{"id":8681,"date":"2021-07-09T11:44:30","date_gmt":"2021-07-09T09:44:30","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=8681"},"modified":"2021-07-09T11:50:29","modified_gmt":"2021-07-09T09:50:29","slug":"eurizon-us-notenbank-stellt-die-zeichen-auf-stimulus-tapering","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/eurizon-us-notenbank-stellt-die-zeichen-auf-stimulus-tapering\/","title":{"rendered":"Eurizon: US-Notenbank stellt die Zeichen auf Stimulus-Tapering"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Eurizon: Die wichtigste Nachricht des vergangenen Monats war die ver\u00e4nderte Haltung der US-Notenbank, die nun eine Zinserh\u00f6hung im Jahr 2023 und nicht erst 2024 erwartet. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem N\u00e4herru\u0308cken des Stimulus-Tapering (Verlangsamung des QE-Programms, vermutlich Anfang 2022, und Anhebung der Zinsen im Jahr 2023) wird es darauf ankommen, dass die Absichten der Fed weiterhin mit den Markterwartungen u\u0308bereinstimmen, so wie es im Moment der Fall ist. Eine Diskrepanz zwischen dem, was der Markt fu\u0308r wahrscheinlich und damit fu\u0308r wirtschaftlich vertretbar h\u00e4lt, und dem, was die Zentralbank gerne tun wu\u0308rde, k\u00f6nnte in der Tat zu einem unerwu\u0308nschten Anstieg der Volatilit\u00e4t fu\u0308hren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fu\u0308r die Eurozone wird eine wirtschaftliche Beschleunigung best\u00e4tigt, und der Inflationsanstieg f\u00e4llt geringer aus als in den USA. Dies erlaubt es der EZB, vorerst ihre \u00e4u\u00dferst akkommodierende Haltung beizubehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In China wird eine langsame Reduzierung der Stimuli best\u00e4tigt, insbesondere der Kreditstimuli, um eine \u00dcberhitzung der Wirtschaft zu verhindern. Die Ma\u00dfnahme erfolgt indes nur schrittweise und scheint keine \u00c4ngste zu erzeugen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Thema des Monats: Deflation\u00e4re Inflation<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie ist es m\u00f6glich, dass der starke Anstieg der Inflation in den USA im April und Mai nicht zu einem Anstieg der langfristigen Zinss\u00e4tze gefu\u0308hrt hat, sondern dass sie im Gegenteil danach sanken?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inflation ist de facto eine Steuer fu\u0308r die Verbraucher. Sie ist dann und nur dann nachhaltig, wenn das Verbrauchereinkommen im gleichen Ma\u00dfe steigt wie die Preise oder diese Zunahme gar u\u0308bersteigt. Andernfalls ist sie nichts weiter als eine Steuer, die auf die Kaufkraft dr\u00fcckt. Genau das erleben wir gerade in den USA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der sprunghafte Anstieg der Verbraucherpreise im April und Mai ging nicht mit einem entsprechenden Anstieg der L\u00f6hne einher. Deren reale Ver\u00e4nderung f\u00e4llt deutlich negativ aus. In diesem Sinne wirkt die Inflation deflation\u00e4r, weil sie durch die Verringerung der Kaufkraft die Voraussetzungen fu\u0308r einen Ru\u0308ckgang des Konsums und damit eine Verlangsamung der Wirtschaft schafft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fed hat nicht ohne Grund die Aufmerksamkeit auf die besonderen Umst\u00e4nde gerichtet, die die Preise in die H\u00f6he getrieben haben. Sie hat auf den Zusammenhang mit der Wiederer\u00f6ffnung der M\u00e4rkte nach der Impfkampagne aufmerksam gemacht und darauf verwiesen, dass einer solchen Art von Inflation nicht mit h\u00f6heren Zinsen begegnet werden sollte, deren deflation\u00e4re Wirkung dadurch verst\u00e4rkt wu\u0308rde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fed wies aber auch auf den voru\u0308bergehenden Charakter des Inflationsschubs hin, dessen Auswirkungen auf die Einkommen der Verbraucher ausgeglichen werden, wenn die mit den Wiederer\u00f6ffnungen verbundenen Engp\u00e4sse aufgel\u00f6st werden und die Erholung der w\u00e4hrend der Rezession verlorenen Arbeitspl\u00e4tze voranschreitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den USA sind im Vergleich zu der Zeit vor Corona noch immer etwa acht Millionen Arbeitnehmer ohne Job. Angesichts des Tempos der vergangenen Monate werden die Arbeitslosen erst im Herbst 2022 wieder in den Markt integriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das liegt in so weiter Ferne, dass eine immer noch extrem akkommodierende Haltung gerechtfertigt erscheint. Jedoch ist es verst\u00e4ndlich, dass die Fed den Weg zur Reduzierung der Stimulierung fru\u0308hzeitig planen m\u00f6chte, um ein sp\u00e4teres Kommunikationsdesaster zu vermeiden. Aus diesem Grund hat die Fed auf der FOMC-Sitzung am 16. Juni den Zeitpunkt fu\u0308r die erste Zinserh\u00f6hung von 2024 auf 2023 vorverlegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch bevor sie die Zinsen anheben, haben die Zentralbanken andere M\u00f6glichkeiten zur Pru\u0308fung der Widerstandsf\u00e4higkeit der Volkswirtschaften. Dazu geh\u00f6rt die Reduzierung der Anleihenk\u00e4ufe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fed wird ihre Absichten im Herbst bekannt geben und h\u00f6chstwahrscheinlich die Eingriffe in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2022 reduzieren und in der zweiten H\u00e4lfte beenden. Gelingt das Experiment, ist die logische Folge eine Zinserh\u00f6hung in der ersten H\u00e4lfte des Jahres 2023.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der EZB du\u0308rfte der Zeitplan um drei bis sechs Monate l\u00e4nger ausfallen. Das Anleihekaufprogramm l\u00e4uft bis M\u00e4rz 2022. Dann k\u00f6nnte es, vielleicht mit reduziertem Tempo, fu\u0308r mindestens weitere sechs Monate so weitergehen. Und dann w\u00e4ren wir auch schon im Herbst 2022. Es ist unwahrscheinlich, dass die EZB bei der Zinserh\u00f6hung der Fed zuvorkommen wird. Verl\u00e4uft alles wie prognostiziert, k\u00f6nnte es gegen Mitte des Jahres 2023 so weit sein. Eine Voraussetzung ist indes, dass bis dahin die Pandemiebek\u00e4mpfung und die Erholung der Wirtschaft gut verlaufen sind.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Investmentausblick<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Referenzszenario sieht eine Fortsetzung der weltweiten zyklischen Erholung vor, verbunden mit einer zunehmenden Aufmerksamkeit fu\u0308r die zuku\u0308nftige Reduzierung der monet\u00e4ren Stimuli durch die Zentralbanken. Der Ansatz eines geringen direktionalen Exposures wird best\u00e4tigt, wobei neutrale Positionen bei den wichtigsten Risikoaktiva, eine Durationsuntergewichtung fu\u0308r die USA und Deutschland und eine relative \u00dcbergewichtung der Aktienm\u00e4rkte der Eurozone bestehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eurizon: Die wichtigste Nachricht des vergangenen Monats war die ver\u00e4nderte Haltung der US-Notenbank, die nun eine Zinserh\u00f6hung im Jahr 2023 und nicht erst 2024 erwartet.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5894,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[132],"class_list":["post-8681","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-eurizon"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8681","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8681"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8681\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8684,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8681\/revisions\/8684"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5894"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8681"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8681"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8681"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}