{"id":9733,"date":"2021-12-18T11:56:05","date_gmt":"2021-12-18T10:56:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/?p=9733"},"modified":"2021-12-20T11:57:19","modified_gmt":"2021-12-20T10:57:19","slug":"allianz-gi-when-doves-cry","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/allianz-gi-when-doves-cry\/","title":{"rendered":"Allianz GI : \u201eWhen Doves Cry\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Allianz GI : W\u00e4hrend es in der Vorweihnachtszeit \u00fcberall von Fenstern und Balkonen gl\u00e4nzt und leuchtet, d\u00e4mpfen zwei potenzielle St\u00f6rfaktoren derzeit die Festtagslaune an den B\u00f6rsen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/starthostunlimiteddmffassi-ss.stackstaging.com\/bondworld.ch\/newsletter\">Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter<\/a><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von Ann-Katrin Petersen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zum einen hat das Auftreten der OmikronVariante das ohnehin schon unsichere Pandemieumfeld weiter verkompliziert.<\/strong> Gerade im ersten Quartal des n\u00e4chsten Jahres k\u00f6nnten die potenziellen negativen Konjunkturauswirkungen einer neuen Omikron-Welle zu sp\u00fcren sein, wenngleich die zunehmende Widerstandsf\u00e4higkeit der Wirtschaft w\u00e4hrend fr\u00fcherer Episoden mit hohen Infektionsraten im Hinterkopf behalten werden sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum anderen haben angesichts des anhaltenden Preisdrucks eine Reihe von Zentralbanken \u2013 darunter die US-Notenbank Fed \u2013 damit begonnen, ihr Narrativ einer lediglich vor\u00fcbergehend bzw. \u201edauerhaft vor\u00fcbergehend\u201c erh\u00f6hten Verbraucherpreisinflation einzumotten. Die Konsequenz: Eine beschleunigte Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik wird nun in Erw\u00e4gung gezogen, um sich gegen mittelfristige Inflationsrisiken zu stemmen. Eine fr\u00fchere und\/oder raschere Straffung der Geldpolitik d\u00fcrfte bei der einen oder anderen geldpolitischen \u201eTaube\u201c auf die Tr\u00e4nendr\u00fcse dr\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">When Doves Cry\u201c schien jedenfalls im Gro\u00dfen und Ganzen das Motto der sich dem Ende zuneigenden spannenden Zentralbankwoche gewesen zu sein. In den USA er\u00f6ffnet die beschleunigte R\u00fccknahme der Anleihenk\u00e4ufe (\u201eTapering\u201c) der Fed die M\u00f6glichkeit, fr\u00fcher im kommenden Jahr die Leitzinswende einzul\u00e4uten. Trotz des dynamischen Infektionsgeschehens im Euroraum bekr\u00e4ftigte auch die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) ihre Absicht, das PandemieNotfallankaufprogramm (PEPP) Ende M\u00e4rz einzustellen. Allerdings bleibt die EZB dem \u201etaubenhaften\u201c Spektrum verhaftet und bewahrt sich angesichts kurzfristiger Abw\u00e4rtsrisiken f\u00fcr die Euroraum-Konjunktur ein hohes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t, um fortgesetzt g\u00fcnstige Finanzierungsbedingungen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bislang war das Jahr 2021 ein eintr\u00e4gliches f\u00fcr risikobehaftete Anlageklassen wie Aktien. Wenig \u00fcberraschend hat jedoch in Anbetracht der beiden m\u00f6glichen St\u00f6rfaktoren zum Jahresende \u2013 ausgehend von hohen Niveaus \u2013 der Risikoappetit der weltweiten Profianleger nachgelassen, wie der zu Wochenbeginn ver\u00f6ffentlichte \u201eGlobal Fund Manager Survey\u201c der Bank of America best\u00e4tigte. Zwar werden die Konjunktur- und Gewinnperspektiven f\u00fcr das Jahr 2022 unver\u00e4ndert optimistisch eingesch\u00e4tzt, jedoch ein restriktiverer Kurs der Geldpolitik inzwischen als gr\u00f6\u00dftes Risiko angesehen. Dazu passend sch\u00e4tzten nunmehr lediglich 55% der Befragten h\u00f6here Inflationsraten als vor\u00fcbergehendes Ph\u00e4nomen ein, sechs Prozentpunkte weniger als noch in der Oktober-Umfrage.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Woche voraus.<\/strong><\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Vorweihnachtswoche kehrt eine gewisse Gem\u00e4chlichkeit ein, zumindest was die Frequenz der Datenver\u00f6ffentlichungen anbelangt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangenen Wochen deuteten Konjunkturindikatoren auf eine Stabilisierung der globalen Wachstumsdynamik hin. Nach einem schwachen dritten Quartal hat die Konjunktur in den USA, der gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaft der Welt, wieder Tritt gefasst. Der private Verbrauch \u2013 dieser tr\u00e4gt zu zwei Dritteln des Bruttoinlandsprodukts in den USA bei \u2013 bleibt angesichts eines robusten Arbeitsmarkts gut unterst\u00fctzt (die pers\u00f6nlichen Ausgaben und Einkommen sowie die Erstantr\u00e4ge auf Arbeitslosenhilfe werden am Donnerstag ver\u00f6ffentlicht). Anders als in Europa, wo das dynamische Neuinfektionsgeschehen der Konsumlaune (Verbrauchervertrauen am Dienstag) bereits einen D\u00e4mpfer verpasst hat, sollte sich das Verbrauchervertrauen in den USA (Mi) wacker schlagen. F\u00fcr das kommende Jahr halten wir, ungeachtet der erh\u00f6hten pandemiebedingten Unsicherheit, an unserem Szenario eines langsameren, aber immer noch \u00fcber Potenzial liegenden Wachstums der Weltwirtschaft fest, bei fortgesetzt regionaler Rotation.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gleichzeitig d\u00fcrfte die Inflationsdebatte weiter k\u00f6cheln. Die Wiederverk\u00e4ufe bestehender H\u00e4user (Mi) und Neubauverk\u00e4ufe (Do) weisen auf gewisse \u00dcberhitzungserscheinungen am US-H\u00e4usermarkt hin. Zuletzt haben sich die Anzeichen verdichtet, dass die anziehende Mietpreiskomponente (\u201eRent of Shelter) auf die US-Verbraucherpreisinflation durchschl\u00e4gt. Die transatlantische Divergenz der Geldpolitik spricht in der kurzen Frist weiterhin f\u00fcr einen festen US-Dollar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend viele Zentralbanken damit begonnen haben, ihren seit Ausbruch der Pandemie geltenden Notstandsmodus zu verlassen, beh\u00e4lt die Bank of Japan ihren lockeren geldpolitischen Kurs bei. Insbesondere wegen der kr\u00e4ftig gestiegenen Energiepreise ist die japanische Inflationsrate (Fr) zwar wieder \u00fcber die Nulllinie geklettert. Ungeachtet der globalen Angebotsengp\u00e4sse bleibt der unterliegende Preisdruck jedoch gering. Zu zaghaft fiel bislang die Konjunkturerholung aus (vielmehr schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in f\u00fcnf der letzten acht Quartale), zu verhalten das Lohnwachstum.<\/p>\n<div class=\"component agi-general-content-rte \" data-component=\"general-content\">\n<div class=\"l-container u-margin-top-xl u-margin-bottom-2m agi-rte\">\n<div class=\"l-grid__row u-margin-top-xl\" data-component=\"summary-text-image\">\n<div class=\"l-container \" style=\"text-align: justify;\" data-component=\"general-content\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: BondWorld.ch<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allianz GI : W\u00e4hrend es in der Vorweihnachtszeit \u00fcberall von Fenstern und Balkonen gl\u00e4nzt und leuchtet, d\u00e4mpfen zwei potenzielle St\u00f6rfaktoren derzeit die Festtagslaune an den B\u00f6rsen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":5195,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"telegram_tosend":false,"telegram_tosend_message":"","telegram_tosend_target":0,"footnotes":"","_wpscp_schedule_draft_date":"","_wpscp_schedule_republish_date":"","_wpscppro_advance_schedule":false,"_wpscppro_advance_schedule_date":"","_wpscppro_dont_share_socialmedia":false,"_wpscppro_custom_social_share_image":0,"_facebook_share_type":"","_twitter_share_type":"","_linkedin_share_type":"","_pinterest_share_type":"","_linkedin_share_type_page":"","_instagram_share_type":"","_medium_share_type":"","_threads_share_type":"","_google_business_share_type":"","_selected_social_profile":[],"_wpsp_enable_custom_social_template":false,"_wpsp_social_scheduling":{"enabled":false,"datetime":null,"platforms":[],"status":"template_only","dateOption":"today","timeOption":"now","customDays":"","customHours":"","customDate":"","customTime":"","schedulingType":"absolute"},"_wpsp_active_default_template":true},"categories":[53],"tags":[80],"class_list":["post-9733","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allianz-g-i-die-woche-voraus","tag-allianz-gi"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":6}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9733"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9734,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9733\/revisions\/9734"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5195"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.investmentworld.eu\/ch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}