{"id":8725,"date":"2021-07-19T11:19:29","date_gmt":"2021-07-19T09:19:29","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=8725"},"modified":"2021-07-19T11:22:18","modified_gmt":"2021-07-19T09:22:18","slug":"carmignac-der-konjunkturzyklus-ist-unausweichlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/carmignac-der-konjunkturzyklus-ist-unausweichlich\/","title":{"rendered":"Carmignac &#8211; Der Konjunkturzyklus ist unausweichlich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Carmignac : Die Finanzm\u00e4rkte haben fast ein Jahr lang von den Hilfsprogrammen profitiert.<br \/>\n<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>von <span lang=\"DE\"> Kevin <span class=\"SpellE\">Thozet<\/span> Mitglied des Investment Committee von <span class=\"SpellE\"> Carmignac<\/span><\/span><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun m\u00fcssen sie sich auf die Auswirkungen einer schrittweisen R\u00fccknahme der Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen und Konjunkturprogramme einstellen, die urspr\u00fcnglich zur Bew\u00e4ltigung der Krise ergriffen wurden, so Kevin Thozet Mitglied des Investment Committee von Carmignac.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit fast einem Jahr erleben die Finanzm\u00e4rkte dank der beispiellosen Massnahmen der Regierungen zur Ankurbelung der Weltwirtschaft und auch dank der Unterst\u00fctzung durch die Zentralbanken einen k\u00fcnstlichen Aufw\u00e4rtstrend. Inzwischen ist die Weltwirtschaft dank der Hilfspakete jedoch wieder auf Kurs, sodass das Thema Wachstum f\u00fcr die Verantwortlichen in der Politik nicht mehr im Mittelpunk steht. Vor diesem Hintergrund meldet sich der Konjunkturzyklus nun unausweichlich zur\u00fcck und ersetzt die beispiellosen Massnahmen als treibende Kraft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dementsprechend \u00fcben sich die Zentralbanken bereits in Zur\u00fcckhaltung. F\u00fcr sie werden wieder vermehrt Preisstabilit\u00e4t und ein stabiles Finanzsystem zur Priorit\u00e4t, wohingegen das Wirtschaftswachstum in den Hintergrund tritt. Gleichzeitig fahren die Regierungen zahlreiche Unterst\u00fctzungsmassnahmen oder Ank\u00fcndigungen dieser st\u00e4rker zur\u00fcck, da sich das Wirtschaftswachstum immer mehr selbst tr\u00e4gt. Das wirft vor diesem ganz speziellen Hintergrund allerdings viele Fragen auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was geschieht, wenn die Stimulierungsmassnahmen auslaufen? Wie werden die Finanzm\u00e4rkte auf eine Normalisierung reagieren? Droht dann ein Absturz? Wird die Schwerkraft sie einholen oder kehren sie auf den Kurs zur\u00fcck, dem sie langfristig tendenziell folgen?<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Ein Kurswechsel der US-Geldpolitik?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie wir in den letzten Monaten immer wieder betont haben, dienen die USA w\u00e4hrend und nach der Krise erneut als Vorbild. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) geht zwar nur von einem vor\u00fcbergehenden Preisschub aus, h\u00e4lt es aber durchaus f\u00fcr m\u00f6glich, dass er sich als langlebiger herausstellen k\u00f6nnte, als urspr\u00fcnglich angenommen. Vor diesem Hintergrund hat sie ihre Rhetorik ge\u00e4ndert. In den kommenden Monaten, vielleicht schon im Herbst, d\u00fcrfte sie ihre regelm\u00e4ssigen Anleihek\u00e4ufe zur Unterst\u00fctzung der US-Wirtschaft drosseln, vorausgesetzt, dass sich die Wirtschaftszahlen weiterhin gut entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Kurswechsel der US-Notenbank d\u00fcrfte sich sehr langsam vollziehen, und die Aussicht auf eine R\u00fcckkehr der Fed zu einer konventionelleren Geldpolitik ist offensichtlich beruhigend \u2013 das zeigen die Reaktion an den Finanzm\u00e4rkten und die unver\u00e4ndert positive Entwicklung von Risikoanlagen. Nichtsdestotrotz k\u00f6nnte ein Kurswechsel in mehrfacher Hinsicht zu Problemen f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum einen scheint sich die Aufmerksamkeit immer st\u00e4rker auf den Arbeitsmarkt zu verschieben. Diese st\u00e4rkere Orientierung an den Wirtschaftsdaten f\u00f6rdert tendenziell Schwankungen an den Finanzm\u00e4rkten, da die Ver\u00f6ffentlichungen selbst volatil sind und immer wieder korrigiert und saisonal bereinigt werden. Sollte sich der Arbeitsmarkt besonders robust zeigen, besteht die Gefahr, dass sich die Fed zu Zinserh\u00f6hungen gezwungen sieht. Das Problem: Angesichts der extrem hohen Verschuldung der Weltwirtschaft kann sich das Finanzsystem einen Zinsanstieg \u2013 und den damit einhergehenden Anstieg der Kreditkosten \u2013 aktuell nicht leisten.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Verlangsamung des Wachstums in Sicht<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was wird geschehen, wenn die US-Notenbank und andere \u00e4hnlich denkende W\u00e4hrungsh\u00fcter ihre beispiellosen Unterst\u00fctzungsmassnahmen, an die sich die Finanzm\u00e4rkte gew\u00f6hnt haben, reduzieren? Ein solcher Kurswechsel w\u00fcrde zweifellos fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zu einer Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Konjunkturzyklus h\u00e4ngt auch von der Politik der Regierungen ab. Wir gehen nicht davon aus, dass sie die Hilfsmassnahmen der letzten 18 Monate bis zum Jahresende beenden werden, stellen uns aber auf eine schrittweise Reduzierung ein. In den USA wird die Biden-Administration ihre ambitionierten Ausgabenpl\u00e4ne h\u00f6chstwahrscheinlich nach unten korrigieren m\u00fcssen, da ihre Verhandlungsposition angesichts der wackligen Mehrheit der US-Demokraten schwierig ist. Entsprechend droht der fiskalische Impuls in diesem Jahr geringer auszufallen als urspr\u00fcnglich erwartet, und bereits im n\u00e4chstem Jahr k\u00f6nnten Ausgabenk\u00fcrzungen die expansive Haushaltspolitik abl\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gleiche gilt f\u00fcr Europa, wo mit den verschiedenen Nothilfen zahlreiche Arbeitspl\u00e4tze gerettet und eine Solvenzkrise und eine Pleitewelle verhindert werden konnten. Der Wegfall dieser Hilfen k\u00f6nnte jedoch die Zahl der Unternehmenspleiten \u00fcber kurz oder lang in die H\u00f6he treiben. Auch hier d\u00fcrfte uns die Realit\u00e4t des Konjunkturzyklus einholen, sodass bei der Auswahl von Unternehmensanleihen \u00e4usserste Sorgfalt geboten ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine abrupte Konjunkturwende ist allerdings nicht zu erwarten. In den kommenden Quartalen d\u00fcrften die Volkswirtschaften in den USA und Europa zweistellige j\u00e4hrliche Wachstumsraten erzielen, befeuert durch die Belebung beim privaten Konsum, im weltweiten Handel und im Tourismussektor. Danach rechnen wir jedoch mit einer Verlangsamung. Die chinesische Wirtschaft, die sich bereits fr\u00fcher als andere Volkswirtschaften erholt hat, k\u00fchlt sich bereits ab. Ohne Eingriffe der Zentralregierung in Peking d\u00fcrfte das Wachstum in China bis Ende des Jahres unter sein Potenzial fallen. Das h\u00e4tte auch Auswirkungen auf Europa, das von der chinesischen Wirtschaft besonders abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Momentan scheinen die Regierungen den Kurswechsel vorsichtig einzuleiten. Prognosen zum H\u00f6hepunkt eines Konjunkturzyklus sind immer eine heikle Sache. In fr\u00fcheren Zyklen l\u00e4utete eine Verringerung der Liquidit\u00e4tsspritzen der Zentralbanken allerdings stets die Wende des Konjunkturzyklus ein. Das aktuelle Umfeld ist g\u00fcnstig f\u00fcr Aktien, deren Gewinnwachstum weniger vom Konjunkturzyklus abh\u00e4ngig ist. Daher ist unser Portfolio aktuell mit solchen nicht-zyklischen Titeln best\u00fcckt \u2013 sie bilden das R\u00fcckgrat unserer derzeitigen Investments.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carmignac : Die Finanzm\u00e4rkte haben fast ein Jahr lang von den Hilfsprogrammen profitiert.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":8730,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[128],"tags":[140],"class_list":["post-8725","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-makroanalyse","tag-carmignac"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8725","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8725"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8725\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8731,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8725\/revisions\/8731"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8725"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8725"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8725"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}