{"id":8812,"date":"2021-07-27T12:39:41","date_gmt":"2021-07-27T10:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=8812"},"modified":"2021-07-27T12:42:53","modified_gmt":"2021-07-27T10:42:53","slug":"bantleon-ezb-provoziert-instabilitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-ezb-provoziert-instabilitaet\/","title":{"rendered":"Bantleon: EZB provoziert Instabilit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Bantleon: <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Die EZB hat die Katze aus dem Sack gelassen. Nach ihrer Strategieanpassung legt sie die Latte f\u00fcr die erste geldpolitische Straffung noch h\u00f6her.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"title is-4 is-\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"title is-4 is-\">\n<div class=\"title is-4 is-\">\n<div class=\"title is-4 is-\">\n<p><strong><strong>Dr. Daniel Hartmann Chefvolkswirt<\/strong><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<\/div>\n<\/div>\n<div>Demnach wollen die W\u00e4hrungsh\u00fcter die Leitzinsen erst dann anheben, wenn die Inflationsrate zur Mitte der Prognoseperiode bei 2% liegt und auf diesem Niveau bis zum Ende des Projektionszeitraums (in etwa drei Jahren) verharrt. Gleichzeitig soll sich die Kerninflationsrate klar im Aufw\u00e4rtstrend befinden.<\/div>\n<div><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"grid-w11\">\n<div class=\"title is-0 \">\n<section id=\"c7689\" class=\"frame default grid-w11 frame-default frame-type-textmedia\">\n<div class=\"container\">\n<div class=\"ce-textpic ce-center ce-above\">\n<div class=\"ce-bodytext\">\n<div class=\"ce-bodyinnertext\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die aktuelle Inflationsprognose der EZB (Ende 2023: 1,5%) liegt weit von den oben genannten Bedingungen entfernt. Auch der Blick in die Vergangenheit verheisst nichts Gutes. Lediglich zweimal \u00fcberhaupt (2006 und 2008) prognostizierte die EZB f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit eine Inflation von gut 2% und das letzte Mal als die Kerninflationsrate die 2%-Marke gestreift hat, war im Jahr 2008. Einige glauben daher, dass die EZB den Leitzins nie mehr anheben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind nicht so pessimistisch \u2013 dank der Inflation. Aus unserer Sicht ist der aktuelle Teuerungsschub nicht nur tempor\u00e4r. Die j\u00fcngsten Unternehmensumfragen liefern geradezu erdr\u00fcckende Belege f\u00fcr den massiven Kostendruck, dem sich die Wirtschaft gegenw\u00e4rtig ausgesetzt sieht. Die Zunahme der Inputkosten wird als so kr\u00e4ftig eingesch\u00e4tzt wie nie zuvor. Entsprechend hat im Rahmen der Berichtssaison nahezu jedes Unternehmen auf baldige Preiserh\u00f6hungen hingewiesen. Die Inflationsrisken sind aufw\u00e4rtsgerichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir gehen daher davon aus, dass die EZB ihre Inflationsprognosen sukzessive anheben wird. Insgesamt l\u00e4uft sie jedoch mit der neuen Strategie Gefahr, der Entwicklung hinterherzulaufen. Die Teuerungsraten werden kaum bei knapp \u00fcber 2,0% stehenbleiben. Vielmehr beschleunigt sich ein Inflationsprozess, wenn er erst einmal in Gang gekommen ist. Wieso sollten etwa die Arbeitnehmer auf stetig steigende Inflationsraten nicht mit h\u00f6heren Lohnforderungen reagieren, wenn allenthalben Fachkr\u00e4ftemangel herrscht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erkennt die Notenbank dann aber, dass die Inflation nicht nur gegen 2%, sondern sogar gegen 3% oder 4% strebt, ist es zu sp\u00e4t. Dann muss der Zinshebel sehr schnell umgelegt werden, um galoppierenden Preisdruck zu unterbinden. Dieser Zinsschock d\u00fcrfte dann direkt in die n\u00e4chste Rezession m\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch das alternative Szenario ist nicht viel besser. Sollten die Inflationsskeptiker wider Erwarten recht behalten, dann werden die Leitzinsen tats\u00e4chlich nie mehr angehoben \u2013 mit entsprechend problematischen Konsequenzen. Der Run in Aktien, Immobilien und alternative Investments d\u00fcrfte sich noch mehr verst\u00e4rken, bis die Blase irgendwann platzt. So oder so befindet sich die Politik der EZB auf dem Holzweg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Stabilit\u00e4t des makro\u00f6konomischen Umfelds w\u00e4re es aus unserer Sicht besser, wenn die W\u00e4hrungsh\u00fcter \u2013 in alter Tradition der Bundesbank \u2013 weniger aggressiv auftreten und rechtzeitig ihre aussergew\u00f6hnlichen Stimuli zur\u00fcckfahren. Die meisten Menschen k\u00f6nnten mit 1% bis 2% Inflation wahrscheinlich sogar besser leben als mit \u00fcber 2%. Der Zeitgeist ist aber ein anderer. Kurzfristig hat die EZB die Leitplanken nunmehr gesetzt. Mit einer Lockerung der Geldpolitik ist somit in den n\u00e4chsten Monaten nicht zu rechnen. Zumal mit der Unsicherheit \u00fcber die Ausbreitung der Delta-Variante ein Risiko hinzugekommen ist. Die Renditen von Bundesanleihen d\u00fcrften sich daher in den n\u00e4chsten Wochen auf tiefem Niveau seitw\u00e4rts bewegen und erst im Laufe des 2. Halbjahres wieder nach oben drehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/section>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Rechtlicher Hinweis:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen st\u00fctzen sich auf Berichte und Auswertungen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verl\u00e4sslichen Quellen beruhen, kann sie f\u00fcr die Qualit\u00e4t, Richtigkeit, Aktualit\u00e4t oder Vollst\u00e4ndigkeit der Angaben keine Gew\u00e4hrleistung \u00fcbernehmen. Eine Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit l\u00e4sst keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die k\u00fcnftige Wertentwicklung zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Die EZB hat die Katze aus dem Sack gelassen. 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