{"id":9670,"date":"2021-12-14T10:41:15","date_gmt":"2021-12-14T09:41:15","guid":{"rendered":"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/?p=9670"},"modified":"2021-12-14T10:41:15","modified_gmt":"2021-12-14T09:41:15","slug":"nordea-am-die-unerwarteten-folgen-der-inflation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/nordea-am-die-unerwarteten-folgen-der-inflation\/","title":{"rendered":"Nordea AM : Die unerwarteten Folgen der Inflation"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nordea AM : Inflation ist in aller Munde. Einige m\u00f6gliche Folgen der Inflation werden dabei jedoch h\u00e4ufig \u00fcbersehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>S\u00e9bastien Galy, Senior Macro Strategist bei Nordea Asset Management<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>1.Inflation ist in aller Munde. Einige m\u00f6gliche Folgen der Inflation werden dabei jedoch h\u00e4ufig \u00fcbersehen.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Steigende Inflation ist kein allzu grosses Problem, solange private Haushalte \u00fcber ausreichend grosse Ersparnisse verf\u00fcgen. Sobald diese finanziellen Polster jedoch schwinden, reagieren die Menschen weniger entspannt. Sie beginnen sich zu fragen, wie sie ihre Transportkosten, Lebensmittel oder die Aktivit\u00e4ten ihrer Kinder bezahlen k\u00f6nnen, wenn die Preise weiter steigen. Da das Lohnwachstum oft kaum mit der Inflation Schritt h\u00e4lt, w\u00e4chst langsam aber sicher die Ver\u00e4rgerung. Dies wirkt sich auch auf die politische Landschaft aus. Einige Menschen fordern dann eine restriktivere Geldpolitik und weniger Steuerausgaben. In den USA k\u00f6nnte bei den Parlamentswahlen im Herbst, den sogenannten \u00abMidterms\u00bb, die Mehrheit im Kongress an die Republikaner fallen, was mit grosser Wahrscheinlichkeit Haushaltsk\u00fcrzungen zur Folge h\u00e4tte. In einer Wirtschaft, die aktuell auf Hochtouren l\u00e4uft, sind solche K\u00fcrzungen nicht unbedingt ein Problem. Sie w\u00fcrden zudem den Druck auf die US-Notenbank Federal Reserve zur Straffung der Geldpolitik mindern. In Europa spielt die Europ\u00e4ische Zentralbank hingegen ein gef\u00e4hrliches Spiel. Sie setzt darauf, dass die Menschen ihr weiterhin vertrauen, und dies, obwohl beispielsweise der Immobilienmarkt extrem teuer ist, weil er mit billiger Liquidit\u00e4t \u00fcberschwemmt ist.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>2. Die Inflation k\u00f6nnte die Gewinne gef\u00e4hrden.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sell-Side-Analysten gehen in ihren Gewinnerwartungen davon aus, dass deren Wachstum im n\u00e4chsten Jahr weltweit, und insbesondere in den Schwellenl\u00e4ndern, unter die 10-Prozent-Marke fallen wird. Diese Annahme gilt jedoch nur, solange die Verbraucher keinen Inflationsschock erleiden. Letzteres scheint in den Vereinigten Staaten allerdings bereits der Fall zu sein, wie eine aktuelle Umfrage des Wall Street Journal zeigt, in der die Inflation als Hauptsorge genannt wird. Da die Ersparnisse nach wie vor hoch sind, wirkt sich die Inflation noch nicht stark auf den Verbrauch aus. Sobald jedoch die Ersparnisse schwinden, d\u00fcrften die Verbraucher zunehmend preisempfindlich reagieren, insbesondere wenn ihre L\u00f6hne nicht mithalten k\u00f6nnen. Dies d\u00fcrfte f\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte in reifen Sektoren der Fall sein. Umgekehrt werden die Unternehmen immer weniger bereit sein, L\u00f6hne zu erh\u00f6hen, wenn sie von den Verbrauchern nicht l\u00e4nger den erwarteten Zuspruch in Form h\u00f6herer Preise erhalten k\u00f6nnen. Es ist ein klassisches Henne-Ei-Problem: Wer hat die Preismacht? Die Verbraucher oder die Arbeitgeber? Die Antwort h\u00e4ngt weitgehend davon ab, wie angespannt der Arbeitsmarkt ist. Je l\u00e4nger wir warten und die Fed nicht handelt, desto mehr werden die Verbraucher h\u00f6here L\u00f6hne fordern, was zu einer Lohn-\/Inflationsspirale f\u00fchren wird.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>3. Die Inflation k\u00f6nnte zu \u00dcbermut bei Unternehmen f\u00fchren.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere m\u00f6gliche Folge der Inflation: Angesichts der noch immer starken Nachfrage und der Leichtigkeit, mit der sich die Preise nach oben anpassen lassen, k\u00f6nnten Unternehmen \u00fcberm\u00fctig werden und Kredite f\u00fcr Investitionen aufnehmen, die sich m\u00f6glicherweise nicht auszahlen. Denn die Nachfrage d\u00fcrfte sich in den kommenden Jahren strukturell abschw\u00e4chen. Gr\u00fcnde daf\u00fcr sich die \u00dcberalterung der Gesellschaft, aber auch die Tatsache, dass viele Menschen wirtschaftlich am Rande stehen. Sie werden nicht ausreichend bezahlt, und das liegt zum Teil daran, dass die Produktivit\u00e4t nicht schnell genug steigt. Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung ist ein Problem, bei dem die Unternehmensf\u00fchrer nicht alle verf\u00fcgbaren Ressourcen nutzen, um zu einer rationalen Entscheidung zu gelangen. In diesem Fall sehen wir drei M\u00f6glichkeiten, wie Unternehmen den wirtschaftlichen Wandel, den wir gerade durchlaufen, falsch einsch\u00e4tzen k\u00f6nnten: 1. Sie gehen davon aus, dass wir in die Vor-Corona-Welt zur\u00fcckkehren werden. 2. Sie missverstehen die Machtverschiebung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. 3. Sie sch\u00e4tzen die Zukunft falsch ein, da sie m\u00f6glicherweise die sich abzeichnenden strukturellen Kr\u00e4fte wie ESG oder disruptive Technologien (z.B. K\u00fcnstliche Intelligenz) nicht erkennen.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Was bedeutet das f\u00fcr Investoren?<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00abGesetz der unbeabsichtigten Folgen\u00bb und der Schwarzen Schw\u00e4ne, wie wir es bei der Omikron-Variante gesehen haben, legt nahe, einige Verm\u00f6genswerte als sichere H\u00e4fen gegen das Unbekannte zu halten. Daf\u00fcr eignen sich beispielsweise kurzlaufende, fremdfinanzierte Covered Bonds.<\/p>\n<p><strong>Zudem gilt ganz grunds\u00e4tzlich:<\/strong> Steigende Produktivit\u00e4t bedeutet theoretisch h\u00f6here Reall\u00f6hne, aber Produktivit\u00e4tsgewinne beg\u00fcnstigen im Allgemeinen Aktienbesitzer. Es sei denn, der Arbeitsmarkt ist angespannt. Dann holen die Arbeitskosten manchmal auf. Die Produktivit\u00e4t d\u00fcrfte in den kommenden Jahrzehnten rasch ansteigen, da sich der ineffiziente Dienstleistungssektor durch Automatisierung, Outsourcing, k\u00fcnstliche Intelligenz usw. ebenso wandelt wie einst das verarbeitende Gewerbe. Dieser Prozess, der durch neue Unternehmen und den Umbau bestehender Unternehmen vorangetrieben wird, beschleunigt sich stetig. Und auch wenn der Aktienmarkt aufgrund von \u00fcberm\u00e4ssigem Optimismus pl\u00f6tzliche Einbr\u00fcche erleiden kann, ist dies einer der s\u00e4kularen Trends, auf den es sich zu setzen lohnt: <strong>Disruptive Technologien sind eine der wichtigsten S\u00e4ulen der Zukunft.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_9671\" aria-describedby=\"caption-attachment-9671\" style=\"width: 650px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/14-12-21-Nordea.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-9671\" src=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/14-12-21-Nordea.png\" alt=\"14-12-21 Nordea\" width=\"650\" height=\"325\" srcset=\"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/14-12-21-Nordea.png 650w, https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/14-12-21-Nordea-300x150.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-9671\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: BondWorld.ch<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordea AM : Inflation ist in aller Munde. 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