{"id":9043,"date":"2021-09-13T10:27:05","date_gmt":"2021-09-13T08:27:05","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=9043"},"modified":"2021-09-13T18:05:41","modified_gmt":"2021-09-13T16:05:41","slug":"bantleon-die-ezb-wagt-den-ersten-kleinen-schritt-auf-dem-weg-zur-geldpolitischen-normalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-die-ezb-wagt-den-ersten-kleinen-schritt-auf-dem-weg-zur-geldpolitischen-normalisierung\/","title":{"rendered":"Bantleon: Die EZB wagt den ersten kleinen Schritt auf dem Weg zur geldpolitischen Normalisierung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Bantleon: <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Der EZB-Rat hat sich bei seinem Treffen am 9. September auf eine moderate Reduktion der PEPP-Anleihenk\u00e4ufe verst\u00e4ndigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"title is-4 is-\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"title is-0 \">\n<div class=\"title is-4 is-\">\n<div class=\"title is-4 is-\">\n<p><strong>Dr. J\u00f6rg Angel\u00e9 Senior Economist<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde war sichtlich bem\u00fcht, die Entscheidung zur Reduktion der Anleihenk\u00e4ufe klein zu reden und verbal so \u00bbtaubenhaft\u00ab wie m\u00f6glich zu unterlegen. Sie betonte, dass die Reduzierung der Anleihenk\u00e4ufe nicht als Beginn eines Taperings zu verstehen sei. Wir gehen dennoch davon aus, dass die PEPP-K\u00e4ufe im n\u00e4chsten Jahr weiter reduziert werden und das Programm im Verlauf des 1. Halbjahrs beendet wird. Die APP-K\u00e4ufe im Volumen von rund 20 Mrd. EUR monatlich d\u00fcrften dagegen erst im Jahr 2023 eingestellt werden. Eine erste Anhebung des Einlagensatzes w\u00e4re damit 2023 m\u00f6glich.<\/p>\n<h6><strong>Die wichtigsten Ergebnisse<\/strong><\/h6>\n<p>Wie im Vorfeld allgemein erwartet, hat sich der EZB-Rat bei seinem Treffen am 9. September auf eine Reduktion der PEPP-Anleihenk\u00e4ufe verst\u00e4ndigt. Die K\u00e4ufe sollen in einem moderat geringeren Umfang fortgef\u00fchrt werden als w\u00e4hrend des 2. und 3. Quartals. Das d\u00fcrfte bedeuten, dass die K\u00e4ufe ab Oktober in etwa dem Ausmass von Januar bis M\u00e4rz dieses Jahres entsprechen werden bzw. leicht dar\u00fcber liegen. Damals wurden Anleihen f\u00fcr durchschnittlich rund 63 Mrd. EUR pro Monat erworben. Das entspr\u00e4che verglichen mit dem Zeitraum April bis August einer Reduktion um monatlich etwa 10 Mrd. bis 15 Mrd. EUR.<\/p>\n<p>EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde war sichtlich bem\u00fcht, die Entscheidung zur Reduktion der Anleihenk\u00e4ufe klein zu reden und verbal so \u00bbtaubenhaft\u00ab wie m\u00f6glich zu unterlegen. Sie betonte mehrfach die verbliebenen Konjunkturrisiken sowie die Tatsache, dass die Inflationsprojektionen die Teuerungsrate 2023 weiterhin klar unter dem Notenbankziel von 2,0% sehen. Es war ihr auch besonders wichtig, dass sich die Reduzierung der Anleihenk\u00e4ufe zun\u00e4chst lediglich auf das 4. Quartal bezieht und nicht als Auftakt eines Taperings zu verstehen sei. \u00dcber das weitere Vorgehen im n\u00e4chsten Jahr soll erst beim Treffen im Dezember entschieden werden.<\/p>\n<h6><strong>Unsere Einsch\u00e4tzung<\/strong><\/h6>\n<p>Die EZB wird weiterhin von der St\u00e4rke der Konjunkturerholung \u00fcberrascht. Zum wiederholten Mal muss sie ihre BIP-Projektion f\u00fcr das laufende Jahr anheben (5,0% nach 4,7%). Die Wirtschaftsleistung wird aller Voraussicht nach bereits im laufenden Quartal ihr Vorkrisenniveau erreichen \u2013 ein Dreivierteljahr fr\u00fcher als es die W\u00e4hrungsh\u00fcter noch Anfang dieses Jahres erwartet hatten. Im Kielwasser der g\u00fcnstigen konjunkturellen Entwicklung belebt sich der Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote lag im Juli bei 7,6% &#8211; das sind nur 0,2%-Punkte mehr als im Februar 2020. Zugleich wird die Fehleinsch\u00e4tzung der EZB mit Blick auf den gegenw\u00e4rtigen Inflationsschub immer offensichtlicher. F\u00fcr das laufende Jahr wurde die Projektion auf 2,2% angehoben, nach 1,9%. Im Dezember 2020 hatte man noch mit 1,0% gerechnet. F\u00fcr 2022 erwarten die Notenbanker ebenfalls eine h\u00f6here Teuerungsrate. Die Anhebung der Projektion von 1,5% auf 1,7% ist die dritte in Folge \u2013 und es wird nicht die letzte sein. Bereits im Dezember d\u00fcrfte die n\u00e4chste Aufw\u00e4rtsrevision folgen. Unserer Ansicht nach untersch\u00e4tzt die EZB weiterhin die preistreibenden Effekte der Wieder\u00f6ffnung zahlreicher Dienstleistungssektoren, der \u00dcberw\u00e4lzung der massiv gestiegenen Erzeugerkosten auf die Konsumenten sowie des sich abzeichnenden Preisschubs bei Nahrungsmitteln, Strom und Erdgas. Wir gehen davon aus, dass die Inflationsrate auch 2022 bei oder \u00fcber 2,0% liegt.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der raschen wirtschaftlichen Erholung, der g\u00fcnstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie der hartn\u00e4ckig hohen Inflationsrate ist davon auszugehen, dass die EZB die Anleihenk\u00e4ufe im n\u00e4chsten Jahr weiter zur\u00fcckzuf\u00e4hrt. Ob eine Entscheidung hierzu und zur Frage der Beendigung des PEPP bereits auf der Dezembersitzung gefasst wird, h\u00e4ngt massgeblich von der Entwicklung der Pandemie in den kommenden Monaten ab. Im Zweifel d\u00fcrfte die EZB eher l\u00e4nger an den PEPP-Anleihenk\u00e4ufen festhalten. Wir sehen jedoch eine hohe Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr, dass die Pandemie mit dem n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr ausgestanden sein wird. Insofern d\u00fcrften die PEPP-K\u00e4ufe sp\u00e4testens ab dann sp\u00fcrbar zur\u00fcckgefahren werden. Um eine zu abrupte Reduzierung der Anleihenk\u00e4ufe zu vermeiden, d\u00fcrfte es eine Phase des Taperings der PEPP-K\u00e4ufe geben. Eine vollst\u00e4ndige Einstellung der Anleihenk\u00e4ufe, die nicht im Rahmen des APP durchgef\u00fchrt werden, erwarten wir Verlauf des 2. Halbjahrs 2022. Die APP-K\u00e4ufe im Volumen von rund 20 Mrd. EUR monatlich d\u00fcrften erst im Jahr 2023 eingestellt werden. Eine erste Anhebung des Einlagensatzes w\u00e4re damit 2023 m\u00f6glich.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Rechtlicher Hinweis:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen st\u00fctzen sich auf Berichte und Auswertungen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verl\u00e4sslichen Quellen beruhen, kann sie f\u00fcr die Qualit\u00e4t, Richtigkeit, Aktualit\u00e4t oder Vollst\u00e4ndigkeit der Angaben keine Gew\u00e4hrleistung \u00fcbernehmen. Eine Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit l\u00e4sst keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die k\u00fcnftige Wertentwicklung zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Der EZB-Rat hat sich bei seinem Treffen am 9. 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