{"id":9451,"date":"2021-11-16T10:49:07","date_gmt":"2021-11-16T09:49:07","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=9451"},"modified":"2021-11-19T10:53:06","modified_gmt":"2021-11-19T09:53:06","slug":"bantleon-ezb-geraet-ins-hintertreffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/bantleon-ezb-geraet-ins-hintertreffen\/","title":{"rendered":"Bantleon: EZB ger\u00e4t ins Hintertreffen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\"><span lang=\"en-GB\"><span lang=\"EN-GB\">Bantleon: <\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/span>Die Zahl der vergangenen Woche lautete: 6,2%. Auf dieses Niveau schnellte die US-Teuerungsrate im Oktober und markierte einen 31-j\u00e4hrigen H\u00f6chststand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"title is-4 is-\"><strong>Dr. Daniel Hartmann Chefvolkswirt<\/strong><\/div>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit d\u00fcrfte das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht sein. In den n\u00e4chsten Monaten ist sogar ein Anstieg auf 7% m\u00f6glich. Neben den USA berichteten \u00fcberdies Indien, Mexiko und Ungarn von weiter anziehenden Teuerungsraten. Diese Serie besorgniserregender Inflationsdaten wird in den n\u00e4chsten Tagen nicht abreissen. So d\u00fcrfte am Mittwoch das britische Statistikamt ein Vorr\u00fccken der Inflation auf knapp 4% verk\u00fcnden und am Freitag sollte \u2013 mit \u00fcber 16% (im Vorjahresvergleich) \u2013 sogar ein 70-j\u00e4hriger Rekord bei den deutschen Erzeugerpreisen ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00e4hrend die meisten Notenbanker die Inflationszahlen nach wie vor herunterspielen, sind sie f\u00fcr die Privathaushalte bitterer Ernst<\/strong>. In den USA m\u00fcssen sich die Verbraucher 2021 auf einen Kaufkraftentzug von 5% einstellen, in der Eurozone sind es immerhin knapp 3%. Vor allem \u00e4rmere Einkommensgruppen leiden unter den steigenden Lebenshaltungskosten, was nunmehr auch in den Verbrauchervertrauensumfragen sichtbar wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So sank das von der University von Michigan monatlich erhobene US-Stimmungsbarometer im November auf einen neuen mehrj\u00e4hrigen Tiefststand<\/strong>. Dies war insofern \u00fcberraschend, als der brummende Arbeitsmarkt und die Aktienhausse eigentlich f\u00fcr ein positives Umfeld sprechen. Bei den Verbrauchern w\u00e4chst jedoch das Unbehagen vor der anziehenden Inflation. Die Entwicklung ruft bereits den US-Pr\u00e4sidenten auf den Plan, der Massnahmen in Aussicht stellt, um den Teuerungsdruck zu mindern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eigentlich w\u00e4re das die Aufgabe der Notenbanken.<\/strong> In einigen Schwellenl\u00e4ndern sind die W\u00e4hrungsh\u00fcter auch bereits zur Tat geschritten und haben kr\u00e4ftig an der Zinsschraube gedreht. Die EZB und die Fed wollen davon jedoch noch nichts wissen, wobei die US-Notenbank im laufenden Monat immerhin mit der R\u00fcckf\u00fchrung der Wertpapierk\u00e4ufe beginnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Druck, noch mehr zu tun, wird aber zunehmen.<\/strong> So konnte die Fed bis zuletzt immer noch auf die gut verankerten Inflationserwartungen verweisen. Inzwischen liegen die marktbasierten Inflationserwartungen aber bereits deutlich \u00fcber dem 2%-Ziel. Bei den umfragebasierten Inflationserwartungen ist der Trend noch nicht so eindeutig. Sollte sich das in den n\u00e4chsten Wochen \u00e4ndern, d\u00fcrfte die US-Notenbank das Tapering beschleunigen und damit die Basis f\u00fcr Leitzinsanhebungen Mitte 2022 legen. Ansonsten w\u00fcrde sie riskieren, eine Lohn-Preis-Spirale in Gang zu setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unterdessen tut die EZB so, als sei die Eurozone eine Insel anhaltend tiefer Inflation.<\/strong> Mutige k\u00f6nnen fraglos auf ein baldiges Ende der Angebotsengp\u00e4sse und der steigenden Energiepreise spekulieren. Vieles spricht jedoch daf\u00fcr, dass die Inflationsrisiken zugenommen haben und der Teuerungsdruck l\u00e4nger anh\u00e4lt. Die EZB kann das auf Dauer nicht ignorieren \u2013 schliesslich ist sie dem Ziel der Preisstabilit\u00e4t verpflichtet. Es d\u00fcrfte somit nicht zuletzt im Interesse der Verbraucher sein, wenn die W\u00e4hrungsh\u00fcter im Dezember das klare Signal senden, dass die Wertpapierk\u00e4ufe ab Januar 2022 deutlich zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<div class=\"title is-4 is-\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"title is-0 \">\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Rechtlicher Hinweis:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Die in diesem Beitrag gegebenen Informationen, Kommentare und Analysen dienen nur zu Informationszwecken und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar. Die hier dargestellten Informationen st\u00fctzen sich auf Berichte und Auswertungen \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Quellen. Obwohl die Bantleon Bank AG der Auffassung ist, dass die Angaben auf verl\u00e4sslichen Quellen beruhen, kann sie f\u00fcr die Qualit\u00e4t, Richtigkeit, Aktualit\u00e4t oder Vollst\u00e4ndigkeit der Angaben keine Gew\u00e4hrleistung \u00fcbernehmen. Eine Haftung f\u00fcr Sch\u00e4den irgendwelcher Art, die sich aus der Nutzung dieser Angaben ergeben, wird ausgeschlossen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit l\u00e4sst keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die k\u00fcnftige Wertentwicklung zu.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld<\/p>\n<article class=\"article\"><\/article>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bantleon: Die Zahl der vergangenen Woche lautete: 6,2%. 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