{"id":9036,"date":"2021-09-10T15:41:26","date_gmt":"2021-09-10T13:41:26","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=9036"},"modified":"2021-09-10T15:42:26","modified_gmt":"2021-09-10T13:42:26","slug":"allianz-gi-anlagenotstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-anlagenotstand\/","title":{"rendered":"Allianz GI : Anlagenotstand"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : Die Expansion der Weltwirtschaft ist in die n\u00e4chste Phase eingetreten. Daran erinnerte uns auch die abgelaufene Woche.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von  Dr. Hans-J\u00f6rg Naumer Director Global Capital Markets &amp; Thematic Research<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Nach einer kr\u00e4ftigen Erholung seit dem Tiefpunkt der Rezession im letzten Jahr hat die Wirtschaftsdynamik im laufenden Quartal ihren H\u00f6hepunkt \u00fcberschritten, und das Wachstum zeigt zunehmend eine Dynamik in der Mitte des Zyklus\u2018 an. Unser Macro Breadth Index, der den zugrunde liegenden zyklischen Trend der Weltwirtschaft auf der Grundlage von mehr als 350 globalen, regionalen und L\u00e4nderindikatoren abbildet, ging im August nach dreizehn Monaten ununterbrochener Verbesserung den zweiten Monat in Folge zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die Sitzung des geldpolitischen Rates der <strong>Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/strong> (EZB) brachte wenig Bewegung. Die Euro-Zentralbank ziert sich, das Ende ihrer expansiven Geldpolitik in den Blick zu nehmen. Mit der Anpassung ihrer geldpolitischen Strategie hat sie sich vorausschauend den R\u00fccken freigehalten, auch wenn die Inflationsraten anziehen, wie sie dies aktuell tun. Zinserh\u00f6hungen d\u00fcrften in weiter Ferne liegen. Wichtige Weichenstellungen, wie eine Ank\u00fcndigung der Beendigung des Pandemie-Notfallankaufprogramms (PEPP), sollten allerdings kaum vor Dezember genommen werden.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Die US-Notenbank <strong>Federal Reserve<\/strong> k\u00f6nnte im November die Einzelheiten des \u201eTapering\u201c-Prozesses bekannt geben, um dann im Dezember mit der Reduzierung der Anleihek\u00e4ufe zu beginnen. Eine monatliche Reduzierung der K\u00e4ufe von Staatsanleihen im Umfang von 10 Mrd. und bei den Mortgage Backed Securities (MBS) von 5 Mrd. US-Dollar \u00fcber einen Zeitraum von acht Monaten erscheinen als plausibler Pfad. Die K\u00e4ufe w\u00fcrden demzufolge im Sommer des n\u00e4chsten Jahres auslaufen.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Dabei ist die Frage, ob es sich bei den Preisanstiegen nur um einen tempor\u00e4ren Effekt oder eine l\u00e4nger anhaltende Entwicklung handelt, an den Kapitalm\u00e4rkten noch nicht ausdiskutiert. Die Mehrheitsmeinung der Analysten geht nur von einem kurzzeitigen \u00dcberschie\u00dfen auch als Reaktion auf den Einbruch um die Pandemie aus. Die umfragebasierten <strong>Inflationserwartungen <\/strong>der professionellen Prognostiker haben sich jedenfalls auf Sicht der n\u00e4chsten Jahre nur geringf\u00fcgig nach oben bewegt. Negative \u00dcberraschungen durch h\u00f6here Inflationsraten als erwartet, sind dabei nicht auszuschlie\u00dfen. Der Bloomberg-Index f\u00fcr Rohstoffe entwickelte sich derweil nach oben.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus <\/strong><\/h6>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">In der neuen Woche stehen eine Reihe von Preisdaten an, welche im Kontext der geldpolitischen Debatte besondere Ber\u00fccksichtigung finden sollten. Den Einstieg machen die japanischen Erzeugerpreise gleich am Montag. Am Dienstag kommen die Verbraucherpreise aus den USA. Die Kernrate war hier im Vorjahresvergleich um 4,3% gestiegen. F\u00fcr Gro\u00dfbritannien stehen diese einen Tag sp\u00e4ter an. F\u00fcr die USA werden zus\u00e4tzlich noch die Import- und Export-preise ver\u00f6ffentlicht, die im August zweistellig zugelegt hatten. Ein klares Signal, nicht nur f\u00fcr die konjunkturelle Erholung, sondern auch f\u00fcr die anhaltenden Verwerfungen bei den Lieferketten.<\/p>\n<p class=\"body-one\" style=\"text-align: justify;\">Bei den Konjunkturindikatoren sollten u.a. die am Mittwoch f\u00fcr <strong>China <\/strong>anstehenden Einzelhandelsums\u00e4tze und die Industrieproduktion hervorstechen. Hier erwarten die Konsenssch\u00e4tzungen f\u00fcr August eine kr\u00e4ftige Entwicklung, die im Vormonatsvergleich nur eine leichte Abschw\u00e4chung zeigen sollte. Ebenfalls am Mittwoch kommen f\u00fcr die <strong>USA <\/strong>u.a. der Empire State Index, die Industrieproduktion und die Kapazit\u00e4tsauslastung. Am Donnerstag folgen dann, ebenfalls f\u00fcr die USA, die Einzelhandelsums\u00e4tze, die Erstantr\u00e4ge auf Arbeitslosenhilfe und der Philly Fed Index. Die Woche klingt aus mit dem Verbrauchervertrauen der Universit\u00e4t von Michigan und den Einzelhandelsums\u00e4tzen aus dem Vereinigten K\u00f6nigreich. Insgesamt sollte sich das Bild einer Weltwirtschaft fortschreiben, die bei regionaler und sektoraler Differenzierung teilweise desyncron l\u00e4uft, aber ihren Wachstumsgipfel bereits \u00fcberschritten hat. Trotz des j\u00fcngsten Schwungverlusts erwarten wir f\u00fcr das Gesamtjahr 2021 weiterhin ein globales Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von rund 6 %, wenn auch mit Abw\u00e4rtsrisiken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Die <strong>technische Verfassung<\/strong> an den Aktienm\u00e4rkten erscheint nach dem Lauf der letzten Wochen gemessen an den gleitenden Durchschnitten noch als tragf\u00e4hig. Auch die Relative-St\u00e4rkeIndikatoren zeigen nur partiell, z.B. f\u00fcr die USA, eine leicht \u00fcberkaufte Lage an, was keinen unmittelbaren Abgabedruck erwarten l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"body-one\">Bei erh\u00f6hten Inflationsraten, nachlassenden Konjunkturimpulsen und einem nur z\u00f6gerlichen Umschwenken der Zentralbanken weltweit in Richtung h\u00f6herer Leitzinsen bleibt der <strong>Anlagenotstand <\/strong>insgesamt weiter bestehen. Gemessen am ICE BofAML Global Fixed Income Markets Index rentieren ca. 30% des globalen <strong>Anleihemarktes <\/strong>unter 0%. Weitere ca. 40% liegen zwischen 0% und 1%.<\/span><\/p>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : Die Expansion der Weltwirtschaft ist in die n\u00e4chste Phase eingetreten. 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