00e4uschungen hinsichtlich der Erntesch\u00e4tzungen sind im sp\u00e4teren Jahresverlauf daher fast vorprogrammiert. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte die Nachfrage sowohl seitens der Futtermittelindustrie (unterst\u00fctzt durch den j\u00fcngsten K\u00e4lteschock in den USA), aber auch durch die Ethanolproduzenten gr\u00f6sser ausfallen als gedacht. Letzteres gilt insbesondere dann, wenn die Corona-bedingten Mobilit\u00e4tsbeschr\u00e4nkungen enden. Die verk\u00fcndeten Exportbeschr\u00e4nkungen einzelner Lieferl\u00e4nder (z.B. Russland und Argentinien) d\u00fcrften ausserdem die Bereitschaft einzelner Defizitstaaten erh\u00f6hen, vorsorglich Sicherheitslagerbest\u00e4nde aufzubauen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Fl\u00e4chenausweitung: Vorteile f\u00fcr US-D\u00fcngemittel- und Saatgutanbieter<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entsprechend k\u00f6nnte die Preisdynamik bei den Agrarrohstoffpreisen in den n\u00e4chsten Monaten nochmals an Fahrt gewinnen. Das w\u00fcrde auch den Aktien aus dem Agrar-Segment einen weiteren Impuls geben. Schon heute profitieren die meisten Aktien aus dem D\u00fcngemittel- und Saatgutbereich von verbesserten Absatzpreisen und Absatzmengen. Den gr\u00f6ssten Vorteil aus der avisierten US-Fl\u00e4chenausweitung geniessen unweigerlich die am US-Markt etablierten D\u00fcngemittel-, Saatgut- und Pflanzenschutzanbieter. Deren Aktien haben zuletzt am meisten avanciert. Ein zu grosses Umsatz-Exposure in S\u00fcdamerika erwies sich hingegen schon allein wegen der Schw\u00e4che des Brasilianischen Reals oft als nachteilig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den weiteren Profiteuren der besseren Rahmenbedingungen geh\u00f6rt die Landtechnikbranche. Insbesondere die US-Landwirte sind bestrebt, ihren in die Jahre gekommenen Fuhrpark endlich zu erneuern. Gleichzeitig sind die Lagerbest\u00e4nde im US-Landtechnik-Grosshandel im historischen Vergleich ausgesprochen niedrig, so dass die Hersteller auf die \u00fcblichen H\u00e4ndler-Rabatte weitgehend verzichten k\u00f6nnen. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass man selbst die hohen Preissteigerungen bei Stahl vorerst ohne Probleme an den Endkunden weiterreichen kann. Der hohe Auftragsbestand sorgt aktuell zudem f\u00fcr eine wesentlich effizientere Auslastung in der Fertigung, sofern die Lieferketten trotz der Corona-bedingten Einschr\u00e4nkungen intakt bleiben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Robotik und k\u00fcnstliche Intelligenz: mehr Effizienz im Agrarsektor<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Unternehmens- aber auch aus Investorensicht sind ferner die zahlreichen neuen automatischen Steuerungs- und Robotik-L\u00f6sungen interessant. Sie werden gerne als Zusatzoption mitverkauft. Mit neuen Applikationen steigt der Umsatz pro Landmaschine daher kontinuierlich. Bei h\u00f6heren D\u00fcngemittelpreisen und vermehrten Auflagen im Pflanzenschutz macht sich der Kauf sogenannter \u201eprecision farming\u201c-Angebote f\u00fcr den Landwirt h\u00e4ufig schon nach etwa zwei bis drei Jahren bezahlt. So erm\u00f6glicht der Einsatz nicht nur eine Reduktion von Arbeitsstunden und die Minimierung notwendiger Betriebsstoffe wie Diesel. Mittels immer besserer Sensoren- und Kameratechnologien l\u00e4sst sich heute vielmehr auch der Materialeinsatz an D\u00fcnge- und Pflanzenschutzmitteln optimieren. W\u00e4hrend ohnehin in der ersten Welle D\u00fcngemittel und in der zweiten Welle verbesserte Saatgutsorten den Ertrag pro Hektar massgeblich steigerten, d\u00fcrfte die zuk\u00fcnftige Verbesserung der Erntetr\u00e4ge wesentlich vom Einsatz digitaler Robotik-Technologien abh\u00e4ngen. Dabei h\u00e4lt selbst die sogenannte \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz\u201c Einzug in die Landwirtschaft. So lernen beispielsweise Computer, Unkr\u00e4uter von den eigentlichen Anbaupflanzen zu unterscheiden. Eine gezieltere Bek\u00e4mpfung scheint damit nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Grossfl\u00e4chige Herbizid-Behandlungen k\u00f6nnten im Gegenzug der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Die F\u00f6rderung entsprechender Investitionen durch Zusch\u00fcsse scheint folglich auch im Sinne des Umweltschutzes sinnvoll.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Nachhaltige Anbaumethoden werden wichtiger<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vergessen sollte man in diesem Zusammenhang nicht, dass die US-Landwirte betr\u00e4chtliche Hilfsleistungen unter der alten US-Regierung erhielten. Inwieweit diese Subventionen Bestand haben werden, bleibt unklar. Mit gewissen K\u00fcrzungen ist zu rechnen. Dies gilt ebenso f\u00fcr die europ\u00e4ischen Landwirte, die mittelfristig mit niedrigeren Direktzahlungen aus Br\u00fcssel konfrontiert sein werden. Umso wichtiger wird vor diesem Hintergrund eine Belohnung nachhaltiger Anbaumethoden. Erste Schritte werden in Nordamerika unternommen. So will Nutrien, einer der f\u00fchrenden US-Agrarguth\u00e4ndler, ab 2021 erstmals CO2-Zertifikate f\u00fcr besonders bodenschonende Pflanzungen pr\u00fcfen und an Interessenten aus der Industrie weiterverkaufen. Dies k\u00f6nnte ein vielversprechender Weg sein, den Bauern endlich abseits der traditionellen Subventionen eine zweite Einkommensquelle zu generieren. In der Folge w\u00fcrde sich die durch die stark schwankenden Agrarstoffpreise bedingte Einkommenszyklik zumindest etwas entsch\u00e4rfen. Kurzfristig ist aber so oder so bei vielen Landwirten vorerst mit steigenden Ertr\u00e4gen zu rechnen. Aktien aus diesem Segment bleiben trotz der bereits erzielten Kursgewinne unver\u00e4ndert aussichtsreich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DJE: An weiter anziehende Mieten und Immobilienpreise in den Ballungszentren haben wir uns zweifelsohne gew\u00f6hnt.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7796,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[176],"class_list":["post-7795","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-dje"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7795"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7797,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7795\/revisions\/7797"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7796"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}