{"id":8818,"date":"2021-07-28T10:04:46","date_gmt":"2021-07-28T08:04:46","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=8818"},"modified":"2021-07-28T10:04:46","modified_gmt":"2021-07-28T08:04:46","slug":"federated-hermes-wettlauf-zur-normalitaet-gruen-und-eine-nasenlaenge-voraus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/federated-hermes-wettlauf-zur-normalitaet-gruen-und-eine-nasenlaenge-voraus\/","title":{"rendered":"Federated Hermes : Wettlauf zur Normalit\u00e4t \u2013 gr\u00fcn und eine Nasenl\u00e4nge voraus?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Federated Hermes: <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Der Konjunkturausblick hat sich im Laufe des Jahres stetig verbessert. Die weltweite Erholung von der pandemiebedingten Rezession nahm an Tempo auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"title is-4 is-\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"title is-4 is-\">\n<p><strong>Von Silvia Dall\u2019Angelo, Senior Economist bei Federated Hermes<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<hr \/>\n<div class=\"container\">\n<div class=\"grid-w11\">\n<div class=\"title is-0 \">\n<p style=\"text-align: justify;\">Die weltweite Erholung von der pandemiebedingten Rezession nahm an Tempo auf. Dar\u00fcber hinaus wurden die fiskalischen Stimulierungsma\u00dfnahmen verst\u00e4rkt, was die Wirtschaft auf kurze Sicht ankurbelt. Dennoch sind die Abw\u00e4rtsrisiken nicht verschwunden \u2013 wie die Schwierigkeiten bei der Eind\u00e4mmung der Pandemie in einigen L\u00e4ndern Asiens und Lateinamerikas zeigen.<\/p>\n<h6><strong>Im Wesentlichen:<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2022 Die Weltwirtschaft erholt sich schnell von einem starken Einbruch innerhalb der ersten H\u00e4lfte des vergangenen Jahres. Was wir jetzt sehen, ist gewisserma\u00dfen das Spiegelbild der Entwicklung im Jahr 2020.<br \/>\n\u2022 Die zunehmende Kluft zwischen Schwellenl\u00e4ndern und Industriel\u00e4ndern schw\u00e4cht die Erholung.<br \/>\n\u2022 Fiskalische Ma\u00dfnahmen, die l\u00e4ngerfristige Probleme im Blick haben, waren rar. Es besteht daher die Gefahr, zu einem makro\u00f6konomischen Szenario der Pre-COVID-19 Zeit zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<h6><strong>Das Tempo von heute \u2013 ein Spiegel von 2020<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im April hob der Internationale W\u00e4hrungsfonds (IWF) seine Prognose f\u00fcr das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2021 um einen halben Prozentpunkt auf 6 % an. Dies spiegelt die Fortschritte bei den Impfprogrammen sowie die neuen fiskalischen Ma\u00dfnahmen zum Ende des ersten Quartals wider (insbesondere ein 1,9-Billionen-Dollar-Paket in den USA). Nach j\u00fcngsten Daten und Umfragen befindet sich die Weltwirtschaft auf dem besten Wege, diese Sch\u00e4tzung zu erreichen. Vor allem der Purchasing Managers Index (PMI) stieg seit Jahresbeginn um mehr als sechs Punkte und erreichte 58,4 im Mai und damit ein 15-Jahres-Hoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Tempo der aktuellen Erholung muss im Kontext betrachtet werden: Die Weltwirtschaft erholt sich schnell von einem starken Einbruch in der ersten H\u00e4lfte des vergangenen Jahres. Was wir jetzt sehen, ist also gewisserma\u00dfen das Spiegelbild der Entwicklung im Jahr 2020.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Schwellenl\u00e4nder hinken hinterher<\/strong><\/h6>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die bemerkenswerteste Divergenz hat sich zwischen Schwellenl\u00e4ndern und Industriel\u00e4ndern entwickelt.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wirtschaftlichen Aussichten haben sich deutlich aufgehellt und die Erholung von der gravierendsten Rezession seit Jahrzehnten hat erhebliche Fortschritte gemacht. Dennoch: Die Unterschiede zwischen und innerhalb von Regionen, L\u00e4ndern und Sektoren sind geblieben \u2013 in einigen F\u00e4llen sogar noch gr\u00f6\u00dfer geworden. Die auff\u00e4lligste Divergenz hat sich zwischen den Industriel\u00e4ndern und den Schwellenl\u00e4ndern herausgebildet. Letztere hinken bei der Erholung hinterher. Das spiegelt die unterschiedlichen F\u00e4higkeiten wider, die notwendigen Ressourcen zur Bew\u00e4ltigung der Krise zu erschlie\u00dfen (siehe Abbildung 4). Auf kurze Sicht ist die zunehmende Kluft zwischen Schwellenl\u00e4ndern und Industriel\u00e4ndern eine Schwachstelle f\u00fcr die Erholung. Dies k\u00f6nnte l\u00e4ngerfristig zu deutlichen strukturellen Schieflagen f\u00fchren. Auch wenn die Schwellenl\u00e4nder differenziert zu betrachten sind: Im Allgemeinen wirken sie verwundbar, da ihnen die Ressourcen fehlen, um die Pandemie kurzfristig zu bew\u00e4ltigen und l\u00e4ngerfristig eine umfassende und nachhaltige Erholung zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Industriel\u00e4nder gespalten<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Innerhalb der Industrienationen hat sich die Schere zwischen den USA und der Eurozone vergr\u00f6\u00dfert. Die US-Wirtschaft wird im Laufe des Jahres stark an Fahrt aufnehmen und bis zum Jahresende den Wachstumskurs der Vorkrisenzeit erreichen. Im Gegensatz dazu erlebte die Eurozone eine Double-Dip-Rezession. Aber die Aufholjagd hat gerade erst begonnen \u2013 und wahrscheinlich wird das Vorkrisenniveau in der ersten H\u00e4lfte des kommenden Jahres in Reichweite sein. Diese Divergenz spiegelt die strukturellen und institutionellen Unterschiede aus der Zeit vor der Krise, sowie die Unterschiede bei der Einf\u00fchrung von Impfstoffen und der Umsetzung von Fiskalpaketen wider. Anstehende Wahlen in Europa (Deutschland im September 2021 und Frankreich im Fr\u00fchjahr 2022) werden die politischen Gleichgewichte und die institutionelle Entwicklung beeinflussen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schere zwischen dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor \u2013 wobei letzterer am st\u00e4rksten von der Krise betroffen ist \u2013 beginnt sich gerade zu schlie\u00dfen. Wenn sich die Wirtschaft wieder erholt, wird der Dienstleistungssektor zum verarbeitenden Gewerbe aufschlie\u00dfen. Innerhalb der Industrienationen macht der Dienstleistungssektor etwa drei Viertel aus. Daher ist der Schl\u00fcssel zu einer schnellen Erholung in der Wachstumsrotation vom verarbeitenden Gewerbe zum Dienstleistungssektor zu finden.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Wiederaufbau: Wo stehen wir?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es besteht das Risiko, dass die Weltwirtschaft zu einem Makroszenario aus der Zeit vor Covid-19 zur\u00fcckkehrt, da die fiskalischen Ma\u00dfnahmen l\u00e4ngerfristige Probleme weitgehend ausgeblendet haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8216;Build back better&#8217; lautete die Antwort auf die Covid-19-Krise. Unklar bleibt: Ob konsequente politische Ma\u00dfnahmen einen gr\u00fcnen und integrativen Aufschwung beg\u00fcnstigen. Die meisten fiskalischen Ma\u00dfnahmen waren kurzfristig ausgerichtet und konzentrierten sich auf den Arbeitsmarkt. Solche Ma\u00dfnahmen haben eine st\u00e4rkere Kontraktion der Weltwirtschaft verhindert &#8211; nach Sch\u00e4tzungen des IWF w\u00e4re das globale BIP im Jahr 2020 um 9 % statt um 3,5 % geschrumpft, wenn keine fiskalischen Ma\u00dfnahmen ergriffen worden w\u00e4ren. Auf kurze Sicht wurden somit die schw\u00e4chsten Arbeitnehmer gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ma\u00dfnahmen, die auf l\u00e4ngerfristige Probleme abzielen? Rar. Es besteht daher das Risiko, zu einem makro\u00f6konomischen Szenario aus der Zeit vor COVID-19 zur\u00fcckzukehren: Gepr\u00e4gt von einem schleppendem Produktivit\u00e4tswachstum (insbesondere in den Industrienationen), steigenden Ungleichheiten und einer drohenden Klimakrise. Zun\u00e4chst einmal ist unklar, ob die politischen Entscheidungstr\u00e4ger eine langfristige Strategie f\u00fcr den Arbeitsmarkt ausgearbeitet haben. Die Krise hat die Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt versch\u00e4rft und trifft auf unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig viele ohnehin schon schwache Gruppen. Also Sektoren mit einem hohen Anteil an Niedrigl\u00f6hnen und gering qualifizierten Arbeitspl\u00e4tzen, sowie Frauen. W\u00e4hrend kurzfristige Ma\u00dfnahmen einen gewissen vor\u00fcbergehenden Schutz geboten haben, sind langfristige Ma\u00dfnahmen zur Umschulung und Weiterbildung erforderlich, um langfristige Folgen, weitere Produktivit\u00e4tsverluste und anhaltende Ungleichheiten zu vermeiden. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnten Online-Learning und ungleicher digitaler Zugang zu einer langfristigen Beeintr\u00e4chtigung des Arbeitsmarktes f\u00fchren, weshalb es dringend notwendig ist, die durch die Krise entstandenen Bildungsl\u00fccken zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer EU-Konjunkturfonds beabsichtigt, etwa 30 % der Mittel f\u00fcr eine gr\u00fcnere Wirtschaft sowie zur Unterst\u00fctzung des Netto-Null-Ziels zu verwenden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwei aktuelle Berichte der UN und von Vivid Economics deuten darauf hin, dass die bisherigen politischen Bem\u00fchungen die Chance eines besseren Wiederaufbaus weitgehend verpasst haben. Insbesondere die Analyse von Vivid (siehe Abbildung 5) zeigt: Bis Februar 2021 angek\u00fcndigte fiskalische Anreize werden in den meisten analysierten L\u00e4ndern, darunter 15 der G20-Volkswirtschaften, einen negativen Nettoeffekt auf die Umwelt haben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Fazit und Ausblick: gr\u00fcnes Licht am Horizont<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Krise hat die politischen Entscheidungstr\u00e4ger dazu gezwungen ein Rahmenwerk f\u00fcr den Umgang mit Krisen zu schaffen, das entscheidend auf einer Koordinierung der Fiskal- und Geldpolitik beruht. In Zukunft kann der Rahmen angepasst und erweitert werden, um langfristige Themen und Projekte anzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Angek\u00fcndigte oder bevorstehende Programme beinhalten einen Fokus auf Nachhaltigkeit mit einem l\u00e4ngerfristigen Zeithorizont. Zum Beispiel beabsichtigt der EU-Konjunkturfonds, etwa 30 % der Mittel f\u00fcr die \u00d6kologisierung der Wirtschaft und die Unterst\u00fctzung einer Netto-Null-Wirtschaft einzusetzen \u2013 obwohl erste Auszahlungen darauf hindeuten, dass die Bem\u00fchungen weitgehend zur\u00fcckgestellt werden. Au\u00dferdem wird der Infrastrukturplan, an dem die US-Regierung arbeitet, einen starken gr\u00fcnen Anstrich enthalten.<\/p>\n<p>Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Federated Hermes: Der Konjunkturausblick hat sich im Laufe des Jahres stetig verbessert. 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