{"id":8294,"date":"2021-05-21T17:14:29","date_gmt":"2021-05-21T15:14:29","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=8294"},"modified":"2021-05-21T18:06:42","modified_gmt":"2021-05-21T16:06:42","slug":"allianz-gi-ein-gespenst-geht-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-ein-gespenst-geht-um\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Ein Gespenst geht um"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Ein Gespenst geht um, und das nicht nur in Europa. <span class=\"body-one\">Auch in den USA macht es sich bemerkbar: Das Gespenst der Inflation.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von <span class=\"body-one\">Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Unbegr\u00fcndet sind diese Sorgen nicht. Zuletzt schoss die j\u00e4hrliche Ver\u00e4nderungsrate der Verbraucherpreise in den USA um mehr als 4% nach oben. Die aus den inflationsindexierten US-Staatsanleihen ablesbaren Breakeven-Inflationsraten sind auf 10-Jahressicht in Richtung 2,7% marschiert. F\u00fcr den <strong>Euroraum <\/strong>und das <strong>Vereinigte K\u00f6nigreich<\/strong> bewegen sich die Swap basierten Erwartungen in Richtung 1,5% bzw. 3,75% ebenfalls mit Blick auf die n\u00e4chsten 10 Jahre<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Die <strong>Zentralbanken <\/strong>machen es den M\u00e4rkten in diesem Kontext nicht gerade leichter. Sicher l\u00e4sst sich mit Basis- und Einmaleffekten (z.B. eines \u00d6lpreisanstiegs, der nicht von Dauer sein sollte und Pandemie bedingte St\u00f6rungen der Lieferketten) gut argumentieren. Aber die Sorgen um eine dauerhaft ansteigende Inflation sind dennoch nicht unbegr\u00fcndet. In einem nie dagewesenen Umfang schieben die Staaten, allen voran die USA und Europa, die Volkswirtschaften aus der Covid-Krise. Wann die Kapazit\u00e4ten in der gr\u00f6\u00dften \u00d6konomie der Welt dabei hei\u00df gelaufen sein werden, ist nur eine Frage der Zeit. Immerhin haben 175 der im S&amp;P 500 gelisteten Unternehmen w\u00e4hrend ihrer Berichte zu den Unternehmensgewinnen \u201eInflation\u201c behandelt. Ein Rekord. Lohnzulagen und Lohnsteigerungen sind ein Thema. Besonders die US-amerikanische Zentralbank <strong>Fed <\/strong>und die Europ\u00e4ische Zentralbank (<strong>EZB<\/strong>) bleiben dennoch bewusst \u201ehinter der Kurve\u201c. Beide zeigen sich tiefenentspannt, wie auch das Treffen des geldpolitischen Ausschusses der Fed in der abgelaufenen Woche gezeigt hat. Die Fed denkt nur sehr z\u00f6gerlich \u00fcber ein \u201eTapering\u201c nach.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Vertrauensbildend ist dies nicht gerade, denn die Preisrisiken liegen auf der Hand. Wenn es zu negativen \u00dcberraschungen kommt, dann in Form h\u00f6her als erwarteter Inflations-raten. Mit ihrer flexiblen Strategie kann dies die Fed besonders gut argumentativ einfangen, aber je st\u00e4rker der Inflations-druck, desto st\u00e4rker ist dennoch der geld-politische Handlungsdruck. Ganz zu schweigen von den Risiken der Verm\u00f6genspreisinflation.<\/span><\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Von der <strong>Datenlage <\/strong>steht die neue Woche ganz im Zeichen der Stimmungsindikatoren. Entscheidend wird dabei nicht nur sein, inwieweit hier Signale f\u00fcr die Inflationsentwicklung herausgelesen werden k\u00f6nnen, sondern auch wie sich die konjunkturelle Stimmungslage entlang des Normalisierungspfades PostCovid weiterentwickelt. Dabei hat vor allem die <strong>Eurozone <\/strong>noch Aufholpotenzial. Hier ist der Markt-Konsensus mit Blick auf die Wachstumserwartungen 2021 noch recht verhalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Den Auftakt macht am Montag der Chicago-Aktivit\u00e4tsindex f\u00fcr die <strong>USA<\/strong>. Am Dienstag kommen dann der ifoKonjunkturklimaindex f\u00fcr Deutschland und das Verbrauchervertrauen des Conference Boards f\u00fcr die USA. W\u00e4hrend der Mittwoch vergleichsweise ruhig bleibt, kommen am Donnerstag das GfKVerbrauchervertrauen f\u00fcr Deutschland, die Erstantr\u00e4ge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA, die erste Sch\u00e4tzung f\u00fcr das USBruttoinlandsprodukt f\u00fcr das erste Quartal und der Kansas City Fed Index f\u00fcr das verarbeitende Gewerbe. Den Abschluss bilden am Freitag die Wirtschaftsstimmung f\u00fcr die Eurozone, die US-Konsumausgaben, der MNIChicago-Einkaufsmanagerindex, sowie der von der Fed stark beachtete Deflator f\u00fcr die privaten Konsumausgaben (\u201ePCE deflator\u201c).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">In der <strong>Gesamtsicht <\/strong>ist kaum zu erwarten, dass die Daten eine neue Volte bei den Konjunkturerwartungen anschlagen. Positive \u00dcberraschungen werden zunehmend schwerer, und wenn, dann sollten diese eher aus dem Euroland kommen, da hier noch Aufholpotenzial besteht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\"><strong>Technisch <\/strong>ist die Marktverfassung nicht einfach. Zwar sind einige Leitindizes der Aktienm\u00e4rkte nach oben ausgebrochen, aber der R\u00fcckhalt ist fraglich. Die Volatilit\u00e4t ist gemessen am \u201eAngstindikator\u201c (VIX) zuletzt wieder gestiegen. Unser Schwerelosigkeitsindikator\u201c, der das 12- Monats-Forward-KGV des S&amp;P 500 ins Verh\u00e4ltnis zur Volatilit\u00e4t setzt, hat die Neigung zum Abheben. Die <strong>Stimmung <\/strong>bei den Privatinvestoren ist derweil fast schon zu gut, um wahr zu sein. Der Anteil der \u201eBullen\u201c bei den US-amerikanischen Investoren ist immer noch hoch. F\u00fcr die Zukunftserwartungen der Marktteilnehmer weist der Sentix f\u00fcr alle Regionen der Welt Rekordniveaus aus, die in diesem Jahrtausend noch nicht zu sehen war (siehe Grafik der Woche). Wenn aber alles fast zu gut um wahr zu sein scheint, dann sorgen \u201eGespenster\u201c gerne einmal f\u00fcr Unruhe an den M\u00e4rkten.<\/span><\/p>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Ein Gespenst geht um, und das nicht nur in Europa. 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