{"id":9120,"date":"2021-09-23T08:30:39","date_gmt":"2021-09-23T06:30:39","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=9120"},"modified":"2021-09-23T09:19:20","modified_gmt":"2021-09-23T07:19:20","slug":"lgt-navigator-fed-signalisiert-baldige-qe-drosselung-snb-und-boe-im-fokus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/lgt-navigator-fed-signalisiert-baldige-qe-drosselung-snb-und-boe-im-fokus\/","title":{"rendered":"LGT Navigator: Fed signalisiert baldige QE-Drosselung \u2013 SNB und BoE im Fokus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">LGT Navigator: Die US-Notenbank (Fed) erf\u00fcllte in etwa die Erwartungen an den Finanzm\u00e4rkten. Das Fed steuert demnach behutsam auf eine geldpolitische Wende zu und stellt hierf\u00fcr als erstes in Aussicht,<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>LGT Navigator<\/strong><\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">die konjunkturst\u00fctzenden Massnahmen in Form ihres Wertpapierkaufprogramms zu drosseln. Gleichzeitig h\u00e4lt US-Notenbankchef Powell die Leitzinsen aber auf rekordtiefem Niveau. Heute werden mit Spannung auch die geldpolitischen Entscheide der Schweizerischen Nationalbank und der Bank of England erwartet.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Fed stellte gestern eine Reduzierung seiner quantitativen Massnahmen noch vor Ende dieses Jahres in Aussicht. Bereits an der folgenden Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) Anfang November k\u00f6nnte eine Drosselung der milliardenschweren Wertpapierk\u00e4ufe beschlossen  und dann bis Mitte 2022 schrittweise eingestellt werden, best\u00e4tigte der Fed-Vorsitzende Jerome Powell. Das Tempo der QE-Drosselung h\u00e4nge aber weiterhin vom Wirtschafts- und Inflationsverlauf sowie der Entwicklung der Pandemie ab. Gleichzeitig h\u00e4lt das Fed aber an seiner lockeren Geldpolitik fest und beliess den Leitzins unver\u00e4ndert in einer Bandbreite von 0.0 bis 0.25%. Das rekordtiefe Zinsniveau bleibe gerechtfertigt, bis am Arbeitsmarkt Vollbesch\u00e4ftigung herrsche und das Inflationsziel von rund zwei Prozent erreicht worden sei, erkl\u00e4rte Powell. Die nun konkreter in Aussicht gestellte Reduzierung der Wertpapierk\u00e4ufe d\u00fcrfe aber nicht mit einer ersten Zinserh\u00f6hung gleichgestellt werden. Mit Spannung wurden auch die neusten Prognosen des Fed erwartet. In diesem Jahr rechnet die Notenbank nun mit einem BIP-Wachstum von +5.9% (Juni-Prognose +7.0%). F\u00fcr 2022 rechnet das Fed aber mit einem st\u00e4rkeren Wachstum von +3.8% (bisher +3.3%). In Bezug auf die Inflation wird nun f\u00fcr 2021 eine Jahresteuerungsrate von +4.2% erwartet, verglichen mit +3.4% in der Prognose. F\u00fcr 2022 rechnet das Fed mit einer Inflation von +2.2% (bisher +2.1%).<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">An den Finanzm\u00e4rkten wurde die Ank\u00fcndigung der US-Notenbank in etwa so erwartet. Der US-Dollar legte daraufhin zu, w\u00e4hrend sich die Verluste bei US-Staatsanleihen in Grenzen hielten. An der Wall Street stieg der Dow Jones Industrial um +1% auf 34&#8217;258.32 Punkte und der marktbreite S&amp;P 500 legte um +0.94% auf 4&#8217;395.64 Z\u00e4hler zu. An der Technologieb\u00f6rse Nasdaq ging es ebenfalls um rund ein Prozent nach oben. Inzwischen hat sich auch die Sorge um den kriselnden chinesischen Immobilienkonzern \u00abEvergrande\u00bb gelegt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zentrum stehen heute nochmals zwei geldpolitische Ank\u00fcndigungen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird um 09:30 Uhr ihre quartalsweise Lagebeurteilung kommunizieren und um 13:00 Uhr teilt die Bank of England ihren Zinsentscheid mit. Die SNB d\u00fcrfte ihre Negativzinspolitik best\u00e4tigen. Einerseits wird sie der EZB nicht vorgreifen und andererseits hat sich der Schweizer Franken seit dem letzten Zinsentscheid gegen\u00fcber dem Euro nochmals aufgewertet. Die Bank of England k\u00f6nnte hingegen angesichts des st\u00e4rkeren Inflationsdrucks und einer m\u00f6glicherweise optimistischeren Einsch\u00e4tzung der Pandemielage dank einer deutlich h\u00f6heren Impfquote zumindest laut \u00fcber eine straffere Geldpolitik nachdenken.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Evergrande verschafft sich zumindest kurzfristig etwas Luft<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der in Not geratene chinesische Immobilienkonzern Evergrande hat eigenen Angaben zufolge mit inl\u00e4ndischen Gl\u00e4ubigern eine Vereinbarung erzielt. Dabei geht es um eine Zinszahlung (laut Bloomberg) \u00fcber umgerechnet EUR 30 Mio. f\u00fcr eine heute Donnerstag f\u00e4llige Anleihe. Evergrande lieferte aber keine Informationen bez\u00fcglich einer weiteren Anleihe, f\u00fcr die ebenfalls heute Zinsen von rund EUR 72 Mio. f\u00e4llig werden. N\u00e4chste Woche am 29. September werden dann weitere Zinszahlungen \u00fcber rund EUR 40 Mio. f\u00e4llig. Insgesamt hat Evergrande Schulden von USD 300 Mrd. oder umgerechnet etwa EUR 257 Mrd. angeh\u00e4uft. Der Vorstandschef von Evergrande Xu Jiayin zeigte sich \u00fcberzeugt, dass der Konzern seinen \u00abdunkelsten Moment\u00bb \u00fcberwinden k\u00f6nne. Um die Kapitalm\u00e4rkte und die Anleger zu beruhigen, stellte Chinas Zentralbank dem Bankensystem 90 Milliarden Yuan zur Verf\u00fcgung.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda \u00e4usserte sich gestern ebenfalls zum Fall \u00abEvergrande\u00bb. Kuroda ist der Ansicht, dass die Finanzprobleme des chinesischen Immobilienkonzerns derzeit nicht als systemisches Risiko f\u00fcr die Weltwirtschaft angesehen werden m\u00fcssen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ifo korrigiert seine Wachstumsprognose f\u00fcr Deutschland<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das M\u00fcnchener Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo senkte seine Wachstumsprognose f\u00fcr 2021, mit dem Verweis auf die globalen Lieferengp\u00e4sse in der Industrie. Das Ifo geht nun von einem BIP-Wachstum in Deutschland von noch +2.5% aus. Bisher waren +3.3% veranschlagt. Im n\u00e4chsten Jahr soll die deutsche Wirtschaft dann aber wieder kr\u00e4ftig um +5.1% wachsen (bisher +4.3%). Im Folgejahr 2023 rechnen die \u00d6konomen mit noch +1.5%. Gem\u00e4ss Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmersh\u00e4user verschiebt sich die urspr\u00fcnglich f\u00fcr den Sommer erwartete Erholung von der Coronakrise. Insbesondere die schnelle Zunahme der weltweiten Nachfrage nach langlebigen Konsumg\u00fctern, elektronischen Artikeln und speziellen medizinischen Produkten stelle die globalen Lieferketten als Folge stark ver\u00e4nderter Warenstr\u00f6me vor enorme logistische Herausforderungen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wirtschaftskalender 23. September<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>MEZ<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Indikator<\/strong><\/td>\r\n<td><strong>Letzte Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>08:45<\/td>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>Wirtschaftsstimmung <\/td>\r\n<td>110.0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:00<\/td>\r\n<td>SP<\/td>\r\n<td>BIP Q2 (Q\/Q)<\/td>\r\n<td>+2.8%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:15<\/td>\r\n<td>FR<\/td>\r\n<td>IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September)<\/td>\r\n<td>55.9<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:30<\/td>\r\n<td>CH<\/td>\r\n<td>SNB-Zinsentscheid<\/td>\r\n<td>-0.75%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>09:30<\/td>\r\n<td>DE<\/td>\r\n<td>IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September)<\/td>\r\n<td>60.0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September)<\/td>\r\n<td>59.0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:00<\/td>\r\n<td>EZ<\/td>\r\n<td>EZB-Monatsbericht<\/td>\r\n<td> <\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>10:30<\/td>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September)<\/td>\r\n<td>54.8<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>13:00<\/td>\r\n<td>GB<\/td>\r\n<td>Bank of England Zinsentscheid<\/td>\r\n<td>+0.1%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Erstantr\u00e4ge Arbeitslosenversicherung (w\u00f6chentlich)<\/td>\r\n<td>332&#8217;000<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>14:30<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Fed Chicago Nationaler Aktivit\u00e4tsindex (August)<\/td>\r\n<td>+0.53<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>15:45<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>IHS Markit Einkaufsmanagerindex Composite (September)<\/td>\r\n<td>55.4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>16:00<\/td>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Fr\u00fchindikator<\/td>\r\n<td>+0.9%<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><strong>Unternehmenskalender 23. September<\/strong><\/p>\r\n<table class=\"lgt-table\" border=\"0.1\" width=\"100%\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><strong>Land<\/strong><\/td>\r\n<td><b>Unternehmen<\/b><\/td>\r\n<td><strong>Periode<\/strong><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Nike<\/td>\r\n<td>Q1<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>USA<\/td>\r\n<td>Costco<\/td>\r\n<td>Q4<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<div class=\"editorContent\">\r\n<p>Quelle: BondWorld.ch<\/p>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LGT Navigator: Die US-Notenbank (Fed) erf\u00fcllte in etwa die Erwartungen an den Finanzm\u00e4rkten. 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