„Zwischen Skylla und Charybdis“

Nicht umsonst warnten wir in unserer vorherigen FridayMail vor unruhigerem Gewässer und tatsächlich bewegten sich die Investoren einem Odysseus gleich auf aufgewühlten Kapitalmärkten zwischen Skylla und Charybdis:…..


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Hans-Jörg Naumer Global Head of Global Capital Markets & Thematic Research


– Die Griechenland-Saga nahm mit dem bereits am Sonntag erfolgten Abbruch der Brüsseler Gespräche ihren Fortgang, um dann beim Treffen der Eurogruppe am Donnerstag abermals auf der offiziellen politischen Agenda zu stehen.

– Die am Mittwoch bekannt gegebenen neuen Zinsprojektionen des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank Fed erinnerten unterdessen daran, dass die Politik des billigen Geldes zu ihrem Ende kommt – wenngleich die FOMC-Mitglieder ihre Erwartungen bzgl. des Zinsanhebungspfades zurückgenommen haben.

Auffällig ist, dass das Interesse an den Ereignissen in Griechenland mit Näherrücken des 30. Juni – dem Tag, an dem die gebündelten Teilzahlungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF) fällig werden – auch außerhalb Europas immer größer wird.

Entsprechend unruhig zeigten sich die Märkte. Die großen Leitbörsen der Welt gaben nach, während sich bei den Staatsanleihen ein differenzierteres Bild zeigt: Während die US-Treasuries zum Wochenauftakt leicht zulegten, gingen die Renditen der Bundesanleihen tendenziell zurück. Gleichzeitig kam es zu (leichten) Ausweitungen der Renditezuschläge der Peripherieanleihen gegenüber den „Bunds“. Aber auch hier zeigt sich, dass die Anleger zwischen den Anleihen der einzelnen Euroländer differenzieren.

Was sich unter der Oberfläche zeigt, ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines systemischen Risikos, das von Griechenland ausgehen könnte, als noch immer gering und kaum verändert zu den Vorwochen eingestuft wird. Der Verbundindikator der EZB zur Messung systemischer Finanzmarktrisiken im Euroraum zeigt sich weitestgehend unbeeindruckt (vgl. Grafik der Woche). Hier dürfte sich die Tatsache widerspiegeln, dass seit dem Ausbruch der Euro-Schuldenkrise der institutionellen Rahmen deutlich verstärkt wurde. Das Risiko einer Krisenausweitung wird damit beschränkt.

Die Konjunkturdaten konnten sich in dieser Gemengelage kaum durchsetzen, und es bleibt abzuwarten, ob es ihnen in der kommenden Woche besser gelingt. Fest steht schon jetzt, dass das EU-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs (Donnerstag/Freitag) zu den „Highlights“ gehören dürfte. Es wäre die vermutlich letzte Möglichkeit, weitreichende Entscheidungen im Vorfeld des 30. Juni zu fällen.

Konjunkturseitig sollte der aus Asien kommende HSBC-Einkaufsmanagerindex für China (Dienstag) Beachtung finden. Die ausgebliebene Erholung auf der Exportseite und die verhaltene Entwicklung bei den Einzelhandelsumsätzen lassen ein „Auf-der-Stelle-treten“ erwarten. Damit würde der chinesische Einkaufsmanagerindex zum vierten Mal in Folge unter der expansiven Marke von 50 liegen.

Aus den USA kommend ergießt sich eine Flut an Daten über die Märkte: Am Montag stehen der Aktivitätsindex der Chicago-Fed und der Verkauf bestehender Häuser an. Am Dienstag folgen die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter und der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe. Am Donnerstag werden dann u.a. die persönlichen Ausgaben und Einkommen sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Folgen die Daten unserem Konjunkturbild, dann sollte sich der seit Anfang des Monats zu beobachtende freundliche Trend fortsetzen.

Zu den wichtigsten, aus dem Euroraum stammenden Daten gehören: der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe (Dienstag) sowie der ifo-Geschäftsklimaindex (Mittwoch) und der GfK-Konsumklimaindex für Deutschland (Donnerstag).

Zu erwarten ist, dass unserem antiken Helden zumindest von Seiten der Konjunkturdaten kein Wasser in das Boot läuft.

Klaren Kurs bei der Kapitalanlage, auch bei zunehmendem Wellenschlag und einer fragilen, technischen Situation an den Märkten,

Quelle: BondWorld.ch


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